Zubau Windenergie 2016

Ausbau der Windenergie 2016

Tabelle 4: Bruttoanstieg im Berichtszeitraum Mai 2016 bis Januar 2017 . Der deutsche Windenergiemarkt wird 2016 weiter auf einem hohen Stand boomen. Zum vierten Mal in Folge zeigt die Windbranche in Deutschland ihre Effizienz mit hoher neuer Kapazität. Europaweit blieben die Zugänge auf Vorjahresniveau, während der Inlandsmarkt um fast 25 % zulegte. Im Jahr 2016 war die Windenergie mit einem Anteil von 51 Prozent an der im vergangenen Jahr installierten Kraftwerkskapazität die am meisten ausgeweitete aller Energieerzeugungsarten in Europa.

Im Jahr 2016 erzeugte die Windenergie in der EU knapp 300 Milliarden Kilometer pro Kilowattstunde (kWh) Elektrizität und deckte damit 10,4% des Elektrizitätsbedarfs der EU. Deutschland, mit 5.443 Megawatt Bruttoleistung (Windenergie an Land und zu Wasser ), erzielte 2016 einen Spitzenwert von 39 Prozent der europaweit hinzugekommenen Leistung (13.925 Megawatt).

Frankreich (1.561 MW) hat die zweitgrößte installierte Leistung, vor der Türkei (1.387 MW), den Niederlanden (887 MW) und dem Vereinigten Königreich (736 MW). "Die Windenergie ist heute ein fester und unverzichtbarer Bestandteil der europäischen Energieversorgung", sagt Giles Dickson, CEO von Windkraft. Deutschland hat im vergangenen Jahr den mit großem Vorsprung höchsten Bruttozuwachs in Europa erzielt.

Der überwiegende Teil der Werke wurde in Niedersachsen gebaut, wo sich die installierte Bruttoleistung auf 900 Megawatt mehr als verdoppelte. Schleswig-Holstein liegt nun mit 651 Megawatt an zweiter Position, die bisher die höchste installierte Leistung seit drei Jahren in Serie hatte. Die neuen Kapazitäten sind damit bundesweit ausgeglichener als in den vergangenen Jahren.

"Windenergie an der Küste ist nach wie vor der kostengünstigste Dienstleister für das Energiesystem. In Deutschland und im Ausland steht die Windbranche im Wettbewerb. Das Unternehmen engagiert sich für weitere technologische Neuerungen und trägt weiterhin maßgeblich zum Erfolg der energetischen Transformation in Deutschland, Europa und der Welt bei", so Matthias Zelinger, Vorsitzender der Geschäftsführung des VDMA-Powersystems.

Der Bundesverband Windenergie (BWE) und der VDMA Energietechnik rechnen für die Jahre 2017 und 2018 mit einer weiteren starken Expansion in Deutschland. Für 2017 erwartet die Industrie einen Zuwachs von 4.500 bis 5000 Megawatt. Die Planungen für 2018 gehen von einem Zuwachs von 3000 bis 3500 Megawatt aus.

Ursächlich hierfür ist ein Pull-Forward-Effekt, der sich in einer Vielzahl von Windkraftprojekten niederschlägt, die nach dem EEG 2014 noch bewilligungspflichtig sind. Die Windbranche befindet sich in einer günstigen Ausgangslage. Firmen aus Deutschland können ihre Stellung in Zukunftsmärkten weiter ausdehnen, müssen aber dennoch neue Aufgaben meistern", betont Matthias Zelinger, Geschäftsführender Gesellschafter von Bundesverband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V., Deutschland.

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