Photovoltaik Heizung

PV-Heizung

Immer häufiger stellt sich die Frage, ob es Sinn macht, mit Photovoltaik zu heizen - was hier beantwortet wird. Gibt es etwas Naheliegenderes, als den auf dem eigenen Dach erzeugten Strom mit einer Photovoltaikanlage zum Heizen zu nutzen? Das Heizen mit Photovoltaik ist für den Endverbraucher interessant. Rüsten Sie Ihre PV-Anlage und Heizung kostengünstig nach. Photovoltaik-Gegner hoffen auf ein vorzeitiges Ende des Solarbooms in Deutschland.

Heizung mit Photovoltaik: Sinnvoll oder blöd?

Heizung mit Photovoltaik: Sinnvoll oder blöd? Solarenergie, wie sie von einer Solarstromanlage (Photovoltaikanlage, kurz: PV-Anlage) auf dem Solardach produziert wird, kann selbst verbraucht (Eigenverbrauch) oder ins Stromnetz eingespeist werden. Damit wird der Anteil des Eigenverbrauchs an Solarenergie erhöht, um Energiekosten zu senken. Immer öfter stellt sich die Frage, ob es sinnvoll ist, mit Photovoltaik zu beheizen - was hier geklärt wird.

Die Informationen belegen zum einen die Wichtigkeit der Hitze für den Eigenverbrauch und zum anderen das Energieeinsparpotenzial und die daraus entstehenden Kosten, die auf die Hitze zurückzuführen sind. Die Nutzung von selbst produziertem Sonnenstrom zur Erzeugung von Raumheizung könnte eine der Möglichkeiten sein, Wärmeenergie und Heizungskosten zu senken. Das Photovoltaiksystem auf dem Hausdach als elektrische Energiequelle (Strom) wird immer billiger: Die Anlagenpreise fallen seit Jahren immer mehr.

Das senkt auch die Selbstkosten für Solarenergie. Trotz der proportionalen EEG-Abgabe ( "EEG" steht hier für das Erneuerbare-Energien-Gesetz, das in seiner Version von 2014 eine proportionale Abgabe für Systeme mit einer Ausgangsleistung von mehr als 10 Kilowattstunden vorsieht) ist sie immer noch billiger als der übliche Haushaltsstrom, der von einem Netzbetreiber bezogen wird.

Die modernen Elektroheizungen (Elektroheizungen, Elektroheizungen) sind heute hocheffizient: Sie verwandeln Elektrizität in Hitze mit sehr hoher Ausbeute. Damit wird ein sehr hoher Anteil des von der Photovoltaikanlage produzierten und zur elektrischen Heizung beförderten Solarstroms zur Wärmeerzeugung genutzt. Stromnetzparität für Photovoltaik ist seit langem gegeben, Ölparität wird von Energieexperten wie Volker Quaschning in wenigen Jahren erhofft.

Hinweis: Das typische Leistungsbild einer Photovoltaikanlage macht als Energieträger für Elektroheizungen nur sinnvoll, wenn sie z.B. für Fußboden- oder Wandheizungsanlagen eingesetzt werden. Herkömmliche Elektroheizungen werden mit hohen Leistungen und hohen Strömen betrieben. Der Direktbetrieb einer elektrischen Heizung mit Solarenergie ist aber nur eine Möglichkeit, mit Photovoltaik zu beheizen.

Zusätzlich besteht die zweite Anschlussmöglichkeit der PV-Anlage an einen Zwischenspeicher zur elektrischen Vorwärmung des Brauchwassers und des darin gepufferten Heizwassers, wodurch die Heizungsregelung die Heizleistung entsprechend reduzieren würde. Die dritte Option wäre nicht zu vergessen die Verwendung von elektrischen Solarwärmepumpen, die an eine konventionelle Heizung angeschlossen sind, um den Kraftstoffverbrauch zu senken.

