Subventionen Windkraft

Zuschüsse für Windenergie

die Steuerzahler für die Verwendung erheblicher Subventionen zur Verantwortung zu ziehen. Die Deutschen zahlen zwei Milliarden Euro pro Jahr für Windenergie. Wind turbines in Kaiser-Wilhelm-Koog in Schleswig-Holstein.photo: dpa. Das EEG und die Förderungen haben vergleichbare oder ähnliche wirtschaftliche Auswirkungen.

Windkraft: Offshore-Anlagen kommen ohne Subventionen aus

Für die risikoreichen Großvorhaben wurden die Anleger durch eine besonders großzügige Vergütung nach dem Ökostrom-Gesetz (EEG) bezahlt. Im Durchschnitt bezahlten die Konsumenten über ihre Elektrizitätsrechnung zwölf Cents pro kWh aus den maritimen Windparks: ein wesentlich höherer Betrag als die EEG-Vergütung für Windenergie an Land oder Sonnenenergie, die heute nur noch rund acht Cents ausmacht.

Vor allem in den letzten Jahren hat die Offshore-Industrie einen wachsenden Teil der jährlichen Gesamtkosten von 22 Mrd. EUR für die Umstellung der Energieversorgung übernommen. Allerdings erhebt sich nun die Fragestellung, ob die Offshore-Windenergie überhaupt auf dieser Ebene gefördert werden muss. Auf einmal wird klar, dass die Planung von Windparks auf See in Zukunft nahezu ohne Subventionen auskommen kann und will.

Von den vier von der Föderalen Netzagentur ausgeschriebenen Projekten erhielt der Energieversorger Dong, der eine Finanzierung von bis zu sechs Cents pro kWh einforderte. Dong errichtet zwei weitere Parkanlagen günstiger. Allerdings kommt das einzigste Bauangebot ohne Subventionen vom EnBW-Konzern. So wird der vorgesehene Nordsee-Windpark die erste große Ökostromquelle sein, die ausschließlich durch den Verkauf von Strom am Strommarkt finanziert wird und keine Verbrauchersubventionen mehr benötigt.

Vor allem aber steht die Offshore-Windindustrie unter Erklärungsdruck: Warum hat die Industrie eine der höchstmöglichen Einspeisetarife nach dem EEG seit Jahren gefordert und erhalten, wenn sie anscheinend ganz ohne Subventionen arbeitet? Die Tatsache, dass eine Kostenschätzung von zwölf Cents pro kWh in so kurzer Zeit auf Null Cents sinkt, ist wohl einmalig.

"Die Ausschreibung hat mittel- und langfristig Kostensenkungspotentiale erschlossen, die zu einem unerwartet hohen Subventionsabbau führt ", so Jochen Homann, Vorsitzender der BNetzA. Das ist für alle Stromkunden angenehm, die die Finanzierung der regenerativen Energiegewinnung über die Abgabe des EEG mittragen. "Das von der Windkraftindustrie vehement bekämpfte und kritisierte neue Vergabeverfahren sichert anscheinend größtmögliche Kostengenauigkeit.

Früher war es denkbar, dass die Windenergieanlagen in Nord- und Ostsee einen besonders großen Bedarf an Subventionen hatten. Für die Teilnahme an dieser Risikotechnik wurden daher sowohl Kreditinstitute als auch Versicherungsunternehmen gut bezahlt. Da Offshore Windparks jedoch relativ viele Betriebsstunden pro Jahr erzeugen, wurde die Technologie des Bundes als förderwürdig erachtet. Nach dem EEG müsste der Konsument daher in einer einzigen Ausprägung für acht Jahre 19,4 Cents für die Kilowattstunde aus dem Wasser abführen.

Bei einer Förderdauer von 20 Jahren ergeben sich daraus durchschnittlich zehn bis 13 Cents pro Kilometer. Mit einem registrierten Produktionsbedarf von nur 4,99 Cents pro kWh erhielt das Unternehmen den Auftrag für das Ostseeprojekt Kriegers Flak. Shell erhielt in der Nordsee den Auftrag für die Windkraftanlagen Borssele 3 und 4 mit einem Förderantrag von 5,4 ct/km.

Daß der Förderbedarf jetzt fast Null zu sein scheint, erklären Brancheninsider mit unterschiedlichen Auswirkungen. Schliesslich dürfte auch die geringe Ausschreibung neuer OffshoreWindparks durch die deutsche Regierung zu einem besonders starken Konkurrenzdruck unter den Anbietern führen.

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