Stromversorgung Schweiz

Elektrizitätsversorgung Schweiz

Mit Lieferverträgen für Strom aus französischen Kernkraftwerken sicherte sich die Schweiz im Winter die gefährdete Stromversorgung. mw-headline" id="Geschichte">Geschichte[Bearbeiten">/a> | | | >>/span>Quellcode bearbeiten]> Der Schweizer Strommarkt repräsentiert die in der Schweiz operierende Stromwirtschaft. Die erste Gleichstromanlage der Schweiz und das erste Kleinwasserkraftwerk mit 7 Kilowatt für die Speisezimmerbeleuchtung im Kulm Hotel St. Moritz von Johannes Badrutt wurden im Jahre 1879 in St. Moritz in Dienst gestellt.

Das erste Schweizer Elektrizitätswerk Thorenberg in Littau - es war das erste der Welt - versorgte im Mai 1886 zum ersten Mal Dritte mit Elektrizität (Wechselstrom) über ein Elektrizitätsnetz.

Das erste Niederdruckkraftwerk wurde 1878 in Zürich an der Kraftwerksanlage von Lett (Limmat) und 1886 in Genf (La Coulouvrenière) gebaut. Im Jahre 1886 wurde das 2000 PS starke Taulankraftwerk bei Montreux in Betrieb genommen, um die erste Elektrostraßenbahn der Schweiz, die 1888 in Betrieb genommen wurde, und die zweite in Europa von Vevey nach Chillon, sowie ab 1889 die Stadt Vevey und Montreux zu erhellen.

Sie ist mit einer Abwurfhöhe von 250 Metern das erste Hochdruck-Kraftwerk für den Antrieb von elektrischen Stromerzeugern in der Schweiz. Die erste Gleichstrombahn der Schweiz wurde 1888 auf der Linie Kehrsiten-Bürgenstock mit einer 3 Kilometer lange 1800 Volt Leitung einweiht. Ganz in Budapest, von den Eidgenossen gegründet, errichtete für die Brüder Troller das erste schweizerische AC-Kraftwerk Thorenberg in Littau mit dem von ihren beiden Angestellten im Jahre 1885 entwickelten Ringkerntransformatorikum.

Über eine Freileitung versorgten drei 200 PS starke Wechselstromgeneratoren mit einer Gesamtwechselspannung von 2000 V, die an jedem Receiver auf 100 V heruntergefahren wurden. Das Drehstromsystem wurde weitgehend vom schweizerischen Konstrukteur Charles Éugene Lanzelot Brown entwickelt. Im Jahre 1895 wurde der Verein Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) mit über 400 Mitglieder (Stand 2015) gegründet[5] und die Zürcher Zentralbank für Elektrounternehmungen ins Leben gerufen.

Am Ende des Jahres 1900 wurden im Alter von 40 Jahren rund 2.000 Kilometer Starkstromleitungen für regionale Netze gebaut, und der industrielle Aufschwung bis hin zum Ersten Weltkrieg führte zu einem höheren Strombedarf, der durch den Neubau einer Reihe von sehr effizienten Großkraftwerken mit höheren Wassergradienten gedeckt wurde. Im Jahre 1901 gründet der Waadtländer Bezirk die Kompagnie Waadt des Force des Lacs de Joux et de l'Orbe FMJ (ab 1954: Kompagnie Waadt der Elektrizität), das erste Kantonskraftwerk der Schweiz.

In der Schweiz gab es um 1910 rund 7'000 kleine Wasserkraftwerke bis 10 Megawatt (Mühlen, Laufräder oder kleine Windkraftanlagen zur Stromerzeugung oder zur reinen Mechanik). Das Laufwasserkraftwerk wurde 1904 zum ersten Pumpspeicherwerk der Schweiz ausgebaut. Die Verknappung der Kohle im Ersten Weltkrieg gab der 1912 eingerichteten Kommission für elektrische Energie der SBB einen kräftigen Schub und trieb die Stromversorgung der SBB in sechs Stufen von 1919 bis 1960 voran.

Die Maggia Energiewerke errichteten in den 50er und 60er Jahren ein Kraftwerk mit Wassergalerien in zwei Bauabschnitten vom höchsten Stausee der Schweiz, dem Greyerzersee, über die Kernkraftwerke Alstafel, Robiei, Bavona, Peccia, Carvergno bis zum Kraftwerk in der Nähe von Brissago am Lago Maggiore. Im Jahr 1965 wurde die größte Schweizer Wasserkraftwerkanlage fertig gestellt: Die 285 Meter hoch gelegene Talsperre ist die viertgrößte der Erde (2015).

