Penzlin Insolvenzverwalter

Insolvenzverwalter Penzlin

Ausführliche Seite mit Kontaktinformationen und Liste der Insolvenzverfahren des Verwalters Herrn Dietmar Penzlin. Dr. Dietmar Penzlin Hauptsächlich ist er als Insolvenzverwalter aktiv und wurde von den Landgerichten Hamburg, Itzehoe, Norderstedt und Pinneberg in bisher rund 1.000 Konkursverfahren bestell. Bei seiner Rechtsberatung liegt sein Schwerpunkt auf der Restrukturierung von Unternehmen.

In der Betreuung von Anlegern, geschäftsführenden Direktoren, Aktionären und Großkreditgebern in Krisen und Insolvenzen verfügt er über langj. Erfahrung. Dr. Penzlin ist Fachanwältin für Unternehmensinsolvenzrecht und Rechtsanwältin (England und Wales).

Sein Studium absolvierte er an den Hochschulen Würzburg, Bayreuth (Dr. jur.), Freiburg und London (LL.M.). Zwischen 2001 und 2007 arbeitete er für White & Case in New York, Hamburg, London und Frankfurt, seit 2006 als Teilhaber. Als Verfasser von zahlreichen Veröffentlichungen und regelmäßiger Vortragender zu insolvenz- und bankgerechten Thematiken.

Prozessinformationen.

Zahlungsunfähigkeit. Einer der Gesellschafter der Kanzlei ist seit über zehn Jahren als Insolvenzverwalter inne. Sämtliche Gesellschafter verfügen über eine fundierte Berufserfahrung in anspruchsvollen Insolvenz- und Sanierungsfällen. Zielsetzung unserer Aktivitäten ist es, Firmen und Arbeitsplätze zu erhalten und gleichzeitig die Kreditgeber bestmöglich zu befriedigen. Dazu bedienen wir uns des Anwendungsbereichs der Konkursordnung - von der übertragenen Restrukturierung bis zum Konkursplanverfahren.

Als Kreditgeber oder Partner eines zahlungsunfähigen Betriebes können Sie hier verfahrenstechnische Hinweise zu einem Teil des von uns geführten Insolvenzverfahrens nachlesen. Das Kreditoreninformationssystem (GIS) ermöglicht es Ihnen, die Einsicht in das Konkursverfahren im Internet zu haben. Auf dieser Seite informieren Sie sich über den derzeitigen Status des Insolvenzverfahrens und können Ihre Forderungsanträge oder Prüfergebnisse einsehen. Bei Bedarf können Sie sich auch an uns wenden. Diese Gläubigerleistung erbringen wir in ausgesuchten Nachlassverfahren.

Insolvenzverwalter Dietmar Penzlin im Interview: Die Firma ist zurück - "ein guter Start".

Verwurzelt in Itzehoe: Dietmar Penzlin ist der Nachkomme des ehemaligen Vizelandgerichtsdirektors Lothar Penzlin, aufgewachsen in der Bezirksstadt und Absolventin des Kreisgymnasiums, heute Gymnasium Sophie-Scholl. In Süddeutschland hat er Rechtswissenschaften studiert und im Bereich des Insolvenzrechts promoviert. Er ist Mitbegründer der Anwaltskanzlei Schmidt-Jortzig Peter sen Penzlin in Hamburg, wo er auch mit seiner Ehefrau und zwei Kinder mitlebt.

Rechtsanwalt Dietmar Penzlin hat das Unternehmen durch das Konkursverfahren begleitet: Es war eines der grössten Konkursverfahren der deutschsprachigen Wirtschaft - und Dietmar Penzlin war inmitten. Seit Jänner 2014 beschäftigt ihn das Geschick der Firma PROCON REGENERIERTE ENERGIE GRUPPE nahezu rund um die Uhr - er und ein Stammteam von 40 Juristen, Wirtschaftsprüfern, Steuer- und Betriebsberatern.

Das Team bestand aus knapp 100 Mitarbeitern, die versuchten, das insolventen Windkraftunternehmen zu erlösen. Erfolgreich: Am zweiten Tag des Jahres 2007 beschloss die Kreditorenversammlung in Hamburg klar für eine gemeinsame Zukunftsperspektive. Das Konkursverfahren wurde zum Stichtag der Insolvenz eingestellt. Aber Penzlins Werk ist noch nicht zu Ende. Sehr geehrter Kollege Penzlin, von allen Beteiligten, auch vom Oberbürgermeister, gab es viel Anerkennung für Ihre Tätigkeit als Insolvenzverwalter.

Ich bin zwar sehr zufrieden, aber ich bin auch sehr zufrieden mit dem Ergebnis, dass ich mit dem richtigen Partner und den Prokon-Mitarbeitern zusammen gearbeitet habe. Doch auch im Arbeitsalltag gab es viele kleine Höhepunkte bei Arbeitsgesprächen und privaten Gesprächen im Betrieb. Unangenehmer war sicherlich der Streit mit dem Unternehmensgründer Carsten Rodbertus, der endlich gehen musste und nun als Mitarbeiter in der von der Firma PROCON geförderten Holzpalettenfabrik in Torgau mitarbeitet.

