Solarthermie Anlagen

Thermische Solaranlagen

Großanlagen der Solarthermie - der neue Rekord in Dänemark Durch große Solarthermieanlagen kann eine umweltfreundliche Wärmebereitstellung relativ kostengünstig erreicht werden. Dies wird in Dänemark seit einiger Zeit anerkannt und dort werden die grössten Solarthermieanlagen der Erde gebaut. Dort wird die entstehende Abwärme zusammen mit der Abwärme anderer Produzenten in das lokale Fernheizungsnetz eingebracht. Inzwischen ist im dÃ??

nischen Silkeborg die gröÃ?te Solarthermieanlage der Weltgeschichte fertiggestellt.

Innerhalb einer Bauphase von nur sieben Monate wurden die 12.436 Sonnenkollektoren mit je 12,6 m2 Nutzfläche - also 156.694 m2 - installiert. Die jährliche Ausbeute der Anlagen soll 80.000 Megawattstunden sein. Der Heizwärmebedarf von 4.400 Durchschnittshaushalten oder 20 Prozentpunkten des Silkeborger Jahrgangs.

Damit ist die Solarwärmeanlage von Silkeborg mehr als zweimal so groß wie die bisher grösste in Vojens mit einer Coil-Sektorfläche von rund 70.000m². Es ist ein erster Baustein zu einer CO2-neutralen Wärmebereitstellung bis zum Jahr 2030, denn man könnte jetzt feststellen, dass sich in Dänemark solche großen Solarthermieanlagen mehr rentieren als in Dänemark.

Die Besteuerung fossiler Brennstoffe erfolgt anstelle der Förderung erneuerbarer Energiesysteme. Dazu trägt auch die große Solarthermie bei. Aber auch in Deutschland sind große Solarthermieanlagen ökonomisch von Interesse. Das Werk in Senftenberg in der Lausitz, das mit einer Gesamtfläche von rund 7500 m bisher grösste Solarwärmekraftwerk Deutschlands, wird sicherlich nicht das Eine sein.

Wie mir ein Repräsentant von Arcon-Sunmark anfangs Nov. mitteilte, konnten in diesem Jahr weitere große Installationen hinzugefügt werden. Grosse Solarthermieanlagen erzeugen mit zunehmender Grösse immer weniger Energie. Sind für ein Eigenheim noch Heizkosten von rund 15 Cents pro angefangener Kilowattstunde inklusive Subvention zu erwarten, kann auf einem Industriedeckel die Abwärme bereits für 4 bis 5 Cents pro Kilowattstunde produziert werden.

Mit einer Kollektoroberfläche von über 2000 m können die Heizkosten zwischen 2,5 und 3,5 Cents pro angefangener Kilowattstunde betragen. Die Sonnenhaus-Institute hatten im vergangenen Jahr darauf verwiesen, dass auch in Wohngebäuden große Solarthermieanlagen die Stromkosten senken können: "Sonnenhaus-Heizungen gelten als teuerer als sie sind, und zugleich ist das Einsparpotential durch die wesentlich niedrigeren Stromkosten noch viel zu wenig bekannt.

Der Mehrpreis für Solarwärmeanlagen kann durch günstige Darlehenszinsen und niedrigere Stromkosten kompensiert werden. Im Market Incentive Programme (MAP) ist die in hohem Maße solarbetriebene Gebäudeförderung heute erfreulich. "Noch nie war die Unterstützung für Sonnenhaus-Heizsysteme so hoch, aber sie wird immer noch viel zu wenig genutzt", bedauerte Rainer Körner und andere Mitarbeiter des Sonnenhaus-Instituts.

Zur Förderung der Beheizung mit Solarthermie hat das Bundesministerium für Wirtschaft auch die Förderung der Innovation für diese Art von Systemen in die am I. Aprils 2015 inkraft getretenen MAP- Novelle miteinbezogen.

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