Die 80er Jahre brachten rund 1200 Kraftwerke für die landesweite Versorgung und 80 (11% der Stromproduktion) für die Wirtschaft (Alusuisse, Lonza, etc.) und die Bahn (SBB, etc.). In der Schweiz gab es im Jahr 2000 250'000 Kilometer Mittel- und Niederspannungsnetze. Im Jahr 2007 wurden 53 Prozent des Stromverbrauchs mit Wasserkraft, 42 Prozent mit Atomkraftwerken, 3 Prozent mit konventionellen thermischen Anlagen und 2 Prozent mit erneuerbaren Energieträgern gedeckt.

Anfang der 70er Jahre stammten knapp 90 Prozent der Stromerzeugung aus Wasser. Durch die Inbetriebsetzung der Schweizer Atomkraftwerke sank der Marktanteil bis 1985 auf 60% und beträgt nun (2015) 56%. In den 604 Wasserkraftwerken (zentral = mind. 300 kW) werden im Durchschnitt 36 Terrawattstunden pro Jahr erzeugt, in Laufkraftwerken 48 Prozent, in Speicher- und 4 Prozent in Pumpspeicherwerken.

63% des Stromes stammen aus den Gebirgskantonen Uri, Bünden, Kanton Wallis und Elsass. Der Aargau und die Kanton Bern sind wichtige Stromversorger. Auf einem 20.000 m großen Areal auf dem Mont Soleil wurde 1992 das damals größte Photovoltaik-Solarkraftwerk Europas zu Forschungs- und Vorführzwecken gebaut. Im Jahr 1990 wurde die schweizerische Energiestrategie zum ersten Mal in der Schweizerischen Bundesverfassung festgeschrieben.

Art. 102 der Verfassung ist für den Bund verbindlich: Der Bund sorgt für die Grundversorgung des Bundes mit lebensnotwendigen Güter und Leistungen bei machtpolitischen oder militärischen Drohungen und bei schwerwiegenden Mängeln, denen die Volkswirtschaft selbst nicht gegensteuern kann. Der Elektrizitätsmarkt in der Schweiz ist teilgeöffnet. Ursprünglich hatte sich der Bundesrat zum Ziel gesetzt, den Elektrizitätsmarkt bis 2003 im Einklang mit der EU voll zu öffnen.

Seit 1958 ist das Netz in Europa privatrechtlich organisiert, die Stromgesellschaft Laufenburg (EGL) entwickelt sich zu einem zentralen Handelsplatz für die europäischen Stromerzeuger. Die Strombörse sollte die gegenseitige, vertragliche Absicherung der betroffenen Staaten sicherstellen. Mit Stromlieferverträgen für französische Kernkraftwerke hat die Schweiz die Stromversorgung im winterlichen Umfeld gesichert.

Im Laufe der Zeit rückte der Elektrizitätshandel in den Mittelpunkt und Laufenburg verlor seine Vorreiterrolle. Gegenwärtig ( "2015") fließen rund 10 Prozent des zwischen 34 europäischen Staaten gehandelten Stroms durch die Schweiz, vor allem wegen ihrer geographischen Position und politischer Selbstständigkeit. Im Jahr 2011 hat die Schweiz 83 Terawattstunden importiert und 81 Terawattstunden Elektrizität exportiert, während der Inlandsverbrauch 59 Terawattstunden beträgt.

Der Aussenhandel mit Elektrizität erzielte einen Überschuss von 1 Mrd. CHF. Das Handelsvolumen des Stroms bewegt sich in Richtung des Finanzmarktes, wodurch die gehandelten Strommengen etwa zehnmal so hoch sind wie der physisch verfügbare Strombedarf. Nichtindustrielle Wettbewerber (Banken, Hedgefonds) dringen in das Elektrizitätsgeschäft vor. Schweizerische Stromhandelsgesellschaften unterliegen dem Börsen- und Wertpapierhandelsgesetz und der Aufsicht der Schweizerischen Finanzmarktaufsichtsbehörde (Finma).

W. Wyssling: Die Entstehung der Kraftwerke in der Schweiz und ihrer Komponenten. Elektrotechnische Vereinigung Schweiz, 1956 Hans Lienhard: Die Stromwirtschaft der Schweiz. Antón Gunzinger: Kräftewerk Schweiz - Appell für eine Energierevolution mit Perspektive. Im: Geschichtswörterbuch der Schweiz. Strommarkt - Die Elektrizitätsbehörde will die Öffnung des Marktes verlangsamen. NZZ. 12. Jänner 2015. Hochsprungplatz ? Statistisches Bundesamt BFS 2001. Hochsprungplatz Lukas Hämmerle: Historie des Elektrizitätsnetzes der Schweiz.

Die Schweiz hat zwei der vier Kernelemente der OECD-Kriterien für die Öffnung des Strommarktes liberalisiert: "Grosshandel" (seit 1970) und "Netzzugang Dritter" (seit der Entscheidung des Bundesgerichtshofs 2003). Höchstspringen EWZ Energiewerk Höngg@1@2Template:Toter Link/www.stadt-zuerich.

Mehr zum Thema