Strompreise Europa Industrie

Elektrizitätspreise Europa Industrie

Elektrizitätspreisstatistik - Statistik erklärt Die: Die: Die: Die: Die: Die: Die: Die: Die: Die: Die: Die: Die: Die: Die: Die: Die: Die: Die: Die: Die: Dieser Beitrag stellt die Strompreisentwicklung für Industrie und private Haushalte vor. Hierzu zählen die geopolitischen Gegebenheiten, der landesweite Strommix, die Diversifikation der Importe, die Kosten des Netzes, die Umweltkosten, die extremen Witterungsverhältnisse sowie die Verbrauchssteuern und -gebühren.

In den in diesem Beitrag genannten Tarifen für Privatkunden sind MwSt., Zölle und Umsatzsteuer inbegriffen. Bei Industriekunden/Unternehmen sind dagegen die abzugsfähigen Gebühren und Zölle sowie die Umsatzsteuer nicht inbegriffen. Eine Übersicht über die Strompreise der vergangenen drei Jahre (zweite Jahreshälfte) in EUR pro erzeugter Leistung pro Stunde (EUR pro kWh) gibt Tab. 1.

Der höchste Strompreis für Privatkunden (im Sinne dieses Beitrags als Durchschnittsverbraucher zwischen 2 500 und 5 000 Kilowattstunden pro Jahr definiert) wurde in der zweiten Jahreshälfte 2016 von den EU-Mitgliedstaaten Dänemark (0,308 EUR/kWh), Deutschland (0,298 EUR/kWh) und Belgien (0,275 EUR/kWh) gemeldeter.

Die Strompreise waren in Bulgarien (0,094 EUR pro kWh), Ungarn (0,113 EUR pro kWh) und Litauen (0,117 EUR pro kWh) am geringsten. Die Strompreise für Privatkunden waren in Dänemark und Deutschland mehr als drei Mal höher als in Bulgarien. In der EU-28 lag der Durchschnittsstrompreis für Privatkunden (ein gewogener Mittelwert der neuesten Haushaltsstromverbrauchsdaten (2015) bei 0,205 EUR pro kWh).

Schaubild 2 verdeutlicht die Strompreisentwicklung für Privatkunden in der EU-28 seit dem ersten Semester 2008: Die Strompreise sind 2008 angestiegen, in der ersten Jahreshälfte 2009 gesunken und in der zweiten Jahreshälfte 2009 unverändert. Schaubild 3 verdeutlicht die Änderung der Strompreise für Privatkunden einschließlich aller Abgaben und Mehrwertsteuern in Landeswährung zwischen dem zweiten Semester 2015 und dem zweiten Semester 2016 Diese sind in 15 EU-Mitgliedstaaten im Berichtsjahr gesunken.

Die höchsten Preissteigerungen für Haushaltsstrom wurden in Belgien (16,7%) verzeichnet, während Zypern (-11,8%) und die Niederlande (-13,8%) die höchsten Preissenkungen aufwiesen. Schaubild 4 verdeutlicht, wie hoch der Steuer- und Abgabenanteil am gesamten Elektrizitätspreis für Privatkunden war: Der niedrigste Steuersatz lag im zweiten Semester 2016 in Malta (4,8%), wo der MwSt-Satz gering ist und keine weiteren Gebühren auf den Basispreis für Privatkunden anfallen.

Der höchste Steuersatz am Endstrompreis wurde in Dänemark verzeichnet, wo 67,8 Prozent des Gesamtpreises auf die Steuer und Zölle entfielen. Wie sich der Stromverbraucherpreis für Privatkunden aus den drei Bestandteilen Strom und Versorgung, Netznutzungskosten sowie Gebühren und Gebühren ergibt, ist in der folgenden Übersicht dargestellt. Vergleicht man die Bestandteile Strom, Versorgung und Netzwerkkosten in Abb. 5, so ergibt sich, dass der Marktanteil der Netzwerkkosten in Malta, Griechenland, Zypern, Bulgarien, dem VK, Spanien, Italien und Irland verhältnismäßig niedrig war.

