Neuer Stromzähler Kosten

Kosten für neue Stromzähler

Bei modernen Messgeräten sind die Kosten höher als bei den bisherigen. Diese Kosten werden von den Eigentümern der Häuser getragen. Die Installation und der Betrieb dieser Stromzähler sind aber auch mit neuen Kosten verbunden. Ältere Geräte verbrauchen oft viel mehr Strom als neue Geräte. Was kosten die neuen Stromzähler?

Pressen

Im Gegensatz zu den bisherigen Planungen müssen Haushalte und Hausbesitzer nun nicht nur für den elektronischen Stromzähler (Smart Meter), sondern auch für dessen Installation selbst aufkommen. Es sei ein Skandal, dass die große Regierungskoalition den Konsumenten in einer Nacht- und Nebelaktion gewaltige Kosten in die Schuhe schiebe und die aktuellen Unternehmen entlaste, bemängelte Geschäftsführer Michael Monk.

Das Digitalisierungsprojekt sah zunächst vor, dass die Kosten für die Installation der neuen Stromzähler in erster Linie von denjenigen getragen werden sollten, die davon am meisten profitierten: die Netzbetreiber und die Stromversorger. Weniger als 24 Std. vor der Einführung wurde das Recht heimlich abgeändert, so dass nun die Besitzer die Kosten für das Installationsgerät der neuen Smart Meter selbst übernehmen müssen.

Bislang wurden beim Auftraggeber in Dortmund zu gewissen Strompreisen auf Kosten von DEW21 die intelligenten Stromzähler installiert. Die neuen Stromzähler bieten den Verbrauchern keine nennenswerten Vorzüge, sondern versprechen vor allem höheren Erträgen für Netzbetreiber und Energieversorger, so Dr. Michael Müller. Für die Rechnungsstellung werden die erhobenen Leistungsdaten aus der Ferienwohnung an den Stromlieferanten übertragen.

Smart Meter können auch einen genauen Überblick über das Verbraucherverhalten der Konsumenten liefern. Die Tatsache, dass die Konsumenten nun auch einen erheblichen Teil der Kosten für diesen ökologisch und ökonomisch sinnvollen Unsinn übernehmen müssen, ist tödlich und für die Annahme der Energierevolution sehr nachteilig.

Bisherige Veränderungen

Durch intelligente Stromzähler, die es seit einiger Zeit gibt, sollen die Konsumenten einfacher Elektrizität einsparen und damit Kosten einsparen. Aus einer Untersuchung geht jedoch hervor, dass eine flächendeckende Markteinführung mit größerer Wahrscheinlichkeit den gegenteiligen Effekt und noch höhere Kosten mit sich bringen würde. Dort müssen seit Mitte 2011 die Stromzähler für den Neubau bei umfassenden Sanierungen und Endverbrauchern mit einem jährlichen Verbrauch von über 6.000 kWh installiert werden.

Einerseits sind die aussagekräftigen Stromzähler in der Lage, den Energiebedarf sehr präzise zu erfassen und zu verfolgen, andererseits ist es auch möglich, die Verbraucherdaten unmittelbar an das jeweilige Untenehmen weiterzugeben. Dadurch sollen die Konsumenten motiviert werden, ihren Energieverbrauch zu senken. In der EU-Richtlinie heißt es, dass bis 2020 zumindest 80 Prozentpunkte der Konsumenten mit einem solchen Verbrauchszählersystem ausgerüstet sein sollten, vorausgesetzt, dass die Einführung solcher Smart Meter als kostengünstig angesehen wird.

Aber dass diese kostengünstig sind, wird immer mehr widerlegt und in Frage gestellt. Die vom Wirtschaftsprüfer Ernst & Young im Auftrage des Bundesministeriums für Wirtschaft un Technik durchgeführte Kosten-Nutzen-Analyse hat ergeben, dass die EU-Anforderungen weder machbar noch ökonomisch vertretbar sind. Danach können private Haushalten mit einem jährlichen Verbrauch von mehr als 6000 kWh ihre Strompreise um ein Vielfaches reduzieren.

Die Installation und der Einsatz dieser Stromzähler sind aber auch mit neuen Kosten verbunden. Daraus könnten sich laut der Untersuchung bis 2020 Kosten von 20,8 Mrd. anrichten. Eine neue Messstelle würde 89 bis 109 EUR mehr kosten. Wie das Online-Portal golem.de mitteilte, berechnen die Energieversorger eine volle Gebühr auf die Kosten der Verbraucher.

Nach ihrer Einschätzung lagen die Kosten, die im Jahr anfallen, bei 170 EUR. Schutzeinrichtungen der Konsumenten kritisieren aber schon jetzt, dass die Zusatzkosten, die durch die Untersuchung geschätzt wurden, zu hoch sind," so das Webportal. Neben dem Kosten-Nutzen-Effekt und seiner Zweifelhaftigkeit erscheint auch der Schutz der Daten als ein Hindernis.

Datenschutzbeauftragte sehen darin einen Verstoß gegen die Persönlichkeitsrechte der Konsumenten. Im bereits erwähnten Guthabensaldo wurde aus ökonomischen Gesichtspunkten vorgeschlagen, aus dem Messverfahren resultierende nützliche Daten zu veräußern. Durch das neue Messverfahren können die Energielieferanten auch eine viel bessere Steuerung der Konsumenten erreichen.

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