Stadtwerke Ulm Netze

Netzwerke der Stadtwerke Ulm

Nachhaltige Unternehmenskommunikation Mit der Umstellung der Leittechnik auf eine nachhaltige Netzstruktur hat die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm Netze die Stadtwerke Ulm umgesetzt. Die Stadtwerke Ulm/Neu Ulm und ihre Vorgängergesellschaften sind seit mehr als 160 Jahren für die wesentlichen Infrastrukturen in den beiden Gemeinden auf der linken und rechten Seite der Donau verantwortlich - angefangen bei der Erdgasversorgung, kurz darauf auch für die Trinkwasseraufbereitung und ab Ende des neunzehnten Jahrzehnts für die Elektrizitätsversorgung.

Die Stadtwerke stellen sich mit dieser strategischen Ausrichtung nun auch den Anforderungen der energetischen Systemtransformation. Infolge des Ausbaus der regenerativen Energiequellen wird das Energiesystem zunehmend fragmentiert, die Stromerzeugung unbeständiger und die Netzführung komplexer. Dabei ersetzten die Stadtwerke die herkömmliche Sternenstruktur - die Leitstelle in der Mitte, die über RS-232-Leitungen unmittelbar mit ihr verbundenen Unterwerke - durch ein IP-basiertes Netzt.

Dadurch ist es möglich, jeden einzelnen Knoten innerhalb des Netzwerks auf verschiedene Arten zu steuern. Die Restrukturierung war daher für uns ein sehr bedeutender Schritt", erläutert Sebastian Grenzner von der Netzwerkleitstelle der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm Netze GmbH. Damit können alle 110 Umspannwerke der Stadtwerke weiterhin in bewährter Form in Betrieb genommen werden. Indem man das System auf einen einzelnen ETHERNET-Modemtyp beschränkt, können die Stadtwerke 30 Prozentpunkte an Gebühren einsparen.

Obwohl die Verständigung in der Sternenstruktur über das Protokoll IEC 60870-5-101 stattfindet, erfordert das Netz eine andere Sprache: Die Umstellung auf IP-basierte Technologie hat die Stadtwerke gezwungen, den kompletten Messwertaustausch zwischen der Leitstation und den Umspannwerken - Unterwerke, BHKW' und Gasübergabestationen sowie Pumpstationen und Hochbehältern - auf das Protokoll IEC 104 zu umstellen. Zumindest nicht konventionell, sagt Grenzner.

Deshalb hat sich Grenzner bemüht, eine eigenständige Problemlösung zu finden. Darüber hinaus sorgt der Protokollkonverter dafür, dass die Stadtwerke alle 110 in das Netzwerk integrierten Unterwerke in bewährter Form weiterführen können. Grenzner meldet, dass sich die Stadtwerke nun auf einen einzelnen ETHERNET-Modemtyp beschränk.

Allein das spart 30 Prozentpunkte der hier anfallenden Mehrkosten. "Darüber hinaus ermöglicht der Protokollkonverter das Umschalten einer begrenzten Zahl von Ein- und Ausgangssignalen in den Umspannwerken über die Steuerung, um z.B. Fehlermeldungen weiterzuleiten oder Nachrichten zu bestätigen - ohne die Steuerung in den Umspannwerken anpassen zu müssen.

"â??Das klappt perfektâ??, schmeichelt Grenzner. "Die Stadtwerke brauchten nur drei Tage, um die 35 Protokollkonverter zu errichten. Es war zu erwarten, dass wir mehr Zeit in Anspruch nehmen mussten", sagt Grenzner. "Mit der neuen Fernwirktechnik haben die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm eine nachhaltige, kostengünstige und leistungsfähige Steuerungstechnik auf höchstem Qualitäts- und Sicherheitsniveau entwickelt.

Auch weil die Stadtwerke mit dem Ringleitungsnetz eine zweite, lokal separate Fernwirkstelle aufbauen konnten, die im Störungsfall als Reserve mit den selben Funktionen diente. Durch diese Entlassung erhalten die Stadtwerke auch räumliche Gestaltungsfreiheit, da die Firmenzentrale mit der Schaltzentrale in absehbarer Zeit wieder aufgebaut werden muss.

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