Ruhrgas ag

Die Ruhrgas GmbH

E. ON Ruhrgas baut neue Zentrale in Essen. Durch den Zusammenschluss von E.ON und Ruhrgas ist die.

Ruhrgas AG" ist nun komplett Vergangenheit.

Auch die Ruhrgas AG, deren Gründung durch E. ON vor zehn Jahren für Furore sorgte, existiert nicht mehr namentlich. Die E. ON Energy Trading SE hat am 1. Januar 2008 ihre Gas-Tochtergesellschaft mit der E. ON Energy Trading SE auf die E. ON Global Commodities SE (EGC) verschmolzen. Der Firmenkunde Vertriebsgeschäft der weitergeführt E. ON Ruhrgas AG wird von der EGC-Tochter E. ON Energy Sales GmbH und weiterhin von der E. ON-Vertriebsgesellschaft Deutschland betreut.

Das neue Tochterunternehmen für den global energyhandel hat die rechtliche Form einer Societas Europaea (SE) â" ebenso wie die Konzern-Holdinggesellschaft, die durch Beschluss der ordentlichen Generalversammlung vom 15. November 2012 nicht mehr in eine AG nach deutschem Recht umgewandelt wird (120513). E. ON Energy Trading nutzt diese Form seit 2009.

Die E. ON Global Commodities SE (EGC), jetzt Ruhrgas AG hinzugefügt, ist in diesem Jahr aus der Umfirmierung auf den Namen der E. ON Global Commodities SE entstanden. E. ON Ruhrgas AG war bisher nur eine Tochtergesellschaft des Gashandels. Das landesweite Verkehrsnetz wurde im August 2010 in "Open Grid Europe GmbH" umfirmiert (110806) und im April 2012 an ein international tätiges Finanzinvestorenkonsortium veräußert (120507).

Dies bedeutete, dass das Untenehmen Kernstück verlor, zumal das langfristige Lieferverträge für Russische Gas, das ihm blieb, in der Zwischenzeit zu einer Belastungsquelle geworden war (110708). Der Stillstand der Ruhrgas AG ist ein merkwürdiger Gegensatz zu der wichtigen Aufgabe des 1926 gegründeten Unternehmens gegründete in der deutschen Energiegeschichte.

Ursprünglich ein Ferngasunternehmen des Ruhrbergbaus, das ein großes Areal im westlichen Deutschland mit Koksofengas belieferte â" daher der Titel â", hat die Ruhrgas AG nach dem zweiten Weltkrieg dem exklusiven Importeur und überregionalem Netzbetreiber Ursprünglich das aus den Niederlanden und dann in immer größeren Quantitäten aus Russland stammende Gas entwickelt.

Ruhrgas ist auch nach der Vereinbarung mit BASF/Gazprom das mit großem Vorsprung wichtigste Gasunternehmen geblieben. Sensation und Widerspruch gab es, als der erst vor einem Jahr aus der Fusion der beiden Gesellschaften Veba und Viag mit ihren Stromlieferanten PreussenElektra und Bayernwerk entstandene neue E. ON-Konzern 2001 mit dem Mehrheitserwerb an Ruhrgas (010701, 011007) gezielt an den Start ging.

Mit der offiziellen Mitteilung an das Kartellamt (011110) über seine Übernahmeabsicht verweigerte die Behörde die Genehmigung (020103). E. ON verfügte aber offenbar von Anfang an über ein Versprechen des damals von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD), das Vetorecht mit einer Sondergenehmigung des Bundesministers fÃ?r Wirtschaft auszusprechen. Die Aufhebung des Vollstreckungsverbotes für sah das OLG Düsseldorf jedoch keinen Anlass, zumal auch die Aufholverhandlung "nicht ordnungsgemäà und nach dem Recht durchgeführt" (021201) lautete.

Alle neun Gesellschaften, die gegen die Genehmigung des Ministeriums Klage erhoben hatten, haben am Stichtag die Klage unter zurück zurückgezogen, und E. ON konnte am gleichen Tag die Übernahme der Ruhrgas AG abschließen. Wie hoch die Entschädigung war, die E. ON den neun Gesellschaften zugesagt hatte, um die Ruhrgas AG an übernehmen verkaufen zu können, wurde nie bekannt.

E. ON schätzt die Zahl auf 90 Mio. EUR, was wahrscheinlich deutlich unterschätzt wurde oder dem Gewichtswert von Zugeständnisse (030101) nicht entspricht. Ebenfalls nicht bekannt war der Gesamtbetrag, den der E. ON-Konzern für den Erwerb der Ruhrgas AG aufwenden musste, deren Netzverbund er neun Jahre lang allein an später verkaufte und einen Umsatz von 3,2 Mrd aufwies.

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