Von den EU-Mitgliedsstaaten Italien und Deutschland wurden in der zweiten Jahreshälfte 2016 die größten Strompreise für industrielle Kunden (im Sinne dieses Beitrags als Durchschnittsverbraucher zwischen 500 und 2 000 Megawattstunden pro Jahr definiert) verzeichnet (siehe Schaubild 6). In der EU-28 (ein gewogener Mittelwert der neuesten einzelstaatlichen Angaben (2015) über den industriellen Verbrauch) lag der durchschnittliche Preis bei 0,114 EUR/kWh.

Die Strompreisentwicklung für industrielle Kunden in der EU-28 seit dem ersten Semester 2008 ist in Abb. 7 dargestellt: Die Strompreise stiegen 2008 und in der ersten Hälfte 2009, fielen in der zweiten Hälfte 2009 und stiegen dann in jeder Hälfte bis zum ersten Semester 2013 wieder an. In der zweiten Hälfte des Jahres 2013 sank der durchschnittliche Preis leicht, bevor er im ersten Semester 2014 mit 4,3% auf einen Höchststand von EUR 0,123 pro Kilowattstunde anstieg.

Ein Abwärtstrend war ab der zweiten Jahreshälfte 2014 zu verzeichnen. Schaubild 8 verdeutlicht die Entwicklung der Strompreise für industrielle Kunden einschließlich aller nicht abziehbaren Gebühren und Gebühren in Landeswährung zwischen dem zweiten Semester 2015 und dem zweiten Semester 2016. In diesem Zeitabschnitt sanken die Strompreise in 22 EU-Mitgliedstaaten.

Am stärksten war der Preisanstieg in Schweden (14,3%) und Belgien (7,1%), während der Preis für Strom für industrielle Kunden in Litauen um 11,5% zurückging. Schaubild 9 verdeutlicht, wie hoch der Prozentsatz der nicht abzugsfähigen Steuer und Gebühren am gesamten Stromverbraucherpreis für industrielle Kunden ist. Der höchste Steuersatz lag im zweiten Semester 2016 in Deutschland, wo die nicht abzugsfähigen Steuer- und Abgabenanteile 46,8 % ausmachen.

Wie sich der Elektrizitätspreis für industrielle Kunden aus den drei Bestandteilen Strom und Versorgung, Netznutzungskosten sowie Gebühren und Gebühren ergibt, ist in der folgenden Übersicht dargestellt. Vergleicht man die Bestandteile Strom und Versorgung und Netzaufwand in Abb. 10, so ergibt sich, dass der Steuer- und Abgabenanteil in Malta verhältnismäßig gering war, während in der Slowakei und Lettland die Netzaufwendungen mehr als die Hälfe des Elektrizitätspreises für industrielle Kunden ausmachen.

Bei Privatkunden verwendet dieser Beitrag die durchschnittliche Verbrauchsbandbreite für Standard-Haushalte mit einem Jahresstromverbrauch zwischen 2 500 und 5 000 Kilowattstunden. Sämtliche Zahlen sind Endverbraucherpreise inklusive MwSt., Zölle und USt. Bei der Gegenüberstellung zwischen 2015 und 2016 wurden die Landeswährungspreise verwendet, um die Auswirkungen von Währungsschwankungen zwischen den Landeswährungen und dem EUR für die EU-Mitgliedstaaten und Drittländer, die den EUR nicht benutzen, zu eliminieren.

Bei industriellen Kunden basiert dieser Beitrag auf der durchschnittlichen Verbrauchsbandbreite für Verbraucher mit einem Jahresstromverbrauch zwischen 500 und 2 000 Megawattstunden. Der Preis entspricht dem Basispreis für die Stromproduktion und die Kosten des Netzes einschließlich aller nicht abziehbaren Zölle. Bereits in diesem vergleichsweise jungen Zeitabschnitt waren jedoch erhebliche Schwankungen der Strompreise zu verzeichnen.

Durch die Verpflichtung der EU-Mitgliedstaaten, Eurostat über die Preise für die verschiedenen Gruppen von Industrie- und Geschäftskunden sowie über Marktanteile, Verkaufskonditionen und Preissysteme zu informieren, wird die Markttransparenz der Strompreise in der EU sichergestellt. Strompreise und Preise variieren je nach Provider. Diese können in Verträgen insbesondere für industrielle Großverbraucher festgeschrieben werden.