Ein nicht unerheblicher Teil des Stroms wird benötigt, um die benötigte Wärme zu produzieren. Man braucht etwa fünf bis zehn Mal so viel kWh Elektrizität, um mit Elektrizität zu beheizen, wie man für Elektrizität benötigt, meint Cornelia Daniel in ihrem Beitrag auf dem Internetportal Solarenergie, das nach eigenen Aussagen die offizielle Fachzeitschrift der Deutsche Gesellschaft für Solarenergie e. V. ist.

Ein typisches Einfamilien-Photovoltaiksystem mit einer Leistung von fünf Kilowattstunden - mit 20 Solarmodulen zu je 250 WP - produziert ca. 1000 Kilowattstunden Sonnenstrom pro Jahr, davon 5000 Kilowattstunden Elektrizität, sofern eine Kilowattstunde Photovoltaikenergie ausreicht. Dies würde den Strombedarf eines gewöhnlichen 4-Personen-Haushalts abdecken, der bei rund 4000 Kilowattstunden liegen würde.

Es waren noch 1000 Kilowattstunden übrig, um das Haus zu beheizen. Ist das genug, um das Haus zu beheizen? Der nach der Energieversorgung verbleibende Sonnenstrom von 1000 Kilowattstunden würde somit nur ein zwanzigstes bis ein zwölftes Drittel des Heizwärmebedarfs des Haushalts ausmachen. Aber auch wenn man dies ignoriert, das Berechnungsbeispiel verdeutlicht, wie viel oder besser: wie wenig eine solche Photovoltaikanlage zum Aufheizen beitragen kann.

Hinweis: Das bedeutet nicht, dass kleine PV-Systeme für die eigene Stromerzeugung sinnlos sind. Für die Gewinnung von Elektrizität und Hitze für Prozesswasser (Trinkwasser) und Heizung wird jedoch mehr benötigt: mehr Photovoltaik, also mehr Photovoltaik, also mehr Modul und damit grössere Systeme. Sind die örtlichen Gegebenheiten, einschließlich der Orientierung des Dachs zur Sonneneinstrahlung, Neigung und Beschattung nicht optimal, wird noch mehr Photovoltaikfläche benötigt.

Ein weiteres Hindernis für das Beheizen mit Photovoltaik ist die soeben erwähnte Zeitdifferenz zwischen solarer Stromerzeugung (Angebot) und Wärmebedarf (Nachfrage): Man muss berücksichtigen, dass eine Photovoltaikanlage in unseren Breitengraden während der Heizperiode (Oktober bis April) weniger Sonnenstrom produziert als in den sonnenintensiven Sommermonaten. So steht im Hochsommer, wo kaum eine Raumheizung erforderlich ist, mehr als die doppelte Menge an Sonnenenergie zur Verfügungs.

Gerade das ist das Hauptproblem, wenn Solarenergie zum Beheizen genutzt werden soll. Schon in kürzerer Zeit wird der Zeitunterschied deutlich: Solarenergie kommt am Tag, wenn die Sonneneinstrahlung kommt, vom Dacheingang. Besonders nachgefragt wird die Wärme von diesen Verbrauchern am Morgen und Abend, wenn es im Sommer noch oder schon kalt ist und kein Sonnenstrom mehr vom Hausdach kommt.

Die gewonnene Wärme wird gespeichert und so lange auf Lager gehalten, bis sie wiederverwendet wird. Tipp: Nahezu nur noch Wohngebäude können heute mit Photovoltaik und elektrischer Heizung ohne Energiespeicher beheizt werden, die nach dem Passivhausstandard gebaut oder nach diesem Maßstab renoviert wurden. Würden zur Zeit mehr Elektrizität produziert als konsumiert, würde der Stromüberschuss den Solarspeicher so lange laden, bis er ausgelastet ist.

Bei Bedarf könnte der überschüssige Sonnenstrom in das Netz eingespeist werden. Als Speicher dient ein geeignet isolierter Speicher, in dem ein elektrisches Heizelement mit Sonnenstrom betrieben werden kann und das abgepufferte Brauchwasser erwärmt. Erfreulich ist, dass das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) den Bau von Solarstromspeichern mit günstigen KfW-Darlehen im 275.

Eine Beheizung mit Photovoltaik ist prinzipiell möglich. Aber es macht nur Sinn, wenn es sich auszahlt.

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