Megawattstunde Preis

MWh Preis

VORSICHT: Der angegebene Preis entspricht nicht dem Energiepreis für Endkunden. Minutenreserven kosten über 24.000 EUR pro Megawattstunde. Das neue Auskunftssystem " Smard " (170701) macht es möglich, exakt zu beobachten, wie die Nachfrage nach Regelenergie am späten Nachmittag des 18. Oktobers schlagartig außergewöhnlich hoch wurde und wie der Preis pro Megawattstunde explodiert ist.

Der Preis für die von den Betreibern der Übertragungsnetze zum Abgleich von Stromproduktion und -verbrauch benötigte Kleinstreserve lag am 17. Oktober kurzfristig bei bis zu 24.455 Euro pro Megawattstunde (MWh).

Dies nutzte die BNetzA, um die bestehenden Regelungen zur Gewinnung und Nutzung von Regelleistungen einer detaillierten Überprüfung zu unterziehen. 2. Sie prüft zurzeit, ob und inwieweit diese Kursexplosion durch Insiderhandel und Marktmanipulationen ausgelöst wurde (siehe Hintergrund: "Mondpreise für Minutenreserven"). Bei einem Höchstwert von 99.999 Euro/MWh - der auf der Merit Order Liste steht, aber nicht wirklich freigeschaltet wurde - stoßen sie selbst an die technischen Grenzen des computergestützten Retrievalsystems.

Andere "Schnapszahlen" wie 77.777 Euro/MWh oder 88.888 Euro/MWh standen ebenfalls in großer Zahl auf der Offertliste vom 18. November - so, als wollten sich die Lieferanten einen Scherz machen, für den nichts weiter als eine verständliche Rechnung war. In der day-ahead Auktion betrug der Preis hier 67.92/MWh und im Intraday-Markt 74.52/MWh.

In den betroffenen Quartalen lagen die Werte bei 72,44 Euro/MWh bzw. 74,85 Euro/MWh. Aber auch bei der Regelenergiebeschaffung gab es keinen Mangel. Seit geraumer Zeit ist die Entscheidungskammer besorgt über einen Anstieg der Energiepreisnotierungen für die Minute Reserve, der natürlich nicht auf Engpässe auf den Elektrizitätsmärkten zuruckzuführen ist.

Ursprünglich wurden solche extremen Preise nur von wenigen Firmen mit geringen Liefermengen angeboten. Infolgedessen dringen solche überhöhten Arbeitskosten immer mehr in die Verdienstordnung ein. "Sollten die Auswertungen ergeben, dass die Preise für Regelleistungen nach wie vor keine Beziehung zu den Elektrizitätsmärkten aufweisen und somit noch beträchtliche Verzerrungen auftreten, verkündet die Entscheidungskammer bereits jetzt, alle erforderlichen Massnahmen auch in absehbarer Zeit zu erwirken.

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