Wann wird Strom Billiger

Ab wann wird Strom billiger?

müssen aus erster Hand erfahren, wie teuer vermeintlich günstige Tarife werden können. Preisvergleichsportale warnen zum Jahreswechsel vor steigenden Stromkosten. Elektrizität billiger beziehen, Stromkosten sparen, das will wohl jeder. In der Garage kann ich über die haushaltsübliche Steckdose meine Batterien aufladen. Die Nachtspeicheröfen laden nachts und zu einer festen Uhrzeit am Nachmittag und verfügen über eigene "NT"-Zähler.

Elektrizität könnte 2018 billiger werden

Das Jahr 2017 war das bisher aufwändigste Jahr. Deutsche haben nie mehr für ihren Strom gezahlt. Jetzt aber fällt die so genannte EEG-Umlage. Geben die Lieferanten dies an ihre Abnehmer weiter, kann sich jeder ein Speiseeis verwöhnen. Thorsten Lenck vom Agora Institute for Energy Turnaround: "Die EEG-Umlage ist im Jahr 2018 um 0,1 Cents pro kWh billiger als im Jahr 2017, was für einen Durchschnittshaushalt mit 3.500 kWh Strom eine Einsparung von 3,50 EUR pro Jahr bedeutet".

Die EEG-Umlage basiert auf dem EEG-Gesetz. Aber der Preis für Strom setzt sich aus vielen Steuern zusammen. Insgesamt gibt es ein erhebliches Einsparpotenzial. Im nächsten Jahr wird beispielsweise die Einspeisevergütung für den Ausbau des Netzes, die so genannte Netzgebühr, gesenkt. Wir sind in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt mit fast 8% dabei."

Ein durchschnittlicher Familienbetrieb könnte 20 EUR pro Jahr einsparen - wenn die Energieversorger den Nutzen an ihre Abnehmer abwälzen. Andererseits sehen Sie, dass der Börsenkurs - der Kaufpreis für Stromlieferanten - seit Jahren sinkt und dieser Vorsprung nie weiter gegeben wurde. Preisreduktionspotenzial für die Konsumentenzentrale Sachsen erkennt Carla Groß auf kurze Sicht.

Der Bund hat mehr als 2.000 Firmen von der Stromsteuer befreites. Diese Gelder werden nun an den normalen Verbraucher überwiesen. Dies sind jetzt fünf Mrd. EUR pro Jahr", erläutert Groß. Auch die Gebühren für den Ausbau des Netzes sollten gerechter aufgeteilt werden. Die ostdeutschen Stromverbraucher haben bisher mehr dafür bezahlt als die westdeutschen Kunden.

Weshalb wird Strom immer kostspieliger?

Während eine 4-köpfige Gastfamilie mit einem jährlichen Verbrauch von 4000 Kilowattstunden im Jänner 2004 im Durchschnitt 708 EUR pro Jahr bezahlte, waren es nach Untersuchungen des Internet-Vergleichsportals Verivox im Monat März 2013 1120 EUR. Dies bedeutet eine Steigerung von 412 EUR oder 58 Prozentpunkten. Die Nummern werden noch eklatanter, wenn Sie weiter zurückgehen.

Setzt man den aktuellen Durchschnittsstrompreis mit dem von 1998 ins Verhältnis, müssen die Konsumenten für ihre Elektrizitätsrechnung 67% mehr bezahlen, berechnet der BDEW für einen Dreipersonenhaushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 3500 Kilowattstunden. Anstelle von 49,90 sind heute 83,80 EUR pro Kalendermonat ausbezahlt.

Allein für die Mieten und Energien müssen die Bewohner nun ein Drittel ihres Nettoeinkommens bezahlen, mahnen die Vormunde der Mieterschaft. Im Ballungsraum könnte auch nur die halbe Mieteinnahme für Wohnung, Heizung und Strom verloren gehen. Jährlich schalten 600.000 bis 800.000 Menschen den Strom ab, weil sie ihre Rechnung nicht bezahlen.

Während es bis 2009 die gestiegenen Strombeschaffungskosten waren, ist der Freistaat heute der wichtigste Preisfaktor für die Strombezug. Rund 70 Prozent des Strompreises werden durch die staatlichen Gebühren und Gebühren gedeckt. Lediglich 30 Prozent der Kosten sind auf die Erzeugung und den Verkauf von Energie - also auf die Positionen, die der Stromversorger Einfluss nehmen kann - zurückzuführen.

Der Grund dafür ist der Wettbewerb: Aktuell gibt es mehr als 1000 Stromanbieter auf dem heimischen Strommarkt. Alle bewerben neue Kundinnen und Kunden mit oft äußerst günstigen Strompreisen in den Einspeisetarifen. Verbraucherbefürworter raten jedoch davon ab, das günstigste Gebot um jeden Preis auszusuchen. Holger Krawinkel, Energie-Experte des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen (VZBV), empfiehlt den Verbrauchern, von Gebühren mit Vorkasse, Pfand oder Strom-Paketen, für die eine gewisse Bezugsmenge für Strom festgelegt ist, Abstand zu nehmen.

Wie kostspielig vermeintlich günstige Tarife werden können, mussten bisher mehrere hunderttausend Menschen selbst miterleben. Nach wie vor sind viele Konsumenten hinter dem von ihnen im Vorhinein bezahlten Strom für Teldafax oder Flexström her, den sie nach der Zahlungsunfähigkeit nie bekommen haben. Die Strompreise steigen kontinuierlich.

Der EEG-Umlage, die die Erzeugung von Ökostrom fördert, wurde zum Stichtag 31. Dezember 2014 um 18% auf 6.240 Cents pro kWh angehoben. Das Öko-Institut geht davon aus, dass die Abgabe bis 2022 weiter anwachsen wird. Die von den Netzbetreibern an die entsprechenden Stromnetzbetreiber gezahlten Entgelte nehmen ebenfalls stetig zu - und werden dies auch in den kommenden Jahren tun.

Wem die hohe Preise entkommen wollen, hat nur eine Möglichkeit - er muss in einen vorteilhaften aktuellen Tarif umsteigen. Auch die BNetzA rät allen, die unter den bisherigen Bedingungen noch Strom von ihrem Hauptlieferanten beziehen. Und noch mehr kann man einsparen, wenn man zu einem attraktiven Lieferanten geht. Auch wenn Sie Rabattsätze mit Vorauszahlung und Pauschalpreisen weglassen, kann ein Vierpersonenhaushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 4000 Kilowattstunden mehrere hundert Euros pro Jahr einsparen, hat Verivox berechnet.

Waehrend Stuttgart, das einen relativ teueren Grundversorgungspreis hat, gut 360 Euros pro Jahr einsparen kann, spart Berlin 320 Euros, Hamburg aber nur 290 Euros. Homann bemängelt, dass 40 Prozent der Privatkunden in der Grundleistung, dem kostspieligsten aller Tarifmodelle, verbleiben. Wenn Sie einen allgemeinen Stromlieferantenwechsel erwägen und nachhaltig Kosten einsparen möchten, können Sie sich über den nachfolgenden Stromkalkulator erkundigen.

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