Photovoltaik in Deutschland

Fotovoltaik in Deutschland

Ein spannendes Thema, das hier anschaulich und aktuell beantwortet wird. Ausbau in Deutschland auf 1750 MW im Jahr 2017 Erneut wurde die BNetzA über neue Photovoltaikanlagen mit gut 157,8 MW informiert. Im Jahr 2017 fand keine Jahresend-Rallye beim Ausbau der Photovoltaik-Kapazitäten statt. So wurden im vergangenen Monat neue Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 157.844 MW bei der BNetzA angemeldet, wie die Stadt Bonn am vergangenen Donnerstag mitteilte.

Noch vor einem Jahr waren es rund 450 MW, da zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) im Jahr 2017 noch viele Photovoltaik-Projekte an ausschreibungspflichtigen Gebäuden mit einer Leistung von 750 kW oder mehr durchgeführt wurden.

Die Photovoltaikleistung betrug in diesem Jahr in Deutschland fast 1753 MW, was einer Steigerung von rund 200 MW gegenüber den beiden vorangegangenen Jahren entspricht. Sie bleibt jedoch weit unter dem von der Politik festgelegten Ziel-Korridor von 2500 MW neuer Photovoltaikleistung pro Jahr. Die Vereinigung rief nochmals dazu auf, bestehende Markthindernisse und Erweiterungsdeckungen für Photovoltaikanlagen abzubauen.

In den nächsten zwei Jahren waren die von Union und SPD im Rahmen des Sondierungspapiers vereinbarten Ausschreibungen für Photovoltaikanlagen mit einem Volumen von vier Gigawatt "einen Sprung in die gewünschte Richtung gemacht, aber zu kurz gesprungen". So wurden im Dez. 2017 4049 kleine Photovoltaikanlagen mit 81.954 MW bei der BNetzA nach deren Erscheinen registriert.

Von diesen gingen in diesem Zeitraum nur 2215 Photovoltaikanlagen mit einer Nennleistung von rund 46,16 MW in Produktion. Die Freiflächensysteme machten im vergangenen Jahr einen wesentlichen Teil der zusätzlichen Kapazität aus. Nach Angaben des Anlagenregisters der BNetzA wurden im vergangenen Jahr 21 Solarkraftwerke mit einer Gesamtkapazität von fast 75,9 MW an das Stromnetz angeschlossen.

Bei den neuen Freiflächen-Turbinen liegt die Ausgangsleistung zwischen 408 und zehn MW. Von den 21 Projekten hat die BNetzA 14 Aufträge vergeben, vor allem aus den Pilot-Ausschreibungen 2015 und 2011. Die Entwicklung des photovoltaischen Mieterstroms ist nach wie vor zäh. So wurden im Monatsdezember 15 neue Mieterkraftwerke mit einer Gesamtkapazität von 372,4 kW registriert.

So wurden seit in Kraft treten des neuen Gesetzesentwurfs im Juni bei der BNetzA für 53 Vorhaben mit einer Leistung von 1,2 MW beantragt. Weil die neue Photovoltaikleistung noch unter dem angestrebten Korridor ist, blieb die Förderung von Januar bis März konstant. Der Einspeisetarif für Photovoltaik-Dachanlagen beträgt je nach Größe der Anlage zwischen 10,61 und 12,20 Eurocent pro Kilowattstunde.

Für den Direktvertrieb, der für Photovoltaikanlagen ab 100 kW obligatorisch ist, liegt der Investitionswert zwischen 8,84 und 12,60 Cents pro KWSt. Laut BNetzA betrug die Gesamtleistung aller subventionierten Photovoltaikanlagen in Deutschland bis Ende 2017 42.982 GW.

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