Sonnenenergie Entstehung

Solarenergiebildung

Das Bild zeigt den Borexino-Detektor und die Sonne. Schon im antiken Griechenland wurde die Sonne als Energiequelle genutzt. Erste Beobachtung der Solarenergie während ihrer Entwicklung Bis zu 15 Mio. °C - so warm ist es in unserer Mitte. Hier finden unterschiedliche Fusionsreaktionen statt.

99 % der erzeugten Energien werden durch einen Fusionszyklus erzeugt, in dem zwei Wasserstoffatome zu Anfang zu einem atomaren Kern aus Schwerwasserstoff fusionieren. Dieser Kreislauf setzt die Kraft frei, die die Sonnenstrahlen erzeugt.

Außerdem werden Neutronen gebildet, die mit einem spürbaren Energiegehalt austreten. Frühere Untersuchungen der Sonnenenergie basieren auf der Messung der Sonneneinstrahlung. Durchschnittlich dauert es jedoch mehr als hunderttausend Jahre, um aus dem dichtem Sonneninneren an die Erdoberfläche zu kommen. Völlig anders verhält es sich bei den Neutrinos: Da sie sich ungehindert fortbewegen können, lassen sie auch wenige Augenblicke nach ihrer Entstehung das Innere der Sonne hinter sich und kommen nach etwa acht Stunden auf die Erdoberfläche.

Dieselben Merkmale, die es den Partikeln erlauben, das Innere der Sonne so rasch zu hinterlassen, erschweren jedoch auch die Messung der für die Solarenergie entscheidenden Nulleiter. "Die aktuelle Untersuchung war nur deshalb erfolgreich, weil es uns gelungen ist, die Interferenzen durch Strahlungen und andere Partikel des Kosmos stark zu reduzieren", sagt Stefan Schönert.

"Neben den solaren neutrino können wir daher auch geophysikalische Neutronen aus dem Erdinnern betrachten und anhand dieser Informationen testen", ergänzt Lothar Oberauer. Mit den neuen Ergebnissen kann erstmals experimentell nachgewiesen werden, dass die Energiefreisetzung im Inneren der Sonne sehr lange Zeit aufrechterhalten wurde. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verglich die aktuelle Sonnenenergie, die mit der neuen Messmethode gemessen werden kann, mit den Werten der Sonnenenergie von vor über hunderttausend Jahren, die sich aus der Sonneneinstrahlung ableiten lassen.

Die Ergebnisse des Vergleiches stimmen mit den derzeitigen theoretischen Solarmodellen überein. Vergleicht man die auf der Sonnenoberfläche gemessene Strahlungsleistung, so hat sich die Energiefreisetzung in den letzten 100.000 Jahren kaum geändert. "Selbst wenn wir jetzt die Lampe abschalten würden, würde es noch 10.000 Jahre brauchen, bis wir etwas auf der Welt bemerken würden", sagt Kai Zeuber von der Universität Mainz.

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