Strompreise Sinken

Die Strompreise sinken

Aus Sicht der Verbraucherzentralen sind die Stromkosten in Deutschland ungerecht verteilt. Kann der Verbraucher mit niedrigeren Strompreisen rechnen? Die Öffnung des Marktes für den freien Wettbewerb sollte den Strommarkt und damit niedrigere Preise regulieren. Starke Subventionen für Ökostrom und hohe Strompreise:

Strompreise: Wo die Strompreise 2018 fallen werden - Finanzen

Es ist nicht jeder Provider gerecht und gibt fallende Preise an seine Kundschaft weiter. Seitdem das Stromnetz und die Energieversorgung in Deutschland voneinander abgetrennt sind, müssen die Versorgungsunternehmen für die Benutzung der Anschlüsse Entgelte entrichten. Die so genannten Netznutzungsentgelte werden im nächsten Jahr an vielen Stellen sinken, zum Beispiel in Berlin, München und Frankfurt. Einzig die Fragestellung ist: Werden die Stromanbieter die fallenden Preise an ihre Abnehmer abwälzen?

Die Verbraucherschutzportal Finanztip hat die provisorischen Netzgebühren von 34 großen Stromnetzbetreibern erhoben. Das bedeutet, dass die Kurse in Bayern ebenso wie im nördlichen, östlichen und mittleren Teil der Bundesrepublik sinken werden. Abhängig vom Strombedarf liegt der Durchschnitt bei 12 bis 40 ? im Jahr. Dagegen werden die Netzzuschläge in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Südwesthessen nur leicht um 10 bis 12 EUR pro Jahr anwachsen.

Die neuen Netzgebühren haben somit konkrete Auswirkungen auf die Strompreise in den sechs großen Bundesstädten, gerechnet für Single mit einem Stromverbrauch von rund 1.500 Kilowattstunden (kWh) und für eine große Gastfamilie (4.500 KWh pro Jahr): Der Preis steigt: Der Aufwand bleibt stabil:

Das Beispiel Hamburg verdeutlicht, dass die Strompreise nicht immer mit steigendem Konsum gleichmässig steigen. Denn die meisten Netzwerkbetreiber verlangen einen Strompreis pro verbrauchte kWh (sog. Energiepreis) zuzüglich einer Vergütung für den eigentlichen Stromanschluss (sog. Grundpreis). Zwei von drei Netzwerkbetreibern reduzieren laut Umfrage von der Finanztip den Energiepreis.

Das Ergebnis: Der fixe Kostenanteil der Strompreiserhöhungen und Energieeinsparungen werden nicht zwangsläufig honoriert. Spannend wird nun die Fragestellung sein, ob die Stromverbraucher auch die Einsparungen ihrer Lieferanten erhalten. Wenn ein Energieversorger den Stromverbrauch für 2018 ändern will, muss er den Strom abnehmer frühzeitig informieren. Ob der Anbieter den Verkaufspreis hebt oder herabsetzt, sollte der Konsument immer überprüfen, ob die Veränderung zumutbar ist.

Die komplette Bewertung der Umfrage hat die Firma Finanztip ins Netz gestellt. Für den Fall, dass es sich um eine Umfrage handelt. Die gute Nachricht: Ändert sich der Preis für Strom, haben die Verbraucher ein besonderes Kündigungsrecht und können den geltenden Tarif bis zum Ende der Mindestvertragslaufzeit auflösen. Allerdings sollten Sie sich dann sofort um einen neuen Elektrizitätsvertrag bemühen. Ändert der Anbieter den Stromverbrauch nicht, obwohl die Netznutzungsentgelte sinken, kommt nur dem Anbieter zugute.

An ihn ist der Besteller so lange geknüpft, wie der Elektrizitätsvertrag anhält. Die Texte stammen aus dem laufenden Rundbrief von Finantip. Die gemeinnützige Organisation unterstützt Verbraucher bei ihren alltäglichen finanziellen Entscheidungen.

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