Windräder Kosten

Kosten von Windkraftanlagen

Wieviel kosten Windkraftanlagen? Inklusive der Kosten Trotzdem sollte man bei grösseren Pflanzen mit ca. 1000 pro Kilowatt ausrechnen. Doch da es viele Größen für die Kostenbestimmung gibt, wie z. B.

Lage, Netzanschluss, U-Bahn, Projektplanung, Anlagenanzahl (Gesamtinvestition), technisches Equipment, Instandhaltungsvertrag, Versicherungen usw., kommt man an einer vernünftigen wirtschaftlichen Lebensdauerplanung für die 20 Betriebsjahre und einer fundierten Ertragsprognose mittels einer Windstärkemessung nicht vorbei.

Welche Kosten eine Pflanze verursacht, die ein bestimmtes Marktsegment bedienen soll und welcher Produzent gewählt werden soll, wird erst nach der Standortbestimmung relevant.

Strompreise sollen ab 2020 die Windenergie stoppen

In Berlin wird am Mittwoch eine Untersuchung vorgelegt, wonach bis zu einem Viertel der Windkraftkapazität nach 2020 stillzulegen ist, wenn der Börsenpreis unverändert beibehalten wird und es keine Gegenmassnahmen gibt. Erste Solar- und Windenergieanlagen werden dann aus der EEG-Förderung herausfallen und das könnte sich zu einer Katastrophe ausweiten, mahnt die Deutsche Windgarde in dieser Handelswoche im Namen der NATURSTRÖM AG und der DUH.

Anfang 2021 werden rund 6.000 Windenergieanlagen mit einer Gesamtnennleistung von 4.350 bis 4.500 MW ihre EEG-Kompensation einbüßen. Anna-Kathrin Wallasch von der Unternehmensberatung Deutsche Windguard gab zu, wie viele Turbinen und wie viel Leistung sie haben und was es kosten wird, alte Windenergie nach 2020 weiter zu betreiben, lässt sich nicht präzise quantifizieren.

Auf der einen Seite scheinen sich die Firmen in ihren Büchern nicht so intensiv betrachten zu wollen, auf der anderen Seite gibt es noch wenig Erfahrung im weiteren Betrieb älterer Windenergieanlagen, die erstmals für eine Nutzungsdauer von 20 Jahren beim Neubau konzipiert und zugelassen wurden. Von der Industrie selbst ist darüber nichts bekannt; die jetzt publizierte Untersuchung soll die erste sein.

Ausgehend von den voraussichtlichen Kosten für die zukünftige Pflege und Reparatur der Altanlagen, für die direkte Vermarktung des Stromes sowie den Erlösen für den Netzbetreiber ergibt sich ein für den weiteren Betriebsablauf notwendiger Aufwand von drei bis vier Cents pro KWSt. Naturstrom-Vorstand Oliver M. O. M. S. h ummelden, dass der Großteil der Kraftwerke erst ab vier Cents pro kWh wirklich ertragreich wird.

Vor dem Hintergrund des aktuellen Stromüberangebots und eines Marktstrompreises von weniger als drei Cents, der über das Jahr 2020 hinaus niedrig bleiben dürfte, gibt es jedoch Anzeichen dafür, dass ein weiterer Betrieb nur für "sehr wenige Anlagen" sinnvoll ist, so Hummel. Bis 2025 werden laut Untersuchung weitere 1.600 Windenergieanlagen pro Jahr ihre EEG-Förderungen, d.h. rund 2.500 MW, einbüßen.

Bis 2025 könnte im schlimmsten Falle bis zu einem Viertel der aktuell produzierten Windenergie in Deutschland vom Stromnetz genommen werden - und in den kommenden Jahren werden bekanntermaßen nur noch max. 2.900 MW Onshore-Windenergie hinzukommen, die über aufwändige Vergabeverfahren gewonnen werden. Allerdings macht die Untersuchung keine konkreten Hinweise, wie hier Abhilfe geschaffen werden könnte.

"Dabei geht es darum, die Debatte überhaupt erst in die Praxis umzusetzen", erläutert Naturstrom-Geschäftsführer Dr. Ing. Hummel. Dies hat einen Grund: Selbst ein Ausstieg aus der Kohle im Jahr 2030 oder sogar 2025 würde den Windkraftanlagen im Jahr 2021 nur wenig nützen. Wie sieht es mit dem Re-Powering aus, d.h. dem Austausch von alten durch neue und leistungsfähigere Systeme am gleichen Ort?

Dieses " magische Wort " wird auch vielen Altpflanzen nicht nützen. Die Alternative, die Nachfrage nach Ökostrom durch Branchenkopplung, z.B. für Power-to-Gas, zu steigern und damit einen günstigeren Strompreis zu erreichen, funktioniert auch für ihn nicht. Vier Cents der Stromeinnahmen könnten nicht für die Investition in die Branchenkopplung verwendet werden; ohne umfangreiche staatliche Subventionen würde sich hier kaum etwas abspielen.

Der bisweilen diskutierte Antrag, eine EEG-Anschlussregelung für alte Windkraftanlagen zu verlangen, wird von den beiden nicht sehr geschätzt. Hilfreicher wäre für die Firma die Neueinführung des Ökostromprivilegs. So könnte der Elektrizitätsbedarf älterer Kraftwerke auch unmittelbar an Firmen weitergegeben werden, die sich aus Gründen des zunehmenden Images hundertprozentig mit echtem Grünstrom und nicht mit grauem Elektrizität beliefern wollen, der durch gekaufte Zertifizierungen "grün" wird.

Doch als Zuschlag für die kWh sieht die Firma die sonst übliche Höhe von 0,5 Cents als zu gering an. Allerdings will bisher niemand über die notwendigen 1,5 Cents zuzüglich des für die direkte Versorgung mit grünem Strom Wahrscheinlich würde eine solche Abgabe auch von den Betreibern fossiler Kraftwerke an den Kaufpreis weitergegeben. Von den Betreibern der alten Windkraftanlagen verspricht sich die Firma einen Mehrertrag.

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