Versorgungssicherheit

Sicherheit der Versorgung

Die Versorgungssicherheit ist die langfristige, kontinuierliche Sicherung der Grundbedürfnisse der Menschen. Die Versorgungssicherheit im Zeitalter der erneuerbaren Energien. Versorgungssicherheit in Deutschland ist weiterhin gewährleistet und schneidet im internationalen Vergleich gut ab. Eines der Ziele der deutschen Energiepolitik ist die Versorgungssicherheit.

Vorratssicherheit

Der Energiewandel und der zunehmende Energiehandel in Europa stellt die Strom- und Erdgasnetze in Deutschland vor große Probleme. Bei der Versorgungssicherheit spielt vieles eine Rolle: Auf den nachfolgenden Internetseiten erhalten Sie Informationen zum Zustand der Versorgungssicherheit und können herausfinden, welche Massnahmen zur Gewährleistung einer hohen Versorgungssicherheit in Deutschland erforderlich sind.

Sie können auch lesen:

Weiterlesen: Ist die Energierevolution eine Gefahr für unsere Versorgungssicherheit? Versorgungssicherheit ist ein wesentliches energiepolitisches Anliegen. Grundsätzlich gilt: Versorgungssicherheit im Energiebereich heißt, dass die erforderlichen Energiemengen stets verfügbar sind. Abhängig von der Energiequelle und dem Verbrauchsbereich kommen hier jedoch sehr verschiedene Gesichtspunkte ins Spiel, da es sehr verschiedene Risiken für die Versorgungssicherheit gibt.

Nachfolgend werden die wesentlichen, vor allem im Bereich der elektrischen Energien erörtert. Die Versorgungssicherheit ist ein sehr wichtiger Bestandteil der Versorgungssicherheit, zu der auch andere Faktoren wie die Erhaltung der Spannung gehören. Im Rahmen der Versorgungssicherheit sollte zwischen Energieeffizienz und Leistungsfähigkeit differenziert werden, zumal beide sehr verschieden von gewissen Gefahren beeinflusst werden können und auch in unterschiedlicher Weise garantiert werden müssen:

Häufig wird nur die aktuell vorhandene Kapazität (die abgesicherte Kraftwerksleistung) berücksichtigt, z.B. B. elektrischer Strom, der aus dem Netz gewonnen werden kann. Das ist im Grunde eine Sache der verfügbaren Kraftwerkskapazitäten sowie der Kapazität des Höchstspannungsnetzes für den Stromtransport. In manchen Fällen ist eine gewisse Energie nur zur Zeit nicht vorhanden, aber etwas später - zum Beispiel, wenn die Kapazität für Spitzenlasten im Moment nicht ausreicht.

Andernfalls ist die zur Verfügung stehende Energiemenge beschränkt, z.B. die während des ganzen Winterhalbjahres in einem Lande zur Verfügung stehende Strommenge. Jede Energieversorgung während des Winterhalbjahres (z.B. B. aus Windkraft oder durch Niederschläge) - unabhängig davon, wann sie auftritt - steigert die Versorgungssicherheit. Ähnliches gilt bei Gasversorgungsengpässen (siehe unten): Die an einem Tag von einzelnen Verbrauchern zu beziehende Erdgasmenge ist dann nicht beschränkt, sondern die für ein bestimmtes Bundesland innerhalb von wenigen Tagen oder gar nicht.

Abhängig davon, ob Strom oder Strom berücksichtigt wird, können sehr unterschiedliche Angaben darüber gemacht werden, ob oder wie sich unterschiedliche Energien oder Konsummuster auf die Versorgungssicherheit auswirken. B. im Nachkriegsdeutschland waren die fossilen Brennstoffe leicht zugänglich, und die Versorgungssicherheit war vor allem von den Kraftwerks- und Pipelinekapazitäten abhängig. Künftig sollte jedoch die Knappheit der Energieversorgung an Bedeutung gewinnen, was die Versorgungssicherheit in einem anderen Lichte erscheint.

Hinzu kommen weitestgehend neue Gesichtspunkte, wie die Gefährdung der Infrastuktur durch Hacker-Angriffe. Versorgungssicherheit ist bedroht, wenn die Versorgung mit Energie von einer hinreichenden Brennstoffverfügbarkeit abhängt und deren Bereitstellung bedroht oder eingeschränkt ist. Sie können in unterschiedlichen Kontexten und für verschiedene Zeiträume von Bedeutung sein. Rohöl ist der Rohstoff für viele Treibstoffe wie z. B. Heiz- und Treibstoffe wie z. B. Ottokraftstoff, Diesel und Flugturbinen.

