Stromherkunft Schweiz

Herkunft der Energie Schweiz

Der Strom aus schweizerischen Stromsteckdosen kommt zur Haelfte aus Wasser. Bern, 26.05. 2016 - 54% der Elektrizität aus schweizerischen Netzen kommen aus regenerativen Energien: 49% aus Wasser und rund 5% aus Photovoltaik, Windkraft und Biomassen. 26 % kommen aus der Atomenergie und rund 2 % aus Abfall und fossilem Brennstoff.

Der Ursprung und die Beschaffenheit von 18% des Strombedarfs können nicht überprüft werden.

Die Angaben zum schweizerischen Stromversorgungsmix (Strommix aus Steckdosen, s. Kasten) werden statt alle zwei Jahre einmal pro Jahr gesammelt und auf wwww. strömungstechn. im Cockpit zur Strommarkierung. Aus den heute veröffentlichten Zahlen geht hervor, dass sich im Jahr 2014 die Stromlieferungen im Verhältnis zu den vorangegangenen Jahren verändert haben: 49% des im Jahr 2014 produzierten Stromes wurden in Wasserkraftanlagen erzeugt (2013: 51%).

88% (2013: 84%) der Produktion von Trinkwasserkraft wurde in der Schweiz erzeugt. 26 % (2013: 30 %) des Strombedarfs wurden in Atomkraftwerken erzeugt. Das ist weniger als der Kernenergieanteil am schweizerischen Produktions-Mix (38%). 89% der eingespeisten Atomenergie stammen aus der Schweiz. 18 % (2013: 13 %) des Strombedarfs stammen aus nicht eichfähigen Energiequellen, d.h. die Entstehung dieses Stromes ist aus bilanziellen Gesichtspunkten nicht nachweisbar.

Die signifikante Zunahme wird wahrscheinlich darauf zurückgeführt, dass der europäische Strommarkt zunehmend Elektrizität aus fossilem und nuklearem Material bezieht, ohne dass entsprechende Herkunftsnachweise erworben werden müssen. Die Anteile der neuen erneuerbaren Energien (Sonne, Windkraft, Biogas und Kleinwasserkraft) steigen kontinuierlich von 3,8% (2013) auf 4,7% im Jahr 2014. Davon wurden 86% in der Schweiz erzeugt und fast zwei Dritteln durch die kostendeckenden Einspeisevergütungen (KEV) subventioniert.

Im Jahr 2014 wurde in kleinen Stückzahlen aus Abfall (1,4%) und fossilem Brennstoff (0,4%) geliefert. Zur Erhöhung der Kundentransparenz und zur Sicherung der Stromkennzeichnungsqualität hat der Bundesrat bereits diverse Maßnahmen aufgesetzt. Ab 2013 müssen - mit Ausnahmen von Mikrokraftwerken - alle Anlagen im Rückverfolgbarkeitssystem der staatlichen Netz-Gesellschaft Swissgrid erfasst werden.

Darüber hinaus verpflichtet die EnEV die Versorger, alle bestehenden Ursprungsnachweise für die Kennzeichnung von Strom zu nutzen und ihren Abnehmern einen nicht verifizierbaren Energieträgeranteil von über 20% zu deklarieren. Zu Beginn des Jahres 2016 hat der Bundesrat auch in seinem Gutachten "Stromkennzeichnung: volle Herkunftsnachweispflicht " dargelegt, wie die nicht eichfähigen Energiequellen (Graustrom) gänzlich beseitigt werden können (siehe Link).

Rund 56% des Stroms werden in der Schweiz aus Wasser, 38% aus Kernenergie und 6% aus fossilien und neuen regenerativen Energieträgern erzeugt (= schweizerischer Produktionsmix). Doch nicht nur Elektrizität aus schweizerischer Erzeugung wird an die schweizerischen Stromsteckdosen geliefert: Ein lebhafter Austausch mit dem Rest der Welt, wo Elektrizität ein- und ausgeführt wird.

Der schweizerische Erzeugungsmix entspricht daher nicht der mittleren Zusammenstellung des Strombedarfs (= schweizerischer Versorgungsmix). Damit der Strommix der einzelnen Stromlieferanten transparent ist und die Verbraucher somit eine fundierte Entscheidung über ein konkretes Elektrizitätsprodukt treffen können, sind die Elektrizitätsversorgungsunternehmen der Schweiz seit 2005 rechtlich dazu angehalten, Ursprung und Zusammenstellung des Strombedarfs offen zu legen.

Diese Erklärung wird retrospektiv auf der Grundlage der Angaben des vergangenen Kalenderjahrs abgegeben. Ab 2006 müssen diese Werte allen Verbrauchern zusammen mit ihren Stromkosten bekannt gegeben werden. Ab 2013 werden die gesammelten Informationen auch auf der Internetplattform www.stromkennzeichnung gespeichert.

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