Kosten Solar

Solarkosten

Aufgrund der individuell unterschiedlichen Verbrauchswerte ist die Kosten-Nutzen-Frage in der Regel schwer zu beantworten. Die Kosten für die Photovoltaik sinken seit einigen Jahren. In den letzten Jahren sind die staatlichen Subventionen für Solaranlagen gesunken, aber auch die Systempreise sind deutlich gesunken.

Aufwand und Vorteile von Solarspeichern

Aufgrund der unterschiedlichen individuellen Umstände kann die Kosten-Nutzen-Frage nicht allgemein beantwortet werden. So kann ein 4-Personen-Haushalt mit einem Jahresdurchschnittsverbrauch von 4.500 Kilowattstunden und einer 5 kWp-Anlage mit einer Solaranlage einen Selbstverbrauchsanteil von ca. 65% erwirtschaften. Geht man davon aus, dass die 5 kWp-Anlage mit 900 KW/kWp zusammen 4.500 MWh pro Jahr produziert, so sind das 2.925 MWh, die nicht gekauft werden müssen.

Diese basiert auf einem Lager mit 5 Kilowattstunden nutzbarem Speicherplatz. Die Eigenverbrauchsquote wird bei einem kleinen Speichertank oder einer kleinen PV-Anlage dementsprechend verringert. In der Grafik ist der Einfluss von Speichergröße und Generatorengröße auf den Eigenbedarf ersichtlich. Das heißt, dass beispielsweise ein jährlicher Energieverbrauch von 4.500 Kilowattstunden und eine 4,5 kWp-Anlage auf der x-Achse den Betrag "1" ergeben würden.

Dies würde ohne den Akku zu einem Selbstverbrauchsanteil von 30 Prozent (nutzbare Lagerkapazität "0") führen. Anders als der Selbstverbrauchsanteil, der den mittleren Prozentsatz des verbrauchten Solarstroms am selbst produzierten Sonnenstrom anzeigt, gibt der Eigenversorgungsgrad den Betrag des vermiedenen Stromverbrauchs, d.h. die Unabhängigkeit vom Netz an. Für einen Hausstand mit 4.700 Kilowattstunden Jahresstromverbrauch, einem nutzbaren Massenspeicher mit 2,8 Kilowattstunden und einer Fotovoltaikanlage mit 7 Kilowattstunden ist die daraus resultierende Netzauflösung von 50% in der Abbildung als Beispiel in roter Farbe dargestellt.

Der Preis für die Stromspeicherung hängt im Wesentlichen von der eingesetzten Technik (Lithium oder Blei) und der nutzbr. Die Kosten pro nutzbarem Kilowattstunde für Lithiumspeicher liegen aktuell bei ca. 1.100 bis 1.500 , für Bleilager sind spezifische Kosten von ca. 800 Euro für ein Gesamtsystem aus Speicher, Controller und Wechselrichter/Laderegler sowie Montagekosten zu erwarten.

Aus wirtschaftlicher Sicht kann die mögliche dezentrale Speicherung von Solarstrom die Netzwerke entlasten.

Die Kosten einer Photovoltaikanlage - Rechnet sich die Anschaffung?

In den vergangenen Jahren sind die staatlichen Subventionen für Solarsysteme gefallen, aber auch die Systempreise sind stark gefallen. Die Solarenergie ist daher nach wie vor lohnend, zumal die Kosten für herkömmliche Energiequellen auch in Zukunft weiter ansteigen werden. Innerhalb weniger Jahre sind die Kosten für Photovoltaik-Anlagen um rund 60 Prozentpunkte gesunken: Während der Gesamtpreis für eine Anlage im Jahr 2006 noch bei rund 5000 EUR pro kWennennominale Leistung liegt, mussten 2012 nur noch 2000 EUR für sie ausgegeben werden.

Solar-Module sind der Hauptkostenfaktor für Photovoltaik-Systeme. Die meisten Module verwenden in der Regel eine Solarzelle aus polykristallinem Silicium, deren Durchschnittspreis inzwischen unter 700 EUR pro kW Nominale beträgt. Bei der Installation der Fabrik kommen weitere 300 EUR pro kW hinzu. Bei der Komponente, die den von den Solarmodulen produzierten DC-Strom in AC-Strom verwandelt, würden sehr kleine Systeme mit einer Leistung von weniger als fünf kW gut 300 EUR pro kW kosten, während mittlere und größere Systeme rund 200 EUR pro kW kosten würden.

In solarthermischen Anlagen sind die Sonnenkollektoren und der Energiespeicher die Hauptkostenfaktoren. Ausschlaggebend für die Grösse der kollektiven Fläche ist die Entscheidung, ob das System ausschliesslich für die Warmwasseraufbereitung eingesetzt werden soll oder ob die Beheizung auch durch Solarwärme gestützt werden soll. Wenn das System nur für die Warmwasseraufbereitung eingesetzt werden soll, werden ein bis eineinhalb Quadratmeter Kollektorfläche für jede einzelne Haushaltsperson benötigt.

Die Kapazität des Solartanks sollte ca. 80 l pro Kopf sein. Die 300 -Liter-Speicher und vier bis sechs qm Auffangfläche reichen für eine Vierergruppen. Etwa dreihundert EUR pro qm kosten die Sammler, ein dreihundert Litersammler rund 1.200 EUR. Für Systeme mit Zusatzheizung wird ein 1.000-Liter-Speicher mit Kosten von rund 2000 EUR erforderlich.

Bei solchen Systemen vergrößert sich die Kollektorfläche pro zehn Quadratmeter Wohnraum um einen Kubikmeter. Für solarthermische Systeme mit Heizfunktion wird als Alternative der Verwendung von Vakuumröhrenkollektoren empfohlen. Dabei reduziert sich die benötigte Stromabnehmerfläche um rund ein weiteres Viertel, aber auch die Kosten sind mit 1000 EUR pro qm deutlich gestiegen.

Bei kleineren Anlagenkomponenten und der Errichtung der Anlagen werden 1.500 bis max. 2000 EUR berechnet. Bei einem Vierpersonenhaushalt dürften die Kosten für die Errichtung einer Solaranlage daher bei rund 8.000 aufkommen. Für Solarsysteme ohne Heizfunktion starten die Kosten bei rund 4000 EUR. Auch in Zukunft sind weitere Preisreduzierungen für Solarmodule zu erwarten, da die technologische Weiterentwicklung zu effizienteren Modellen führt und die Produktionsverfahren weiter durchdacht werden.

Andererseits wird mit einem Rückgang der öffentlichen Fördermittel gerechnet, und es ist gar geplant, die Solarsubvention abzuschaffen. Wer über die Installation einer Photovoltaikanlage nachdenkt, sollte nicht länger auf eine Wartezeit verzichten, da die Kurse nur allmählich nachgeben werden. Deutlich höhere Erträge in der Folge sind daher nicht zu erwarten.

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