Wutanfall

Zornausbruch

Der Begriff Wutanfall steht für: einen plötzlichen Wutausbruch; siehe Wut, Temperament; die Punk-Band Wutanfall. Die Psychologin Susanne Egert zeigt, was Eltern tun können, wenn sich ein Wutanfall nähert. Ein Anfall von Wut ist Wut, ein Ausbruch von Wut, der plötzlich ausbricht.

Das Kind, das einen Wutanfall hat, fühlt sich hilflos und braucht Autonomie und Würde. Plötzlich hat Ihr Kind im Supermarkt einen lauten Wutanfall: Vor allen Kunden wirft es sich auf den Boden, schreit und schlägt herum.

Angriff der Wut - was tun?

Die ganze Erde steht auf dem Scheiterhaufen, wenn sie verärgert ist. Dahinter verbirgt sich das Empfinden und was können sie tun, wenn sich ein Wutanfall einstellt. Durch Susanne Egert. Wo kommt das Wutgefühl her? Bei einem zornigen Mädchen ist das Empfinden, nicht richtig begriffen zu werden, immer im Vordergrund. Zudem fühlt sich das Baby oft diskriminiert, abgestiegen, unfair gehandhabt.

Gerade wenn sie keine Möglichkeiten erkennen, diese Empfindungen auszudrücken, entwickelt sich ein Ohnmachtsgefühl, das dann zu der wortwörtlich "machtlosen Wut" werden kann. Vergesst Sandsäcke - es sei denn, euer Baby soll den Boxsport lernen. Untersuchungen haben deutlich gemacht, dass es keinen Nutzen hat, einen Wutanfall zu haben.

Angriff der Wut - was tun? Du solltest einen Wutanfall so schnell wie möglich beenden. Eingreifen bei den ersten Warnschildern, damit das Kleinkind nicht einmal richtig anspringt. Und wie können sie das? Hören Sie wirklich auf das Kleinkind und achten Sie auf seine Empfindungen. Wenn nötig, erarbeiten Sie mit dem Kinde gemeinsam Vorschläge oder Maßnahmen, wie es sein eigenes Anliegen lösen kann, damit es sich besser fühlt.

Geben Sie dem Kleinen die Möglichkeit zu schwingen. Die kleinen Kids sind über sich selbst und sie lieben es. Die sollten die Erwachsenen ausnutzen. Für den bequemen Einsatz im Haushalt gibt es viele passende Kleingeräte (Minitrampolin, Hocker, Hängestuhl, Wobbelbrett, Schaukelstuhl, etc.). Wenn also das Kleinkind bereits von der Schulbank "eingeladen" ist, wird es für 10 min. auf die Schwinge geschickt.

Drei spezifischere Gründe für Wutausbrüche: Der erste Fall ist für die 2-Jährigen typisch: Sie wollen alles "alleine" machen, aber in der Realität können sie es noch nicht und werden dann ärgerlich (auf sich selbst), wenn etwas nicht klappt oder sie es noch nicht hinbekommen. Der zweite Fall bezieht sich auf die Jugendlichen, deren Hormonspiegel ebenso wie ihre Emotionen eine Achterbahnfahrt sind.

Ruhig zu antworten ist das Weiseste, was ein Elternteil tun kann - in der Sicherheit, dass diese Zeit vergeht und dass ein Kind nicht für immer in diesem Gefühlswirrwarr bleibt (bis die Menopause beginnt). Im dritten Falle geht es um die traumatisierten und depressiven Nachkommen. Empfindungen sind ein unerschöpflicher und zentraler Punkt zwischen Vater und Mutter, denn letztendlich bestimmt das Gefühl das Benehmen.

Zeitschrift: Mein Sohn will nicht erlernen - was tun?

Aus ihrer langjährigen beruflichen Praxis weiss sie, dass viele Auseinandersetzungen zwischen Mutter, Kind und Lehrer auf Unverständnis für den anderen basieren. "Und ich möchte dazu verhelfen, dass sie sich besser kennen lernen und ihr tägliches Brot leichter machen", sagt die Psychologin.

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