Auch in Heizsystemen und in gasbefeuerten Kraftwerken kommt Gas eine sehr große Bedeutung zu. Die Schweiz zum Beispiel gewinnt trotz ihrer weitestgehend von fossilem Brennstoff unabhängig produzierten Elektrizität rund 48 Prozent ihrer primären Energie aus Rohöl und Gas, ihr Endenergieanteil liegt bei rund 64 Prozent (Stand 2015). Auf kurze Sicht kann die Lieferung von Rohöl und Gas durch politische Krisensituationen erheblich beeinflusst werden.

Bei länger andauernden großen Konflikten um die Erdölversorgung wäre die ganze Weltkonjunktur ernsthaft bedroht. Erst über einen kürzeren Zeithorizont (mehrere Wochen) können Versorgungsausfälle mit Speicheranlagen für Erdöl und Gas überwunden werden, woraufhin eine weitere Bewirtschaftung erforderlich wäre. Für die Erdgasversorgung ist die Lage kurzfristig noch schwieriger als für das Erdöl, da die Erdgasversorgung größtenteils über Rohrleitungen erfolgt und es in Krisenzeiten nur eingeschränkte Chancen gibt, auf anderem Wege Gas zu beziehen.

Die mittel- und langfristige Versorgung mit Öl und Gas ist auch ohne politischen Krisensituationen ernsthaft bedroht. Seit einigen Jahren weist die International Energy Agency (IEA) darauf hin, dass sich für die nähere Umgebung solche gewaltigen Schwierigkeiten abzeichnen. Dadurch würde die Nutzung fossiler Brennstoffe deutlich reduziert.

Die Versorgungssicherheit für Steinkohle ist in absehbarer Zeit ein viel geringeres Thema als für Rohöl und Gas. Das würde sich verändern, wenn die Technik der Kohlenstoffabscheidung und -speicherung (CCS) in größerem Maßstab eingesetzt würde, denn allein dann würde der Bedarf an Steinkohle aufgrund des deutlich verminderten Wirkungsgrades der Anlagen drastisch anwachsen.

Der Einsatz von Nuklearbrennstoffen wie z. B. Urin stellt für den Rohstoff kaum kurzfristige Versorgungssicherheitsprobleme dar, obwohl es sich für die meisten Abnehmerländer nicht um einheimische Energien handele. Für die Bereitstellung der elektrischen Leistung spielen nicht nur die Brennstoffverfügbarkeit, sondern auch die Kraftwerks- und Transportkapazitäten mit Starkstromleitungen eine große Bedeutung.

Weil jedenfalls in den Industriestaaten alle Anlagen an ein großes Stromnetz angebunden sind (die großen Anlagen sind unmittelbar an das Stromnetz angeschlossen), können auch unvorhersehbare Kraftwerksstillstände in der Regel mit anderen Anlagen verhältnismäßig gut überwunden werden, solange die gesamte abgesicherte Kraftwerkskapazität ausreicht. Es bleibt jedoch genügend Zeit und Gelegenheit, diese Schwierigkeiten zu umgehen.

So können z.B. einige Anlagen in die Kältereserve gelegt werden, anstatt dauerhaft abgeschaltet zu werden; sie können dann in einer angespannten Versorgungssituation in wenigen Tagen anlaufen. Aufgrund der Möglichkeit der Bilanzierung über das weltweite Stromversorgungsnetz ist die Versorgungssicherheit nicht maßgeblich von der Anlagenverfügbarkeit abhängig, vor allem nicht von einer großen Anzahl von Baseload-Kraftwerken.

Bisher lassen sich auch Stillstände von Grosskraftwerken mit einer Leistung von mehr als 1 GW vergleichsweise einfach bewältigen; im besten Fall können unvorhergesehene Langzeitausfälle von Grosskraftwerken zu regionalen Problemen führen. Für die Monate des Ausfalls des Kernkraftwerkes Leibstadt im Jahr 2005 hätten solche Schwierigkeiten bei massivem Stromausfall in der Schweiz entstehen können, wenn der Fehler nicht zum Glück im Hochsommer eingetreten wäre.

Durch den gezielten Ausbau des europäischen Verbundnetzes können auch grössere Windkraftmengen ohne weiteres absorbiert werden, obwohl die Windenergieerzeugung naturgemäss starken witterungsbedingten Schwankungen unterliegt. Manchmal kommt es zu Problemen, wenn leistungsstarke Starkstromleitungen schlagartig versagen. Möglicherweise können dann auch keine Kraftwerksleistungen eingesetzt werden, da die gewonnene Leistung nicht dahin gebracht werden kann, wo sie gebraucht wird.

