Stadtwerke Berlin

Energieversorgungsunternehmen Berlin

Berlin Stadtwerke: Regionaler Strom auf dem Vormarsch - Berlin In Berlin gibt es jetzt ein weiteres städtisches Untenehmen, das witzige Kommentare abgibt. "Die Stadtwerke klingen, und "100-prozentige Einstellung - 0-prozentige Teilung". Vor allem BSR und BVG sind dafür bekannt, aber ansonsten ist der Falle der Stadtwerke ganz anders: Die 2014 gegrÃ?ndete Tochtergesellschaft der Berliner Wasserbetriebe betreibt derzeit 17 Arbeitnehmer und macht mehrere hundert Wettbewerber, die auch Ã-kostrom liefern.

Die Stadtwerke haben mittlerweile genügend Kapazität geschaffen, um fast 30.000 Haushalte in Berlin mit lokal produziertem Grünstrom zu beliefern. Die Elektrizität wird nicht wie gewohnt vollständig in das öffentliche Stromnetz gespeist, sondern so unmittelbar wie möglich von den Bewohnern des Hauses konsumiert. Der rot-schwarze Bundesrat hatte unter dem Drängen der CDU den Stadtwerken unter der rot-rot-grünen Koalition nicht gestattet, externe Mengen an Elektrizität zu bewerben oder abzunehmen, das Gesellschaftsrecht wurde dahingehend novelliert und Gründungskapital zur Verfügung gestellt.

Die Stadtwerke wollen in den kommenden sechs Jahren rund 230 Mio. EUR ausgeben. Davon entfällt ein weiteres Drittel auf die Erschließung von neuen Windkraftprojekten, ein weiteres Drittel auf Nachbarschaftskonzepte mit Stromangeboten der Mieter, 22% sollen von Effizienzmassnahmen profitieren. Berlin will bis 2050 Klimaneutralität erreichen, was auch einen tiefgreifenden Wandel in der Stromversorgung mit sich bringt.

Obwohl der überwiegende Teil der eingesetzten Energien zur Beheizung von Häusern verwendet wird, ist Elektrizität auch ein wichtiger Bestandteil der CO2-Bilanz privater Haushalte und öffentlicher Einrichtungen: Pro kWh "grauer Strom" wird nahezu ein halbes Kilogramm CO2 erzeugt, das heißt beinahe eine Tonne Treibhausgas pro durchschnittlichem Berliner Bürger und Jahr - bei einer Gesamtabgabe von beinahe sechs Tonnen pro Jahr und Bevölkerung.

Die Stadtwerke wollen vor allem durch ihren Preis nah am Bürger sein: 8,20 EUR monatlicher Grundpreis und 25,95 Cents pro verbrauchte kWh sind zum Teil klar unter den Preisen von Spitzenhirsch Vattenfall und anderen Wettbewerbern. Online-Vergleichsportale bieten noch niedrigere Preise, aber die Stadtwerke konkurrieren mit dem Lokalpatriotismus: Der BWB-Chef Jörg Simon spricht von "Know-how, Arbeitsplätzen und Wertschaffung bei unseren Geschäftspartnern und in der Stadt".

Für Nutzer von "Mieterstrom", also Solarsystemen auf dem Dach, bietet das Stadtwerk einen noch besseren Preis. Im Unterschied zu vielen anderen Stromversorgern, sowohl kommunal als auch privat, gibt es keine Boni für Neukunden, aber die Stadtwerke haben immer noch mehrere tausend Abnehmer, darunter auch Wirtschaftssenator Ramona Pop (Grüne Partei). Der Stadtwerke-Chef Andreas Irmer sah in den ursprünglichen Restriktionen nach eigener Aussage keinen großen Schaden für das Unternehmen: Es war möglich, in aller Stille Kapazität aufzubauen, ohne sich mit kontaminierten Standorten wie zum Beispiel nicht ausreichend genutzten Kraftwerksanlagen befassen zu müssen.

Jetzt kann das Wachsen einsetzen, das laut Koalitionsvertrag "dauerhaft zu 100 Prozent in öffentlichem Besitz" sein wird. Sollte die Stromnachfrage das reale " Ökostromangebot überschreiten, können auch die Stadtwerke - wie andere Ökostromanbieter - Elektrizität aus der hocheffizienten, gasbefeuerten Kraft-Wärme-Kopplung bereitstellen.

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