Stromerzeugung Solar

Energieerzeugung Solar

die Windkraft übertrifft erstmalig die Leistung von Steinkohle und Atomenergie. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme in Deutschland haben 2017 Ergebnisse zur Stromerzeugung in Deutschland vorlegt. Die Stromerzeugung aus Solar- und Windkraftanlagen betrug laut der Studie 140 Terawattstunden und übertraf damit erstmalig die von Braun-, Steine- und Kernkraftwerken. Die Anteile aller regenerativen Energieträger an der Nettoöffentlichkeit, d.h.

der Strom-Mix, der eigentlich aus der Steckdose kommt, lagen bei rund 38%.

Im Jahr 2017 wurden rund 38,4 Terawattstunden Photovoltaik in das Stromnetz eingespeist. Im Vergleich zum Jahr zuvor stieg die Erzeugung um ca. 0,4 Terawattstunden (TWh) oder 1%, liegt aber immer noch unter dem Vorjahreswert (38,7 TWh). Per Ende Okt. betrug die eingesetzte PV-Leistung ca. 42,7 Gigawa.

Die Erweiterung bis Ende 2017 beläuft sich auf rund 2 TW. Am 27.05.2017 um 13:00 Uhr belief sich die Höchstleistung der Solarenergie auf ca. 28 Gigawatt. Damals stammten 42% der Gesamtstromerzeugung aus der Photovoltaik. So war im Juli 2017 die Stromerzeugung aus PV-Anlagen monatlich stärker als aus Kohlekraftwerken. Im Jahr 2017 wurden rund 104 Milliarden Kilowattstunden Windkraft produziert, mehr als 30% mehr als im Vorjahr (78,6 Kilowattstunden).

Der maximale produzierte Strom beträgt am 28.10. 2017 um 20:15 Uhr ca. 40 Gigawatt. Mit ca. 85 Milliarden Kilowattstunden und damit 20 Milliarden Kilowattstunden mehr als 2016 konnte der Marktanteil der Offshore-Windenergie die Erzeugung von 12 Milliarden Kilowattstunden im Jahr 2016 auf mehr als 17,4 Milliarden Euro im Jahr 2017 ausweiten. Per Ende Okt. 2017 waren 50 Gigawatt Onshore-Wind und 5,3 Gigawatt Offshore-Wind installiert.

Mit einer Erzeugung von ca. 20,9 Mrd. kWh bewegt sich die Energie aus dem Wasserkraftbereich in etwa auf dem Durchschnittsniveau der letzten Jahre. Am niedrigsten war die Erzeugung im Jänner mit 1 Mrd. kWh und am stärksten im Monat May mit 2 Mrd. kWh. Das Produktionsvolumen lag auf dem Vorjahresniveau. Insgesamt erzeugten die regenerativen Energieträger Sonne, Windkraft, Trinkwasser und Biokraftstoffe im Jahr 2017 ca. 210 Twen.

Mit 182 EWh lagen sie damit 15% über dem Vorjahresniveau und erreichten einen Marktanteil von ca. 38% an der Netto-Stromerzeugung der Daseinsvorsorge. Mit den Kraftwerken der "Industrie-, Bergbaufirmen und Steinbrüche", die für den Eigenbedarf erzeugen, beträgt der prozentuale Beitrag an der Brutto-Gesamtstromerzeugung ca. 35%.

Der Nettostromertrag aus Atomkraftwerken belief sich auf ca. 72 Mrd. kWh und liegt damit um 10% unter dem Vorjahreswert. Das Atomkraftwerk Gundremmingen B wurde am 31. Dezember 2017 schließlich stillgelegt. Sie haben ihre Produktion gegenüber den Vorjahren vor allem bei hohem Windaufkommen kräftiger reduziert als in den Vorjahren.

Der Nettoertrag aus Kohlekraftwerken lag bei 83 Mrd. kWh, 17 Mrd. kWh weniger als 2016, während gasbetriebene Kraftwerke rund 46 Mrd. kWh Nettostrom für die allgemeine Stromversorung erzeugten. Damit lag er in etwa auf dem Vorjahresniveau. In 2017 wurde ein Ausfuhrüberschuss von ca. 50 Mrd. kWh errechnet.

Der Grossteil der Ausfuhren ging in die Schweiz (16,6 TWh), die vor allem als Durchgangsland nach Italien diente. Aus Frankreich wurde in Deutschland wesentlich weniger Elektrizität importiert als in den Vorjahren, da einige französiche Atomkraftwerke aus sicherheitstechnischen Gründen vorübergehend stillgelegt wurden. Die Bundesrepublik Deutschland fungiert als Durchgangsland für französisches Stromangebot und gibt es an die Nachbarstaaten weiter.

Der durchschnittliche Export beträgt ca. 5,7 TW. Der Wert entsprach der Produktion von fünf KKW. Im Laufe von etwa 8200 Betriebsstunden im Jahr 2017 (93,7%) wurde Elektrizität ausgeführt und bei etwa 500 Betriebsstunden (6,3%) wurde Elektrizität eingeführt. Bisher stehen für den Stromaußenhandel nur die Werte von Jänner bis Okt. 2017 zur Verfügung.

Die Kosten für importierten Elektrizität betragen im Durchschnitt 38,07 Euro/MWh, für exportierten Elektrizität 35,48 Euro/MWh. Mit EUR 32,89 pro MWh lag der durchschnittl. mengengewichtete Day-Ahead-Börsenstrompreis leicht über dem Vorjahreswert von EUR 28,78 pro MWh.

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