Damit solche Störungen verhältnismäßig gering und rar bleiben, werden die Leitungsnetze regelmässig erweitert und verbessert. Wesentlich größer ist die Aufgabe, die Versorgungssicherheit in kleinen Insel-Netzwerken zu gewährleisten. Für die Einspeisung in das europäische Stromnetz ist diese Lage jedoch nicht von Bedeutung. Die Versorgungssicherheit hat, wie oben dargestellt, sehr verschiedene Facetten, daher gibt es auch sehr verschiedene Vorkehrungen.

Im Bereich der Elektroenergie können Investitionen in weitere Kraftwerksanlagen, Starkstromleitungen und andere Netzteile getätigt werden, um mehr Strom bereitzustellen. Gleiches trifft auf andere Endenergiearten wie z. B. Gas und Öl zu - allerdings sind die angebotsseitigen Massnahmen aufgrund der starken Abhängigkeiten von anderen Ländern erschwert.

Auf der anderen Seite kann daran gefeilt werden, die Energienachfrage und damit die Energieabhängigkeit zu verringern, insbesondere bei denjenigen Energieformen, bei denen die Versorgungssicherheit besonders gefährdet ist. Der Aufbau von geeigneten Infrastruktureinrichtungen - z.B. B. Öffentliche Verkehrsmittel - ist auch hier nützlich, um den Grundbedarf mit wenig fossilen Energieträgern decken zu können. So wird zum Beispiel, obwohl große Erdölvorräte aufgebaut werden, der zunehmende Ausbau des Privat- und Luftverkehrs vorangetrieben, obwohl sie die Ölabhängigkeit besonders deutlich steigern.

Auf dem Gebiet der Elektroenergie wird zum einen der Ausbau der Elektrizitätsnetze durchgeführt, zum anderen werden Konsumenten wie elektrische Heizgeräte, die die Elektrizitätsnetze besonders schwer beanspruchen (besonders in Engpasswochen ), ignoriert oder gar ein künftiges Verbot der Elektroheizung in Zweifel gezogen und abgeschwächt. So gibt es zum Beispiel nur wenige Möglichkeiten, die ökonomische Anfälligkeit, die durch den starken Anstieg der Ölpreise im Falle einer Krise bei starker Ölabhängigkeit entsteht, abzumildern.

Zum Beispiel sind die quantitativen Informationen gelegentlich hilfreich, um die Versorgungssicherheit in den einzelnen Staaten zu beobachten oder zu messen. Auf dem Gebiet der Elektroenergie können statistische Informationen über unvorhergesehene Energieausfälle (Versorgungsunterbrechungen) verwendet werden - wie die Häufigkeit der Unterbrüche, die Gesamtdauer der Unterbrüche in einem Jahr, die nicht durch Unterbrüche gelieferte Energiemenge und die ungedeckte Auslastung.

Gerade deshalb sind sie aber noch lange nicht in der Lage, alle für die Versorgungssicherheit wichtigen Gesichtspunkte zu beachten. Als Beispiel sei hier die Gefährdung der Strominfrastruktur durch Hacker im Kontext eines weltweiten Konfliktes genannt, der möglicherweise zu größeren Versorgungsengpässen führen könnte. Der Kraftwerkspark wird durch die Energierevolution in Deutschland stark verändert und hat somit einen potenziellen Einfluß auf die Versorgungssicherheit.

Eine Tendenz zur Beeinträchtigung besteht darin, dass die sichere Verfügbarkeit von Windkraftanlagen und Photovoltaiksystemen nur einen verhältnismäßig kleinen Teil ihrer maximalen Auslastung ausmacht. Solche Anlagen werden jedoch zusammen mit anderen Kraftwerken eingesetzt, die eine bedarfsgerechte und nicht eine angebotsorientierte Produktion ermöglichen. Zunehmend schwankende Einspeisevergütungen erfordern einen Netzausbau bzw. einen Speicherausbau für die deutlich teuere Variante der elektrischen Energien.

Ein Rückgang der Versorgungssicherheit, der an der durchschnittlichen Länge ungeplanter Stromausfälle pro Jahr zu messen ist, ist jedoch seit Anfang der Energieumstellung nicht mehr zu verzeichnen; im Gegensatz dazu sind die Stromausfälle noch geringer geworden[1]. In ihrem Monitoringbericht 2015 stellte die BNetzA zudem fest, dass die Versorgungssicherheit sehr hoch ist (mit einer Versorgungssicherheit von 99,998 %) und im Vergleich zu den vergangenen Jahren noch zunimmt.

Einen signifikanten Einfluß des Energieübergangs auf die Qualität der Versorgung ist bisher nicht erfahrbar. Die Versorgungssicherheit, ausgedrückt in der mittleren Versorgungsunterbrechungsdauer der Konsumenten, ist übrigens in Deutschland deutlich größer als etwa in Frankreich und den USA. Das RP Energy Blog stellt interessante Fakten zum Bereich Energy vor.

Mehr zum Thema