Stromwechsel Erfahrungsberichte

Elektrizitätsveränderung Erfahrungsberichte

Stromänderung - Haarsträubung - Botschaft Meine neue Stromanbieterin sammelt Geld, ohne einen Transitvertrag mit der bisherigen Anbieterin zu haben", meint Bernd A. Und Jutta S. beschwert sich: "Meine alte Anbieterin wollte meinen Elektrizitätsanschluss abschalten. In der Folgezeit sandte er mir immer wieder eine Rechnung, obwohl ich schon lange bei einem anderen Provider war. Über 20 Prozentpunkte hatten bereits den Versuch unternommen, den Stromlieferanten zu tauschen.

Aber ihre Erlebnisse sind beängstigend: Nahezu jeder zweite Mensch meldet während der Veränderung eine Komplikation. Dabei werden die Lieferanten nicht müde, die Änderungsfreundlichkeit ihrer Werbebotschaft zu verbreiten. Es gibt, wenn überhaupt, nur mit dem Wettbewerb verbundene Schwierigkeiten. Selbst große Versorger wie Bayernwerk, PreussenElektra, RWE Energy und Yello Stream sind bei weitem nicht immer in der Lage, ihre neuen Abnehmer zum angegebenen Zeitpunkt mit Elektrizität zu versorgen.

Häufig der Grund: Alte und neue Lieferanten sind nicht in der Position, die Tarife und Konditionen für den "Transit" des neuen Stromes durch die Netzwerke des Altlieferanten in einem akzeptablen Zeitraum zu verhandeln. Allerdings wird deutlich, dass kein Provider aktuell einen reibungslosen Übergang gewährleisten kann. Die Lieferantin hat nie Elektrizität bereitgestellt.

Zahlreiche Stromverbraucher hatten eine Vorauszahlung von 60 DM geleistet, die sie nicht mehr sahen. Wer ist überrascht, dass viele lieber bei ihrem bisherigen Lieferanten verbleiben wollen, obwohl sie Geld einsparen oder mehr Gewicht auf den Schutz der Umwelt legen mochten? Hauptsächlich nannten die Autoren die Unwägbarkeiten der Änderung als Grund für ihren Aufenthalt beim bisherigen Provider.

Nach Angaben des Stromversorgungsverbandes sind knapp 90 Prozentpunkte der Bevoelkerung mit ihrem jetzigen Stromlieferanten einverstanden. Dagegen haben unsere Leserschaften ihrem jetzigen Energielieferanten recht schlecht abgeschnitten: Die Strompreise sind nach Ansicht eines Drittels allenfalls eines "ausreichenden" Preises wert, nur wenige kommen zu "sehr gut" aus - noch schlimmer sind die Bewertungen für den Umwelt.

Fast ein gutes Viertel derjenigen, die noch nicht getauscht haben, wären dazu bereit, wenn ein anderer Lieferant dem Thema Umwelt mehr Bedeutung beimisst. Bei den meisten ist jedoch der Marktpreis das Hauptargument: Etwas mehr als zwei Dritteln der Teilnehmer wollen sich ändern, wenn der neue Stromlieferant günstiger ist. Ebenso waren die Ursachen für den eigentlichen Lieferantenwechsel ähnlich: 21% aller Einträge dienten dem Schutz der Umwelt.

Dies zeigt sich auch daran, dass oft ein neuartiger Anbieter von Ökostrom benannt wurde - wie Greenpeace, NATURSTRÖM AG oder Elektroizitätswerke Schönau. Hauptsächlich aber war der Grund für den eigentlichen Stromlieferantenwechsel der Kosten. Manche nannten auch noch weitere Argumente - zum Beispiel die Unbefriedigung mit dem bisherigen Lieferanten, der, so ein Interessent, "jahrelang den Kostenrahmen völlig überstrapaziert hatte".

Zahlreiche Altanbieter sind mit den Verkaufspreisen gesunken und haben neue Produkte auf den Markt gebracht. Für sie ist es wichtig, dass sie die Preise senken. Dabei geht es nicht so sehr um den Schutz der Umwelt - nur sechs Prozentpunkte gaben ihn als Begründung an. Über 80 Prozentpunkte wollten nur Geld einsparen. Das geht mit einem neuen Auftrag mit dem bisherigen Provider verhältnismäßig zügig.

Diese Argumentation könnte vor allem von den Altlieferanten in den neuen Ländern vertreten werden. Weil es immer noch viele Schwierigkeiten mit dem Wandel gibt: Um die Stromerzeugung aus der ostdeutschen Braunbraunkohle zu schützen, können die ehemaligen Monopole die Übertragung von Fremdstrom über die Netzwerke ablehnen. Auch die Energie- und Justizberater in den Verbraucherzentren haben mit den unübersichtlichen Bedingungen auf dem Elektrizitätsmarkt zu tun.

"In unserem Fall wurde auch nur einmal der Stromschlag von jemandem ausgeschaltet. Lediglich eine einstweilige Anordnung hat den Anbieter gezwungen, den Elektrizität wieder einzuschalten", sagt Sabine Fritschka von der Brandenburgischen Konsumenteninformation. So können sich die alten Monopole die Finger rühren - und die Härchen der willigen Stromverbraucher bleiben am Ende.

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