Yello Konzert Hamburg

Gelb Konzert Hamburg

Duett Yello in der Barclaycard Arena - News "Vicious Games ", "The Race", "Oh Yeah": Yellos Werkverzeichnis ist voll von unwiderstehlichen Klängen, und viele haben es in die Charts geschafft. Bei Yello gibt es eine Reihe von melodischen Songs. Im Jahr 2016 hatten Dieter Meier und Boris Blank, die seit Ende der 70er Jahre tätig sind, einen weiteren großen Hit: Ihr neues Werk "Toy" erreichte den zweiten Rang in unseren Charts.

Eine Streberin und ein Mann des Lebens.

Mit Yello, 1979 als Dreiergruppe gegrÃ?ndet, seit 1983 das gemeinsame Vorhaben der beiden Schweizern Dieter Meier und Boris Blanko, begann diese MissverstÃ?ndnisgeschichte gegenÃ? Ein kaum haltbarer Gedanke, denn vor allem der Kesselflicker Blanke verwendete in seiner Studiowerkstatt die übliche Technik, kokettierte aber kaum mit den Klängen jener Zeit.

In den 39 Jahren seines Daseins war Yello nur einmal dort zu Gast, 1983 im New Yorker Club Roxy und nur 15 Min. lang, beschrieb das Zwischenspiel als Katastrophe und ließ seitdem die Hände von Auftritten. Noch bis zum vergangenen Jahr wurde die erste Yello-Tour aller Zeiten aus heiterem Himmel bekannt gegeben.

Vor seinem Auftritt in der Barclaycard Arena in Hamburg am vergangenen Wochenende konnte sich keiner der Gäste vorstellen, für was konkret er sein Vermögen eingesetzt hatte. Die Yello waren damals so, wenn auch nicht in Massen, weil sie nicht wie die 80er Jahre klingen und dem MTV-Zeitalter Videobeiträge gaben, die nichts mit der sowohl lebensbejahenden als auch narzißtischen Eigendarstellung der Pop- und New-Wave-Szene zu tun hatten.

Wie die Monty Pythons 2000 wirken sie auf der Leinwand, liebevoll albern und kaustisch agressiv zugleich. Dirk Koy hat zwei GoPro-Kameras auf die Nabe seines Autos aufgeklebt, und Blank bietet nun neben den verwirrenden Fotos auch die gleichen Klänge unter dem Namen "The Time Tunnel". In " Si Senor The Hairy Grill " - der Name allein ist in einer Gallerie - kreischte Blank wie ein Heavy Metal Star mehr als die Psyche aus seinem Körper.

Yello hat hier nun keineswegs mit Klang und Nebel und Licht gegen die sich verändernde Mode gekämpft. Denn das wäre nicht unbedingt Yello gewesen. Das ist nicht das unvergleichbare Paar, in dem der eine, der andere, der andere, Blank, mit Geduld auf einen weiteren musikalischen Input wartete. Dafür hat er, der andere, bei Bedarf auch Dadaistenverse parat.

"Limbo ", "Bostich", "Gebunden", "Vicious Games" und nach fast zwei Std. endlich "The Race": Yello verteilt vorsichtig die Schöpfungsperlen in die Action, es gibt verhältnismäßig viele neue Lieder im Repertoire. Mit " Oh Yeah " auch der erste Tracksprung, für den er damals noch keine gerechtfertigten Texte gefunden hat.

Als Erbin und multinationale Unternehmerin unter den 300 wohlhabendsten Schweizern ist sie wie Blank ein feierliches Solitär. Am besten wäre es gewesen, wenn er sein Glück ohne Mühe als diese eine Halbzeit von Yello hätte machen können.

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