Schönau Energie

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Die EWS Schönau Ökostrom & erneuerbare Energien. Erfahren Sie mehr über die Möglichkeiten der erneuerbaren Energien.

Energie-Erlebnis Schönau - Energie der Geschichte

Deutlich wärmer als heute war es - und in einigen Gegenden wurden die großen Naturstoff- und Energieverbrauchskreisläufe zwischen Pflanze und Luft durchbrochen. Wie hat sich ihre Entwicklung auf das klimatische Umfeld ausgewirkt? Was sind die Konsequenzen, wenn wir diese Kraftwerke heute verheizen - genau wie die Steinbrüche aus dem Kohlezeitalter?

Wir wissen seit mehreren Jahrzehnten, dass die fossilen Rohstoffe nicht erschöpflich sind. Können wir es uns aber überhaupt erlauben, alle Kohlevorkommen zu nutzen, bis sie aufgebraucht sind?

Energie-Erlebnis Schönau - Elektrizität muss fliessen, dann - und erst dann

Die Speicherung elektrischer Energie kann in größerem Umfang kaum erfolgen. Erneuerbare Energie aus Lauf-, Wind- und Solarkraftwerken kann nicht bedarfsgerecht geregelt werden. Sowohl Kohle- als auch Kernkraftwerke können nicht so zeitflexibel hoch- und heruntergefahren werden, dass sie rasch genug auf Nachfrageschwankungen reagiert werden können.

Und wie kann also Überschussstrom, der z. B. bei Nacht oder starkem Sturm erzeugt wird, für Spitzenlast gespeichert werden? Schon in den 1920er und Anfang 1930er Jahren wurde in Baden eine erfolgreiche Implementierung einer neuen Technologie durchgeführt.....

In unserem Heimatland. Energiegeladen: Porträt der Kraftwerke Schönau

Aus der Anti-Atombewegung sind die Schönauer Kraftwerke hervorgegangen. Sie versorgen heute mehr als 135.000 Verbraucher in ganz Deutschland mit sauberen Energien - auch als Kooperationspartner der Regensburg. Als das Kernkraftwerk in Tschernobyl am Samstag, den 27. Mai 1986, in Tschernobyl in die Luft ging und eine strahlende Rauchwolke über Europa fegte, schwangen auch die Menschen in der kleinen Schwarzwaldstadt Schönau zwischen Verwirrung, Zorn und Machtlosigkeit.

Die engagierten Menschen um den Mediziner Michael Sladek und seine Gattin Ursula gründen die gemeinnützige Organisation "Eltern für eine atomwaffenfreie Zukunft". Diese wollten ihren örtlichen Anteil an einer neuen energiepolitischen Strategie haben. So kündigten sie Stromspar-Wettbewerbe an, veranstalteten Energiesparkonsultationen und förderten das öffentliche Umdenken in der Elektrizitätswirtschaft. Mit Unterstützung von Fachleuten aus ganz Deutschland wurden im Jänner 1994 die "Elektrizitätswerke Schönau" (EWS) gegründet.

Der KWR forderte einen vollständig erhöhten Strompreis von 8,7 Mio. DEM für das Stromversorgungsnetz Schönau, der aufgrund offenkundiger Irrtümer bald auf 6,5 Mio. DEM reduziert wurde. Das EWS selbst hatte den Stromnetzwert auf 3,9 Mio. geschätz. Das EWS konnte jedoch die im Budget verbliebenen zwei Mio. DEM durch eine bisher einmalige Anzeigenkampagne sammeln.

Unter dem Motto "Ich bin ein Störfall" folgten mehrere tausend Anhänger in ganz Deutschland und darüber hinaus. Der Netzübernahme steht somit nichts mehr im Wege: Ab dem I. Juni 1997 betreibt ein Kraftwerk, das aus der Anti-Atomkraft-Bewegung hervorgegangen war, zum ersten Mal die Elektrizitätsversorgung einer Kommune. Das EWS verwirklicht nun seine Vorstellung von einer umweltfreundlichen Energieversorgung: Elektrizität aus Sonneneinstrahlung, Windenergie, Wasser oder Kraft-Wärme-Kopplung wird entsprechend vergütung.

Im Rahmen des Förderprogramms wurden bisher landesweit mehr als 2000 neue Minikraftwerke gebaut. Schönauers ökologisches und soziales Bekenntnis wurde mehrfach gewürdigt, jüngst wurden die Mitbegründer der EWS, Michael und Ursula Sladek, mit dem Landesverdienstkreuz des Verdienstordens des Landes Baden-Württemberg geehrt. Die EWS konnte mit der Öffnung des dt. Elektrizitätsmarktes im Aprils 1998 ihre Tätigkeit über Schönau hinaus ausbauen.

Bis Ende 2012 sind aus den zunächst 1.800 Stromverbrauchern in Schönau mehr als 135.000 überregionale Kundschaft geworden - private Haushalte, Gewerbe- und Industriebetriebe. Premierminister Winfried Kretschmann überreichte Ursula und Michael Sladek das Verdienstkreuz des Bundeslandes Baden-Württemberg.

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