Stromkosten Industrie 2016

Elektrizitätskosten Industrie 2016

Stromkosten der energieintensiven Industrie. Strompreiskomponenten 2016 (20 < Verbrauch < 70 GWh in EUR/kWh). Keine Informationen für diese Seite verfügbar.

Weitere Informationen Der Strompreis ist die Gebühr für die Lieferung von elektrischer Energie.

Strompreis in Deutschland 2017

Der Streit um die steigenden Energiepreise hat wieder zugenommen: Zur Jahreswende ist die EEG-Umlage nach zwei Jahren großer Stabilisierung wieder gestiegen und viele Betriebe werden auch 2017 für KWK-Förderungen und Netznutzungsentgelte erheblich mehr bezahlen müssen. Doch das Ende der Geschichte bei den Elektrizitätspreisen ist wohl noch nicht da.

Unbekannt ist oft, dass Firmen mit einem Marktanteil von knapp 70 Prozent den größten Stromverbraucher in Deutschland darstellen - 44 % des Stromverbrauchs entfallen allein auf die Industrie. Das Einschmelzen von Metallen, das Garen von Eisen oder das Herstellen von Automobilen erfordert große Energiemengen und vor allem Elektrizität. Industrieprozesse, aber auch Leistungen vom Datenzentrum bis zum Haus sind ohne den Gebrauch von Elektrizität einfach nicht möglich.

Wenn für die Begleichung der Elektrizitätsrechnung mehr Mittel aufgewendet werden müssen, fehlen diese an anderer Stelle für die Investition - auch in neue leistungsfähige Techniken. Damit haben die Preise für Strom einen direkten Einfluss auf die Betriebe und damit auf den Standort Deutschland. Aktuell besteht der Preis für Strom in Deutschland aus den nachfolgenden Komponenten: Netzentgelt: Die Refinanzierung der Netzinfrastruktur erfolgt über die Netzwerkentgelte.

Beispielsweise werden für den Ausbau des Netzes zwischen 2016 und 2025 kumuliert rund 50 Mrd. EUR erwartet. Die Entgelte für die Netze sind regulierbar - d.h. durch die BNetzA oder die staatlichen Regulierungsbehörden - und können daher von den Betreibern nicht beliebig festgelegt werden. Neben den Regionalfaktoren richtet sich die Höhe der einzelnen Netzgebühren vor allem nach der Spannung, an die ein Vorgang gekoppelt ist.

Nach den Prognosen der Fernleitungsnetzbetreiber werden im Jahr 2017 rund 1,1 Mrd. EUR durch die Zuteilung an die Stromverbraucher fließen. Elektrizitätssteuer: Die Elektrizitätssteuer wurde in Deutschland am 2. Januar 1999 im Rahmen der Ökologischen Steuerreform in Kraft gesetzt. Für jede kWh gilt ein einheitlicher Steuersatz von 2,05 Cents. Konzessionsgebühr: Jede Kommune hat das Recht, eine Konzessionsgebühr für die Benutzung der Trassen in ihrem Gebiet für die Errichtung und den Betreiben von Strom-, Gas-, Wärme- und Wasserversorgungsnetzen zu verlangen.

KWK-Abgabe: Der Gesetzgeber hat für Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) eine gesetzlich vorgeschriebene Vergütungsregelung geschaffen, die über eine KWK-Abgabe an die Stromabnehmer ausbezahlt wird. Im Jahr 2017 werden 1,168 Mrd. EUR auf die Stromabnehmer übertragen. EEG-Abgabe: Die EEG-Abgabe deckt alle EEG-bezogenen Aufwendungen, zum Beispiel die Stromförderung aus regenerativen Energieträgern, abzüglich der Einnahmen aus dem Vertrieb von Ökostrom.

Im Jahr 2017 beläuft sich die Abgabe auf 6,88 Cents pro kWh nach 6,354 Cents im Jahr 2016. Agora Energiewende geht davon aus, dass die EEG-Abgabe ab der Jahresmitte 20er Jahre nachhaltig nachgeben kann. Bis 2023 könnte der Höhepunkt der Abgabe mit 7,6 Cents pro kWh erzielt werden. Im Jahr 2016 werden 250 Mio. EUR auf die Elektrizitätskunden übertragen.

Zuordnung für ausschaltbare Lasten: Großverbraucher müssen in Zeiten der Knappheit rasch vom Stromnetz getrennt werden können. Im Jahr 2017 liegt die Abgabe bei 0,006 Cents pro Kilometer. In Deutschland gibt es keinen einheitlich hohen Industrie-Strompreis, sondern es müssen immer einzelne Fälle berücksichtigt werden. WÃ?hrend nach Umfragen des Bundesverbandes der Energieverbraucher (VEA) die durchschnittlichen Preise im Großraum Düsseldorf bei 14,17 Eurocent pro kWh lagen, zahlen die gewerblichen Kunden in Westmecklenburg durchschnittlich 18,06 Eurocent.

Deutsche Elektrizitätspreise zählen bereits heute zu den teuersten der Welt. Nur wenige hundert Firmen, die alle Sonder- und Ausgleichsmaßnahmen in Anspruch genommen werden können, haben einen für europäische Verhältnisse weitestgehend konkurrenzfähigen Stromvergleich. In den meisten Betrieben des verarbeitenden Gewerbe und in stromintensiven Betrieben des Handels und des Dienstleistungssektors gibt es sie nicht.

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