Solar Schweiz

Sonnen Schweiz

Schweizer Energiewirtschaft Der energetische Rücklauf einer Solaranlage beträgt 2 bis 3 Jahre. Von Jahr zu Jahr fallen die Solarstrompreise. Im Jahr 2035 kann ein Drittel des Energieverbrauchs auf die Photovoltaik entfallen. Die Umwandlung von Solarstrahlung in Elektrizität kann durch die Verwendung von Solarmodulen erfolgen. Solarzelle besteht aus Halbleiter bauelementen, wie sie bei der Produktion von Computerchips zum Einsatz kommen.

Die energetische Amortisationszeit sinkt: Ein Solarkraftwerk in der Schweiz hat in 2 bis 3 Jahren so viel Strom erzeugt, wie für die Produktion benötigt wurde. Der Preis sinkt ständig. Im Jahr 1992 kostet eine erzeugte Kilowattstunde Sonnenstrom rund 2 Schweizer Franken, im Jahr 2000 rund 1 Schweizer Franken, im Jahr 2010 zwischen 50 und 60 Rp. und im Jahr 2016 weniger als 20 Rp.

Dies bedeutet, dass Sonnenstrom vom eigenen Hausdach genauso viel oder weniger kosten kann wie Strom aus dem allgemeinen Stromversorgungsnetz. Dabei werden die Herstellungskosten für Solarenergie weiter fallen. Solar statt Kernkraft. Im Jahr 2015 betrug der Solarstromanteil an der gesamten Stromerzeugung in der Schweiz 2,2% (1280 Mio. kWh). Im Jahr 2015 wurden in Deutschland 38,5 Mrd. Kilowattstunden Sonnenstrom produziert - das entspricht 7,5% des Gesamtverbrauchs.

Bis 2035 kann die Solarstromerzeugung in der Schweiz auf über 15 Mrd. Kilowattstunden gesteigert werden. Langfristig ist auch ein größerer Anteil an Solarstrom möglich.

In Europa ist die Schweiz der Nachzügler bei der Solar- und Windkraft.

Gemäss der Energie-Stiftung ist die Schweiz eines der schlechtesten Länder Europas für die Erzeugung von Solar- und Windkraft. Der Anteil des Stromverbrauchs am Gesamtverbrauch ist trotz des stärkeren Ausbaus der Fotovoltaik in den vergangenen Jahren weiterhin von gering. In der Schweiz haben sich sowohl für die Solar- als auch für die Windkraftproduktion optimale Rahmenbedingungen ergeben, meint die Anlagestiftung Energie Schweiz (SES) in einer Medienmitteilung vom kommenden Dienstag.

Allerdings fehlen investmentfreundliche Randbedingungen für einen deutlichen Aufbau der erneuerbaren Energie. Laut einer SES-Studie erzeugten im vergangenen Jahr nur vier der 29 befragten Länder Europas weniger Sonnen- und Windkraft als die Schweiz. Im Jahr 2017 wurden in der Schweiz 190 Kilowattstunden Sonnenstrom pro Einwohner und 16 Kilowattstunden Windkraft pro Einwohner aufkommen.

Das bedeutet, dass die Stromerzeugung aus Windkraft kaum erwähnenswert ist. Auch wenn die Erzeugung der beiden regenerativen Energieträger seit Jahren stetig steigt, ist ihr Anteil am Gesamtenergieverbrauch mit 3 Prozentpunkten immer noch niedrig, beklagt SES. In Ländern mit vergleichbaren geographischen Bedingungen wie der Schweiz, wie Österreich (838 Kilowattstunden, entsprechend Platz 10) oder Belgien (821 Kilowattstunden, entsprechend Platz 11), würde bei weniger Sonnenscheinstunden deutlich mehr Elektrizität aus Sonneneinstrahlung und Windkraft erzeugt.

Im Umfeld der Schweiz ist Deutschland der größte Hersteller von neuen erneuerbaren Energien. Mit einer Gesamterzeugung von 1755 Kilowattstunden belegt Deutschland in der Gesamtzahl der Länder Europas hinter Dänemark (2716 kWh) den zweiten Platz. Auch Italien (705 kWh) und Frankreich (487 kWh) erzeugen wesentlich mehr Elektrizität aus Windkraft und Sonneneinstrahlung als die Schweiz.

Mit der Verabschiedung der Energie-Strategie 2050 durch das Volk vor einem Jahr wurde nach Angaben des SES der Grundstock für die Versorgung der Schweiz mit erneuerbarer Energie geschaffen. Allerdings waren die wirtschaftlichen Rahmenbedingen für den Aufbau neuer erneuerbarer Energieträger schlecht.

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