Wasser Erneuerbare Energie

Regenerative Energien

Regenerative Energie Ähnlich wie die Windkraft wurde die Kraft der Wasserwirtschaft in der vorindustriellen Zeit auch für den Betrieb von Walzwerken, Sägewerken und Hammermühlen eingesetzt. Heute wird in Deutschland die Energie aus Wasser nahezu ausschliesslich zur Stromerzeugung eingesetzt. Die Wasserkraftnutzung ist ein ausgereiftes Verfahren. Neben der klassischen Biomassenutzung stellt die Wasserwirtschaft den größten Teil der erneuerbaren Energien dar.

Wasserkraftwerke erzeugen 16% des weltweiten Strombedarfs. Mit 19,9 Prozentpunkten belegt die deutsche Stromproduktion aus regenerativen Energieträgern den zweiten Rang. Das größte Potenzial für die Wasserkraftnutzung liegt in den Ländern des Südens, wo die Voralpen ein gutes Steigungsniveau aufweisen. Der weitere Ausbau der Wasserkraft ist in erster Linie auf die Erneuerung und Wiederinbetriebnahme bestehender Kraftwerke ausgerichtet.

In den nächsten Jahren sollen einige größere Werke erneuert werden, da das EEG neue Investitionsanreize geschaffen hat. Für Wasserkraftwerke ist zwischen kleinen (weniger als 1 MW) und großen Kraftwerken (mehr als 1 MW) zu differenzieren. Bei den großen Wasserkraftwerken in Deutschland sind 20 % Speicher- und 80 % Laufkraftwerke.

Kleinwasserkraftanlagen: Auch diese sind technologisch gesehen Speicherkraftwerke oder Laufkraftwerke, erbringen aber aufgrund geringerer Förderhöhen und Wasservolumina nur geringe Ausbeuten. Der Aufwand für den Aufbau von Wasserkraftwerken ist in der Regel an die installierte Kapazität gekoppelt, hängt aber auch von der Fallgeschwindigkeit, anderen Standortverhältnissen und vor allem von den erforderlichen Umweltmaßnahmen ab.

Speicher-Kraftwerke: Speicher-Kraftwerke verwenden das große Steigungsgefälle und die Speicherkapazitäten von Staudämmen und Gebirgsseen zur Stromproduktion. Speicher-Kraftwerke sind sehr vielseitig und können sowohl zur Abdeckung der grundlegenden Stromversorgung als auch im Spitzenlast-Betrieb verwendet werden. Vor allem in Pumpspeicherwerken wird das Tageswasser in spezielle Einzugsgebiete gefördert. Dies geschieht mit der verfügbaren Energie, wenn der Energiebedarf niedrig ist, zum Beispiel in der Nacht.

Laufkraftwerke: Laufkraftwerke verwenden die Ströme eines Baches oder Kanals zur Stromproduktion. Kennzeichnend ist eine geringe Tropfenhöhe mit verhältnismäßig großer, oft saisonal mehr oder weniger starker Schwankung der Wassermengen. Ab 2010 gibt es eine neue wasserrechtliche Regelung. Die Ausweitung der oberirdischen wasserwirtschaftlichen Regelungen ist für die Wasserkraftnutzung besonders wichtig.

Beispielsweise wird festgelegt, dass die Ansammlung, Entnahme und Ableitung von Wasser nur bei ausreichender Mindestwassermenge erlaubt ist. Außerdem legt sie die konkreten ökologischen Erfordernisse für Wasserkraftwerke fest. Die Verwendung darf daher nur genehmigt werden, wenn angemessene Schutzmaßnahmen zum Schutze der Fischbestände getroffen werden. Auf diese Weise soll erreicht werden, dass die Tiere das Wasserkraftwerk während ihrer Migration immer unbeschädigt passieren.

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