Schweizer Band Yello

Die Schweizer Band Yello

Die Schweizer Konzeptkünstlerin Dieter Meier gilt als "Großvater" des Electropop. Waaas?! Heute tritt Yello, eine der berühmtesten Schweizer Gruppen, im Hallestadion auf.

In den 80er Jahren waren die Electro-Pop-Hits des Züricher Duos Boris Blank und Dieter Meier stilprägend, Lieder wie "The Race", "Bostich" und "Oh Yeah" stürmten die Hitparaden der Welt. Aber selbst auf dem Gipfel ihres Erfolgs spielte Yello keine echten Auftritte und verließ sie bei kurzen Kämpfen, die größtenteils durch Wiedergabe stattfanden.

Um so größer war die Spannung, als die Band 2016 anlässlich der Veröffentlichung ihres dreizehnten Album "Toy" Live-Auftritte in Berlin ankündigte. Auch damals noch schlossen Blanks nicht aus, dass Yello ihre Werke wieder auf die Beine stellen würden - jetzt ist es endlich Zeit für die Schweiz! Yello lassen ihre Lieder vor der Hintergrundbeleuchtung ihres Hauses im Züricher Saalstadion lebendig werden und wollen ein Multimediaspektakel mit LED-Bühnenbildern anbieten, das die damals schon richtungsweisenden Lieder in die Zukunft und darüber hinaus transportiert.

Am Anfang der Erfolgsgeschichte von Yello steht das tranceonische Studio in Zürich, wo die Freunde Boris Blanko und Carlos Péron mit elektrischen Sounds und Feldaufnahmen experimentierten. Im Jahr 1978 schließt sich Dieter Meier den beiden Klangerfindern als strahlende Gestalt an: Nach dem Studium der Rechtswissenschaften hatte sich der Junge aus einer reichen Familie als Pokerkünstler und Action-Künstler angestellt, bevor er in einem Plattenladen Blinde und Peron kennenlernte.

Von nun an erzählt er mit seinen Stakkato-Texten über die Yello-Kompositionen und vervollständigt den Klang der Band. Schon die erste Veröffentlichung von Ralph Records gab Yello seinen ersten Hit: Der Titel "Bostich" ließ 1981 die Dancefloors der Vereine erstrahlen. Nach zwei Jahren verließ er die Band und widmete sich einer Solokarriere. In der Schweiz erreichte sie sogar die Nummer 1, die Platte enthielt auch den Titel "Oh Yeah", den wohl berühmtesten Titel der Geschichte, der es auch bis zum Filmmusik der US-Komödie "Ferris macht blau" brachte.

Weitere Arbeiten wie "Flag" mit seiner Hitsingle "The Race" von 1988 unterstreichen Yellos Ruf als einer der bedeutendsten Repräsentanten des Electro-Pop. Im Jahr 2016 wird nach einer siebenjährigen Kreativitätspause das neue Werk "Toy" veröffentlicht und schießt wieder an die Spitze der Schweizer Charts. Dass Yello ihre knapp 40-jährige Pop- und Kunstkarriere auf die Bühnen des Hallenstadions bringt, wird höchstwahrscheinlich äußerst spannend sein.

Eines sollte klar sein: "Oh ja!" wird sicherlich in den Köpfen einiger Leute auf dem Weg nach Haus nach dem Auftritt sein.

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