Strom Billiganbieter

Elektrizität Billiganbieter

Der schlechte Service hat viele Kunden davon abgehalten, den Stromanbieter zu wechseln, und in den Verbraucherzentralen kommen ständig neue Beschwerden herein. Erwägen Sie einen Wechsel Ihres Strom- oder Gasversorgers? Andere Low-Cost-Energieversorger sind mit ihrem Geschäftsmodell auf dünnem Eis. Elektrizität Die Sicherung brennt bei den Strom-Discountern. Fallen von Online-Billiganbietern von Strom und Gas: Warum nicht den Preis allein betrachten?

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Günstige Strom- und Gasversorger

Werden Strom- oder Gaspreise nur preislich verglichen, erscheinen oft so genannten Low-Cost-Anbieter oder Energiediscounter auf den ersten Plätzen der Gegenüberstellung. Eine Besonderheit dieser Provider ist, dass sie im ersten Jahr mit besonders vorteilhaften Bedingungen die wechselwilligen und im zweiten Jahr oft sogar noch teuerer werden, um die Einbußen des ersten Jahres aufzufangen.

Das zahlt sich daher nur bei sehr flexiblen oder wechselfreudigen Verbrauchern aus. Ein genauerer Abgleich ergibt außerdem oft, dass die Preise der Billiganbieter nicht so billig sind, wie es auf den ersten Blick den Anschein hat. Allerdings haben viele Konsumenten damit negative Erfahrung gemacht, weil die angekündigten Prämien am Ende nicht bewilligt wurden oder die genannten Preise aus anderen GrÃ?nden explodierten, zum Beispiel weil ein Pauschaltarif gewÃ?hlt wurde.

Aber auch viele andere Problemstellungen, die wir in der Kategorie Energieversorger (siehe Hauptmenü) zusammengefasst haben, traten in der vergangenen Zeit besonders bei Billiglieferanten auf, z.B. falsche Konten oder nicht ausgezahltes Vermögen. Zudem gibt es oft einen schlechten Kundenservice, z.B. weil die Firmen bei Störungen kaum erreichbar sind oder der Kunde lange auf Feedback wartet.

Günstige Lieferanten aufgeben

Der deutsche Elektrizitätsmarkt verzeichnet einen Rückgang der Billiganbieter. Der Neuankömmling beklagt die hohe Vergütung für die Nutzung der Elektrizitätsnetze, die ihm von den bisherigen Anbietern in Rechnung gestellt wird. Dennoch bringt Branchenprimus Yello seine Durchhaltebereitschaft zum Ausdruck: "Wir werden uns behaupten und an das Geschäftsmodell des Direktvertriebs glauben", sagte Pierre Lederer, Vorstandsmitglied der Energie-Baden-Württemberg AG (EnBW), in einem Interview mit dem Handelsblatt - "auch wenn es nicht einfach sein wird".

Doch die ungenügende Öffnung des Marktes machte Yello auch das Überleben schwierig. Letzten Freitag beantragte die Firma die Insolvenz der Firma J. Meier. Die Ares Energiedirekt gGmbH mit Sitz in Berlin hatte erst einen weiteren Monate vorher die Funktion des Insolvenzverwalters übernommen. Mit 22000000 Neukunden war Ares die Nr. 2. Sie hatte 50000 Kundinnen und wurde Vierte.

Die beiden Unternehmen sind nicht die ersten von neun Anbietern, die sich zurückziehen. Jetzt freut sich die Industrie auf den Branchenführer Yello. "Ares und Yello sind nicht wie Yello", sagte Lederer. Ob sich Yello in der Industrie behaupten kann, wird angezweifelt. Ausschlaggebend wird sein, wann Yello die Ertragszone erreicht und welche Ausdauer der neue EnBW-Chef Utz Claassen mitbringt, heißt es in den Fachkreisen.

Ares und Riwa hatten keinen starken Mitspieler wie Yello mit EnBW im Hintergrund. Stattdessen machen sie die Marktstärke der bestehenden Provider für ihr Versagen verantwortlich: "Die Neueinsteiger müssen den Abnehmern einen Vorsprung gegenüber den bisherigen Anbietern bieten", sagt Finanzvorstand Klein, "das ist in Deutschland nicht möglich".

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