Strompreise für Unternehmen

Elektrizitätspreise für Unternehmen

Energieausgaben sind für viele Unternehmen ein wichtiger Kostenfaktor. Prinzipiell können Unternehmen aller Branchen auf Industriestrom zurückgreifen. Elektrizitätspreise für Unternehmen: Der deutsche Elektrizität kann so günstig sein

Der deutsche Elektrizitätsmarkt kann wirklich günstig sein - wenn Sie ein Unternehmen sind. Unternehmen können nur über Strompreise von 25 Cents pro Kilometer pro Kilowattstunde und mehr, die private Haushalte bezahlen müssen, lächeln. Kleine Unternehmen bezahlen oft nur 12,8 Rappen pro kWh - und selbst diese sehen die Grossindustrie, die ihren Strombedarf für etwas weniger als 6,4 Rappen pro Kilowattstunde deckt, eifersüchtig an.

Die Wirtschaftszeitschrift "Capital" berichtete über diese Werte im Vorfeld und stellte fest, dass die Preisspannen zwischen großen Industrieunternehmen und kleinen Unternehmen nirgends so groß sind wie in Deutschland. Grossverbraucher sind oft von der Stromsteuer und -abgabe ausgenommen, während kleine und mittlere Unternehmen in der Regel eine Abgabe wie die EEG-Abgabe haben. Bei privaten Verbrauchern kommt noch die Umsatzsteuer hinzu, die für Unternehmen vorübergehend ist und daher keinen Einfluss auf die Kosten hat.

Die Zeitschrift verweist auf Angaben des EU-Statistikamtes Eurostat für das erste Semester 2013, wonach große Unternehmen im EU-Durchschnitt rund sieben Cents pro kWh und damit mehr bezahlen als in Deutschland. Laut Eurostat bezahlen mittelständische Unternehmen in der EU rund elf Cents pro kWh, also wesentlich weniger als in Deutschland. Die Strompreislücke führt, wie "Capital" weiter ausführt, auch innerhalb des Bundesverbandes der deutschen Industrie (BDI) zu Spannungsspitzen.

"Die Divergenz der Strompreise in der Branche beunruhigt uns. Grund für den Preisdruck ist die Befreiung der Branche von der Ökosubvention. Großverbrauchern kommen weitreichende Rabatte auf die EEG-Umlage zugute, sofern die Elektrizitätskosten mehr als 14% der Wertschöpfung erwirtschaften.

Andererseits profitiert das Unternehmen, das seinen Strombedarf über die Börse bezieht, vom drastischen Rückgang der Großhandelspreise aufgrund eines häufig auftretenden Überangebotes an regenerativ erzeugtem Strombedarf.

Elektrizitätspreise für Unternehmen: Es gibt diese Staatsreliefs.

Energieausgaben sind für viele Unternehmen ein bedeutender Kostenfaktor. Wenn möglich, muss auch die staatliche Unterstützung in Anspruch genommen werden. Im Jahr 2016 wurden nach einer Untersuchung des Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft e. V. (FÖS) deutsche Unternehmen vom Land um rund 17 Mrd. EUR an Strom- und Energiepreisen befreit. 11,5 Mrd. wurden statt dessen von anderen Stromverbrauchern (private Haushalten und Kleinunternehmen) ausbezahlt.

Davon entfällt rund ein Drittel (6,5 Milliarden Euro) auf Ausnahmeregelungen zur EEG-Umlage und ein Quartal (4,5 Milliarden Euro) auf Ausnahmeregelungen zur Energie- und Stromabgabe. Für einen privaten Haushalt oder für nicht privilegierte Unternehmen beläuft sich die Stromabgabe auf 2,05 Rappen pro Kilometer. Die produzierenden Industrien und die Agrarwirtschaft bezahlen nur 75 v. H. des Normalsteuersatzes ab einem Grundbetrag von 1000 EUR.

Im Jahr 2016 wurden dadurch rund 1 Mrd. für Elektrizität und 160 Mio. für andere Energieprodukte eingespart. Die energieintensiven Verfahren in der Altglas-, Keramiken-, Zement-, Kalk-, Baustoff-, Dünger- und Metallindustrie sind von der Energie- und Stromsteuer befrei. Im Jahr 2016 wurden Fördermittel in Höhe von 720 Mio. EUR für Elektrizität und 590 Mio. EUR für andere Energieträger erwartet.

Der größte Teil der Erleichterung bei der Elektrizitätssteuer wird im Zuge der so genannten Spitzenvergütung bewilligt. Die Unternehmen des verarbeitenden Sektors erhalten je nach Arbeitgeberbeitrag bis zu 90 % der Rentenversicherungsbeiträge des Unternehmens erstattet. Im Jahr 2016 werden Steuererleichterungen in Höhe von 1,9 Mrd. für Elektrizität und 180 Mio. für Energieprodukte zusammenkommen.

Der größte Teil der Steuererleichterungen für Unternehmen besteht aus Ausnahmeregelungen zur EEG-Umlage. Die energieintensiven Unternehmen des verarbeitenden Sektors können von der Sonderausgleichsregelung (BesAR) Gebrauch machen, für die eine große Zahl von Einzelregelungen gilt. Die Belastung der Unternehmen wurde im Jahr 2016 um rund 4,2 Milliarden EUR reduziert. Sofern Unternehmen selbst produzieren oder Kraftwerkskomponenten für sich angemietet haben, wird auf diesen Elektrizitätsstrom eine verminderte Abgabe im Rahmen des EEG berechnet.

Mit diesem eigenen Stromprivileg konnten die Unternehmen im Jahr 2016 rund 2,3 Milliarden Pfund sparen. Die Unternehmen werden in der Regel als Spezialkunden betrachtet und müssen daher für diese Abnehmergruppe nur den verhältnismäßig niedrigeren Tarif von 0,11 Cent/kWh zahlen. Von der Konzessionsgebühr können Einrichtungen jedoch auch dann vollständig ausgenommen werden, wenn der Einkaufspreis für Elektrizität unter dem offiziellen Limitpreis des vorletzten Geschäftsjahres ist.

Diese Kosteneinsparungen werden für 2016 auf 3,9 Milliarden EUR geschätz. Verglichen mit der Senkung der Stromabgabe, der EEG-Abgabe und der Konzessionsabgabe sind die anderen Steuersenkungen weniger belastend, belaufen sich aber im Jahr 2016 auf weitere 2 Mrd. Diese beinhalten reduzierte Netzabgaben (

184 Mio.), eine geringere KWK-Abgabe (7 Mio.), eine Offshore-Abgabe (160 Mio.), 18 AbLaV-Zertifikate (11 Mio.) und die unentgeltliche Vergabe von CO Damit Sie die mögliche Steuererleichterung für Ihr Unternehmen bestmöglich nutzen können, müssen zunächst die verschiedenen Optionen bekannt sein.

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