Aber Ende 2014 habe ich mich mit dem Kollegen Rodbertus freundschaftlich und aussergerichtlich geeinigt, und seither halte ich die Sache für beigelegt. Diesen Sommers traf ich bei einem meiner Arbeitsaufenthalte in Torgau den Kollegen Rodbertus. In enger Verbindung mit Rodbertus stand der spezielle Spirit von PROCON, der offensichtlich auch in der Insolvenzzeit viele motivierte.

Der Spaß an der Wahl der Kooperation war groß. Aber jetzt hören Sie die Stimme des Unternehmens, die eine klare Desillusionierung zeigt. Das ist nicht mehr der Prophet, für den wir kämpften. Meiner Meinung nach ist der "Prokon Spirit" - der Fokus auf persönliche Initiative und Schaffenskraft - im Betrieb unabhängig vom Einzelnen präsent.

Dies zu erreichen, war sowohl Zielsetzung des Konkursverfahrens als auch Zielsetzung des Genossenschaftsrates. Welche Maßnahmen sind nach Beendigung des Konkursverfahrens noch für Sie zu ergreifen? Mit der Aufhebung des Konkursverfahrens am I. Aug. ist die Firma nun uneingeschränkt am Netz, mein Aufgabenbereich ist seither erheblich beschränkt.

Die Gesellschaft steht nun unter der alleinigen Kontrolle des Vorstands, der die Geschäfte mit seinem Verwaltungsrat koordiniert. Mittlerweile ist die Firma eine Kooperation mit mehr als 37.000 Mitgliedsunternehmen. Es herrschen gute Startbedingungen, das Unter-nehmen muss sich nun den Anforderungen des Markts stellen. Wie ich jetzt vernehme, gibt es auch bei zukünftigen Investoren einen großen Wunsch, in die Firma PROCON zu investierten.

Die Gesellschaft muss sich auf die im Insolvenzplan enthaltene Begebung der notierten Schuldverschreibung 2016 einstellen, aber auch mit vielen anderen Interessengruppen im kooperativen Bereich zusammenarbeiten. Vor allem aber hat das Unter-nehmen eine ganze Serie von großen Windpark-Projekten zu errichten. Einige Dinge haben wir im Konkursverfahren bereits ausgearbeitet, jetzt muss es implementiert werden.

Nochmals ein Rückblick: Was ist durch die Zahlungsunfähigkeit unterblieben? Der Insolvenzanteil, wie wir ihn eingeschätzt haben, liegt bei rund 58 vH. Den Gläubigern werden verschiedene Grundbausteine für die Zufriedenheit gegeben: Manche empfangen Barzahlungen, dann gibt es die Schuldverschreibung als Finanzinstrument, das dritte Finanzinstrument sind die Mitgliedsanteile an der Windkraft.

Rund 75.000 Investoren haben bei der Firma PROCON durchschnittlich rund 20.000 EUR investiert - für ein solches Gewinnbeteiligungsmodell recht hoch. In geordneter Weise habe ich Schreiben von Kreditgebern bekommen, die mir ihre Lebenssituation beschrieben haben, vor allem von vorgerückten Kreditgebern, die einen beträchtlichen, teilweise auch einzigen Teil ihrer Altersversorgung gekürzt und damit auch entgangen sind.

Die tatsächlich sehr gute Insolvenzrate ist für diese Unternehmensgruppe also nur ein kleiner Nachteil? Mit einer durchschnittlichen Insolvenzrate in Deutschland im zweistelligen Bereich ist es sicherlich ein sehr gutes Jahr. Natürlich ist es der gesunde Kernbestand von PROCON mit mehr als 300 Windkraftanlagen und den vielen in der Entwicklung befindlichen Vorhaben - es gibt eine beachtliche Anzahl von zweistelligen Zahlen von Vorhaben, die kurz vor der Realisierung stehen. Zurzeit sind es nur wenige.

Rund 200 Stellen sind in der Region gesichert, und das Unter-nehmen beschäftigt fast 300 Mit-arbeiter. Die Tatsache, dass es dank einer großen Gemeinschaftsinitiative möglich war, fast zwei Dritteln der Stellen zu behalten und ein grundsätzlich solides Betrieb wieder auf den Markt zu bringen, und das nach nur 18 Mon. - "nur" bei Konkursverfahren dieser Größe.

Sie war eines der grössten in Deutschland. Zu den großen Schwierigkeiten gehörte die sehr große Anzahl von Gläubigen, die nicht aufgebaut oder geordnet waren, sondern nur für individuelle Vervielfacher wie die "Freunde von Prokon" zugänglich waren. Spielt es für Sie als ITZehör eine ganz spezielle Funktion, mit dem zahlungsunfähigen ITZehörer-Unternehmen umzugehen?

In allen meinen Konkursverfahren gehe ich sehr engagiert vor. Vor allem aber wuensche ich dem Konzern und seinen Mitarbeitenden viel Glück. Das ist ein guter Anfang, deshalb sollten Sie jetzt konstruktiv in die Vergangenheit schauen und sich den neuen Anforderungen stellen.

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