Strompreis Leipziger Börse

Elektrizitätspreis Leipziger Börse

Der größte Teil des deutschen Stroms wird an der EEX (European Energy Exchange) in Leipzig gehandelt. Der Strompreis am EPEX-Spotmarkt in Paris - einer Tochtergesellschaft der Leipziger Strombörse EEX - schwankt aufgrund von Angebot und Nachfrage stark. Strompreis an der Leipziger Börse sinkt Hier wird der erzeugte Elektrizitätsstrom auf Monitoren verkauft und der Einkaufspreis für eine MW-Stunde errechnet. In den kommenden Jahren werden die Preise für Energielieferungen sinken und nachgeben. "Die Strompreise an der Börse sind seit 2005 nicht mehr so niedrig", sagt Energie-Analyst Tobias Federico von Energy Brainpool.

Der günstige Bezug für die Anbieter verteuert jedoch den Endverbraucher immer mehr. Pro kWh Solar- und Windenergie gibt es eine auf 20 Jahre festgeschriebene Einspeisevergütung. Diese wird über den Strompreis durch die Ökostromabgabe ausbezahlt. Ihr Betrag ergibt sich aus der Abweichung zwischen dem Börsenstrompreis und einem fixen Entgelt.

Sind an der Strombörse dank des Ökostrom-Booms nur 3,5 bis 4 Cents pro kWh statt der erwarteten 5 Cents pro kWh erhältlich, erhöht sich die Abweichung zum derzeitigen Fördertarif für neue Solarsysteme (17 Cents) von 12 auf 13,5 Cents. Auf das Jahr hochgerechnet kann die Umlage von Mehrkosten über 1,5 Mrd. EUR ausmachen.

Neben der Ökostromabgabe werden Netzentgelte und Verteilungskosten, Stromabgabe und Umsatzsteuer zum Strombezugspreis hinzugerechnet. Aus diesem Grund müssen die Endkunden in den Privathaushalten zurzeit rund 28 Cents pro kWh bezahlen. Im Durchschnitt sind in einem Haushalt 980 EUR pro Jahr für Elektrizität ausbezahlt. Dabei vermeidet er tendenziell Zweifel und bezieht sich auf seine Konstruktion einer Preisbremsung durch die Einfrierung der Ökostromabgabe.

In der Zwischenzeit sind einige Energieversorger mit steigenden Margen aufgrund günstiger Kaufpreise zufrieden. Nach Leipzig zurück. Hier wird die MW-Stunde für die Auslieferung im kommenden Jahr aktuell nur für 41 bis 42 EUR umgesetzt - vor einigen Jahren waren es noch 60 EUR. Und an manchen Tagen wird noch mehr für den Kauf von überschüssigem Elektrizität bezahlt - zum Beispiel, wenn zu viele Steinkohlekraftwerke mit hoher Windkraftproduktion in Betrieb sind.

Dank der rasant steigenden Solar- und Windenergieproduktion kann der Strompreis langfristig um 10 bis 15 Prozentpunkte sinken. Der Stromkonsument hat davon aber wenig, denn gleichzeitig erhöht sich die Umweltabgabe zum Strompreis weiter. Sämtliche Preisbremsenkonzepte können nur Symptome heilen, auch in der Elektrizitätswirtschaft selbst gibt es Verwirrung.

Weil bis 2030 und darüber hinaus jedes Jahr milliardenschwere Summen über die Ökostromabgabe fließen müssen - im Jahr 2013 werden es rund 20 Mrd. sein. "Alleine durch die Weiterleitung dieses Effekts würde der Strompreis um zwei Cents pro kWh sinken", unterstreicht Lay. Beispielsweise könnte der Preis für Kohle durch einen Anstieg des Strompreises aus Kohle wieder anwachsen.

Der Verfall der CO2-Zertifikate macht Braunkohlenstrom billig und setzt den Strompreis an der Börse weiter unter Druck - hilft aber auch, einen Teil des Klimaschutz-Vorteils durch mehr Grünstrom zurückzugewinnen.

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