Lisa Coburn

Der Lisa Kobold

Privat Lisa Wagner: "Ein bisschen Bullerbü": Das war ihre Kindheit. Finden Sie das perfekte Bild von James Coburn. Abraham Langdon Coburn: Fotografie zwischen Pictorialismus und Modernismus - Katharina Hauswald

Als erster Maler schrieb Alvin Langdon Coburn 1916 über die "abstrakte Fotografie" und setzte sie optisch um. Mit Coburns Werk als zentraler Gestalt des epistemischen ästhetischen Umsturzes um die Jahrtausendwende illustriert Cathrin Hauswald auf eindrucksvolle Weise die Geschichte der Fotografie vom neunzehnten bis zur Gegenwart. Coburn erfasst und formt die Erschütterungen des technischen und fotografischen Fortschrittes, während der Kunstfotograf sich selbst als doppeldeutiges und regelrecht anti-modernes Moment seiner fotografischen Arbeit betrachtet, dessen Hauptziel immer seine eigene Nobilitisierung ist.

Georg Pusenoff

Georg Pusenkoff, 1953 in Krasnopolje, Weißrussland, geb., hat in Moskau Computerwissenschaften und bildende Künste studiert und wohnt seit 1990 in Köln. Bekannt geworden ist er für seine Gemälde, die den Zitieren des Rückgriffs auf den Bildfonds der Kulturgeschichte mit einer neuen Technologie aus Netz und Computern verbinden. Die Künstlerin beschäftigt sich seit 1998 mit einer laufenden fotografischen Arbeit.

In Russland fotografiert er auf mehreren Fahrten eine von ihm gemaltes schwarz-gelbes Mona Lisa Paraphrase in unterschiedlichen städtischen und szenischen, sozialen, gesellschaftlichen und persönlichen Anlässen. Mona Lisa ist auf dem Moskauer Rote Quadrat und in einem Notizblock in der Nähe, an einer Museumswände und vor einem Oldtimer, am Fuß eines Monumentes und im Wohnraum von Freundinnen des Zeichners.

Die Farbfotografien seines Zyklusses "Mona Lisa goes Russia" fügen sich in den Farbfotos von Osten und Westen wie in der Biografie von George ineinander. Die Künstlerin, die vor Jahren Russland verlassen hat, kommt mit einer Umschreibung des bekanntesten Gemäldes der Geschichte der europäischen Malerei wieder. In seinem Gemälde kennzeichnet die Künstlerin Plätze und Gegebenheiten und fängt diese dann fotografisch ein.

Der Künstler dokumentieren und erforschen seine russiche Herkunft, die er gleichzeitig entfremdet; er führt Osten und Westen, Gemälde und Fotografie, bildende und fotografische Werke, bildende und alltägliche Themen in einen spannenden Diskurs - ein vielschichtiges, ästhethisch sehr ansprechendes Panorama von Bildern, das die Autorinnen und Autoren des Buches sowohl aus ostdeutscher als auch aus westeuropäischer Sicht durchdringen.

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