Wärme aus Biomasse

Biomasse-Wärme

Die Wärme aus Biomasse ist die traditionelle erneuerbare Wärmequelle der Menschheit. Vom offenen Feuer ausgehend, hat sich die Technik je nach Land und Region verändert. Der Gedanke, Biomasse zur Wärmeerzeugung zu nutzen, ist keineswegs neu. Durch die energetische Nutzung von Biomasse kann ein wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden.

Biomasse -Wärme - vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Die Wärme aus Biomasse ist eine Art der Wärmegewinnung, die uns seit den Anfängen der Menschen begleitet: Mit diesem einfachen Begriff ist es in die Moderne in Gestalt von Öfen gekommen. Pelletheizungen sind nicht wirklich eine Neuheit, erfahren aber gerade eine wirkliche Wiedergeburt, nicht zuletzt durch verschiedene staatliche und bundesweite Beihilfeprogramme.

Rohmaterialkosten sind ständig gering, insbesondere wenn man bedenkt, dass die Preise für traditionelle Wärmeerzeuger steigen. Hinzu kommt, dass diese Art der Wärmegewinnung besonders umweltschonend und rückstandsarm ist. Pelletanlagen sind daher besonders wartungsfreundlich und relativ kostengünstig zu installieren. Die Tendenz sollte auch in den kommenden Jahren weiter stark zunehmen: Derzeit sind nur rund 500.000 Pelletheizungen in Gebrauch.

Biogase können wie Gas verbrannt und sehr effektiv in Wärme umgewandelt werden. Diese wird dementsprechend bald in die vorhandenen Gasnetze einspeisen und damit für die großtechnische Wärmegewinnung ausgenutzt. Anfänglich sollte sich die Bewerbung jedoch nur für grössere Unternehmen und Betriebe aufgrund relativ grosser Anfangsinvestitionen lohnen. Dabei ist auch die Nutzung der Abhitze aus Biokraftwerken für die Wärme aus Biomasse vorgesehen.

Bereits heute wird die Überschusswärme - früher ein unangenehmes Abfallprodukt solcher Systeme - zur Heizung benachbarter Häuser verwendet. Der Grundgedanke ist ähnlich dem der Fernwärmeversorgung, wie sie heute in vielen neuen Gebäuden verwendet wird. Die zu überbrückenden Entfernungen sind jedoch bisher wesentlich kürzer, so dass man es treffend als "Nahwärme" bezeichnet.

Biomasse-Wärme

Der Gedanke, Biomasse zur Wärmeerzeugung zu verwenden, ist keineswegs unbekannt. Selbst in Wohnhäusern war ein schlichter offener Feuerraum, in dem Holz gebrannt wurde, lange Zeit die einzigste Heizquelle, und diese Art der Biomassenutzung gibt es natürlich noch heute, aber jetzt kann Biomasse viel zeitgemäßer und effizienter zur Wärmeerzeugung genutzt werden.

Heizsysteme können nicht nur mit Öl oder Gas sondern auch mit am Markt erhältlichen Pellets gefahren werden. Seitdem Heizsysteme, die Holz-Pellets als Energiequelle nutzen, in Bezug auf die Rohmaterialkosten derzeit vergleichsweise kostengünstig sind, sind solche Heizsysteme sehr beliebt. Doch da die meisten Holz-Pellets bereits aus dem Ausland eingeführt werden müssen, ist es schwierig einzuschätzen, wie sich die Rohstoffpreise in Zukunft bei weiter steigender Rohstoffnachfrage weiterentwickeln werden.

In Biokraftwerken (Biomasse-Heizkraftwerke oder Biogasanlagen), die hauptsächlich zur Stromerzeugung eingesetzt werden, wird, wie bereits im vorangegangenen Kapitel beschrieben, häufig Überschusswärme zur Beheizung von Gebäuden in der Nähe über Rohrleitungen verwendet. Weil Bioerdgas ebenso wie Naturgas problemlos zur Wärmeerzeugung verbrannt werden kann, ist vorgesehen, dass Bioerdgas künftig auch in vorhandene Gasnetze einspeisen kann.

Das könnte sich besonders für Landwirte auszahlen, die eine Anlage zwar in Betrieb nehmen, aber nicht zur Stromerzeugung einsetzen wollen.

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