Stromkosten Steigen

Steigende Stromkosten

Zum Jahresende steigen die Stromkosten auf ein Rekordhoch. Die Strompreise dürften 2018 weiter steigen Die Stromkunden müssen mit bis zu 30 EUR mehr pro Jahr rechnen. Noch teurer ist es um elf Prozentpunkte. Die Strompreise dürften im nächsten Jahr für viele Konsumenten steigen. Einer der Gründe dafür, erläuterte der Verband der Energieverbraucher (VEA) am vergangenen Freitag, ist die zu erwartende Erhöhung der Abgabe nach dem EEG.

Darüber hinaus haben die Netzbetreiber in den letzten Monaten eine Erhöhung der Netznutzungsentgelte angekündigt. Auch die Heizölpreise stiegen von Juli bis August um elf Prozentpunkte und könnten durch den Beginn der Heizperiode noch weiter steigen, erläuterten Experten. Die EEG-Umlage machte nach Auskunft der BNetzA im vergangenen Jahr rund ein Fuenftel des Strompreises aus, ebenso wie die Netzpreise.

Die VEA prognostiziert, dass die Abgabe im nächsten Jahr von aktuell 6,88 Cents pro kWh auf rund sieben Cents steigen wird. Die Bundesvereinigung der Energie- und Wasserversorgung (BDEW) wollte sich nicht festlegen: "Das Niveau der Elektrizitätspreise jetzt zu prognostizieren ist wie ein Einblick in die Glaskugel", erklärt BDEW-Chef Stefan Kapferer.

Die EEG-Umlage allein hängt von vielen Einflussfaktoren ab, wie z.B. der Einspeisung von Strom aus den unterschiedlichen Energiequellen, deren Verlauf unsicher ist. Die" Bild "-Zeitung hatte in ihrer Freitag-Ausgabe von steigenden Preisen gesprochen. Für die vier inländischen Netzbetreiber werden sich die Tarife voraussichtlich anders gestalten. Die vor allem in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland tätige Firma Amrion aus Dortmund hat bereits eine Erhöhung der Netznutzungsentgelte um 45 Prozentpunkte angekündigt.

Die TransnetBW aus Baden-Württemberg erhöht die Gebühren um 13 Prozentpunkte. Die Betreiberin Tennet will die Gebühren um neun Prozentpunkte erhöhen. Als einziger Anbieter fallen die Gebühren in Ostdeutschland auf 50 Hertz. Nach den neuesten Zahlen des Konzerns wird ein Minus von elf Prozentpunkten erwartet. Die regionalen Auswirkungen von Netzentgeltänderungen auf die Endverbraucherpreise sind nach Ansicht der BNetzA stark schwankend.

Florenz Munder vom Verbraucherzentrum Berlin meint, dass Konsumenten regelmÃ?Ã?ig einen aktuellen Anbieterwechsel prÃ?fen sollten. Sie würden die Tarife auf den Preisvergleichsportalen im Netz finden und die Verbraucherzentren können bei Bedarf Ratschläge erteilen. Die Konsumenten dürften sich auch auf die steigenden Heizölkosten einzustellen haben. Der Durchschnittskurs sei seit dem Tiefststand im vergangenen Monat um 11% angestiegen, gab das vergleichende Portal Checks24 am vergangenen Wochenende bekannt.

Rainer Wiek rechnet aufgrund des Beginns der Heizperiode mit einer steigenden Anfrage des Energieinformationsdienstes EID, aber die Preiserhöhungen würden "in Schach bleiben".

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