Offshore Wind Deutschland

Wind Offshore Deutschland

Offshore-Windenergie in Deutschland steht noch am Anfang ihres Entwicklungspfades. Expansionszahlen für das erste Semester 2017 Zum Stichtag 31. Dezember 2017 waren 1.055 Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von 4.749 Megawatt an das Stromnetz angeschlossen.

Im Jahr 2017 erwartet die Industrie rund 900 Megawatt neue Kapazität. Das Ausschreibungsergebnis in Deutschland unterstreicht deutlich die Innovationsstärke und das Kostensenkungspotenzial der Offshore-Windindustrie. Durch neue verlässliche und leistungsfähigere Turbinen mit größeren Rotordurchmessern, grössere Windpark-Projekte im Ganzen, Neuerungen bei den Fundamentstrukturen, verbesserte Betriebs- und Instandhaltungskonzepte und vorteilhaftere Finanzierungsbedingungen konnten die Stromerzeugungskosten deutlich gesenkt werden.

Die Offshore-Wirtschaft forderte im Juli 2017 in einer "Gemeinsamen Erklärung" auch ehrgeizigere Erweiterungen auf europ. Bis 2030 bestätigt die Branche ihre Bereitwilligkeit zu einer Erweiterung um jährlich 6 GW in Europa Für weitere Kosteneinsparungen wäre eine jährliche Erweiterung um wenigstens 4 GW erforderlich.

In der Deklaration erkennen Vertreter der Regierungen Belgiens, Dänemarks und Deutschlands die bereits erzielten Kosteneinsparungen an und plädieren auch für eine deutliche Ausweitung bis 2030. Darüber hinaus sollen auf Gemeinschaftsebene mehr Rahmenbedingen für die Förderung von Offshore-Projekten, Netzwerken und Infrastruktureinrichtungen entstehen. Mit den aktuellen Ausbauzielen der Bundesrepublik Deutschland, die in den 1920er Jahren einen Jahresausbau zwischen 500 und 840 Megawatt erwarten lassen, wird die Offshore-Windindustrie in Deutschland gebremst.

Allerdings sind ein starkes Inlandsgeschäft, zuverlässige gesetzliche Rahmenbedingen und erhebliche Expansionsvolumina erforderlich, um die technologische Führerschaft der Offshore-Windindustrie in Deutschland zu erhalten und weitere Kosteneinsparungen durch Größenvorteile im Wettbewerbsumfeld zu erzielen. Darüber hinaus müssen weitere Erprobungsmöglichkeiten für Muster und neuartige Bauteile von Offshore-Projekten in Deutschland geschaffen werden, für die die regulatorischen Randbedingungen angepaßt werden müssen.

Denn nur durch die Investition in den Bereich F&E und ein ehrgeiziges Volumen kann Deutschland seine Technologieführerschaft ausweiten. Ausschlaggebend für den erfolgreichen Energiewandel in Deutschland sind neben dem Aufbau der regenerativen Energieversorgung vor allem der weitere Aufbau des Netzes und die Fortschritte bei der Sektorkopplung. Außerdem sollte die Steigerung der Markttransparenz und die Schaffung von mehr Konkurrenz für Offshore-Netzanschlüsse, z.B. durch kostenreduzierende Angebote, in Betracht gezogen werden.

Dieser gesamtgesellschaftliche Prozeß soll von den Firmen der Offshore-Windindustrie mit allen Akteuren aus Wissenschaft, Praxis und Industrie mitgestaltet werden.

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