Bei kleineren Verbrauchern werden sie in der Regel anhand der Menge des Stromverbrauchs und diverser anderer Faktoren ermittelt. Es gibt also keinen Standardpreis für Elektrizität. Zum Vergleich der zeitlichen Entwicklung und der Preisunterschiede zwischen den EU-Mitgliedstaaten bietet dieser Beitrag Informationen über ausgewählte Verbrauchsmargen für Privat- und Gewerbekunden. Die Strompreise für fünf unterschiedliche Haushaltstypen werden auf Basis der jährlichen Verbrauchsmargen ermittelt.

Für industrielle Kunden werden die Strompreise für sieben unterschiedliche Verbrauchertypen erhoben. Die rechtliche Grundlage für die Erfassung von Strompreisdaten für industrielle Kunden/Unternehmen ist eine Entscheidung der EU-Komission, die Entscheidung (2007/394/EG) von 75 . Richtline (90/377/EWG) über die Methode zur Erfassung der Gas- und Strompreise.

Der Richtlinienvorschlag 2008/92/EG des Europaparlaments und des Rats vom 23. November 2008 regelt Prozesse zur Erhöhung der Gas- und Strompreistransparenz für industrielle Endnutzer. Strompreise für Privatkunden werden auf einer freiwilligen Grundlage berechnet. Die gesammelten Preise sind durchschnittliche Preise für den Zeitraum von sechs Monaten (Halbjahr) von Jänner bis Juni bzw. einem Jahr.

Im Preis inbegriffen sind der Basispreis für Elektrizität, die Kosten für Stromübertragung und -vertrieb, die Miete von Zählern und andere Dienstleistungen. Strompreise für Privatkunden umfassen die gesetzlichen Bestimmungen wie z. B. Steuer, Abgabe, Gebühren und Umsatzsteuer. Als Industriekunde/Unternehmen können in der Regel Umsatzsteuer und einige andere Steuerabzüge, Umsatzsteuer und andere absetzbare Kosten, Zölle und Entgelte nicht in den Industriekundenpreisen inbegriffen sein.

Die Strompreise werden in EUR pro Kilometer pro Kilowattstunde ausgewiesen (EUR pro kWh). Preise und Versorgungssicherheit der Energie, vor allem der Elektrizitätsversorgung, sind Kernelemente der Energiestrategie eines Staates. Der Strompreis spielt vor allem für die weltweite Konkurrenzfähigkeit eine große Bedeutung, da Elektrizität in der Regel einen wesentlichen Teil der Gesamtenergiekosten von Industrieunternehmen und Dienstleistern einnimmt.

Anders als fossile Brennstoffe, die im Allgemeinen auf dem Welthandel zu vergleichsweise gleichen Bedingungen angeboten werden, ist die Strompreisspanne in den EU-Mitgliedstaaten breiter. Der Strompreis wird zum Teil durch die Preise für Primärenergieträger und in jüngster Zeit auch durch die Preise für Kohlendioxid (CO2)-Emissionszertifikate beeinflußt. Dies hat die EU in ihrer Kommissionsmitteilung " Bekämpfung des Ölpreisanstiegs " (KOM(2008) 384 endg.) hervorgehoben, in der sie die EU auffordert, energieeffizienter zu arbeiten und ihre Energieabhängigkeit von fossilem Brennstoff zu mindern.

In der zweiten Jahreshälfte der 90er Jahre wurde die Öffnung der Elektrizitäts- und Erdgasmärkte in der EU vorantreiben. Im Jahr 2003 wurden Leitlinien zur Festlegung gemeinsamer Regeln für den Elektrizitäts- und den Erdgasbinnenmarkt verabschiedet. Viele Elektrizitäts- und Erdgasmärkte sind nach wie vor blockiert, da viele von (?) Monopolisten dominiert werden.

Ein drittes Gesetzespaket (in englischer Sprache) wurde im Juni 2009 vom Europäischen Parlaments und vom Ministerrat verabschiedet, um eine wirkliche Lieferantenauswahl zu gewährleisten und den Verbrauchern zu nützen. Es wird erwartet, dass eine höhere Preistransparenz bei Gas und Strom den lauteren Wettbewerb fördert, da die Konsumenten dann zwischen unterschiedlichen Energieressourcen (Öl, Steinkohle, Gas und erneuerbare Energiequellen) und unterschiedlichen Lieferanten wählen können.

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