Kernkraft

Atomkraft

Kernenergie - ein Ausstiegsmodell: Wie kommen wir hier raus? Inwiefern werden alte Kernkraftwerke stillgelegt? Kernenergie, eine Kraft, die auf starker Wechselwirkung beruht und für den Aufbau des Kerns verantwortlich ist.

Kernenergie: Grundkenntnisse - Kernenergie - Technologie

Atomspaltung ist die Grundlage der Kernenergieerzeugung. Bald erkannten sie, dass immense Kräfte frei werden, konnten dies aber bisher nicht ahnen. Es war Lise Meitner, eine frühere Angestellte von Hahns, die nach Schweden auswanderte, die 1939 die theoretischen Erklärungen für die Atomspaltung vorlegte. Bei Kernkraftwerken wird die Kernspaltungsenergie zur Erzeugung von Dampf, also Heizenergie, genutzt.

In einem Generator wandelt die Turbine die Wärme in verwertbare Elektroenergie um, die an die privaten Haushalte weitergegeben wird. Als spaltbares Gut wird in den meisten Fällen das radioaktive Metall des Kraftwerks verwendet. Die Bombardierung mit neutralen Stoffen spaltet das Atom in kontrollierte Gruppen.

Diese ist von einer dichten Betondecke umgeben, um den Austritt radioaktiver Strahlen zu vermeiden. Ein Kilo kann etwa 350.000 Kilowattstunden (kWh) Elektrizität erwirtschaften. Ein Kilo Erdöl genügt für etwa zwölf Kilo pro Stunde. Die Atomspaltung von Atomwaffen erzeugt nicht spaltbare Stoffe. Im Jahr 2015 nutzten 31 Staaten der Welt Kernkraftwerke zur Stromerzeugung.

Laut dem Statistik-Jahrbuch 2014 der OECD betrug der weltweite Kernenergieanteil jedoch rund zwölf Prozentpunkte. Die Energieerzeugung erfolgt zu 68% aus fossilen Brennstoffen wie Erdgas, Erdöl oder Steinkohle. Schließlich kommen heute 20 Prozent der Strom aus regenerativen Energiequellen wie Wind-, Solar- oder Wasserkraft. 2. Ein Braunkohlenkraftwerk emittiert 1.040 kg Kohlendioxid (CO2) pro produzierter kWh Elektrizität, während der Verbrauch bei Kernkraftwerken mit 25 bis 50 g verhältnismäßig niedrig ist.

Klimaverträglicher ist jedoch die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energieträgern wie Wind- oder Wasser. Die Vorteile der Kernenergie werden durch ein erhöhtes Sicherheitsrisiko ausgeglichen. Neben der angestrebten Leistung wird durch die Zerlegung des Atommaterials zusätzlich Radioaktivität freigesetzt. Mehr und mehr Staaten haben dem Ausstieg aus der Kernenergie zugestimmt - auch Deutschland. 2001 erregte eine Untersuchung des Umweltinstituts München Furore, die in der Nähe von Kernkraftwerken für mehr Kinderkrebs erwies.

Eine weitere Problematik und potenzielle Gefahr ist der anwachsende Atommüll, für den bisher noch kein passendes Lager in der Welt vorzufinden ist.

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