Ist der Strom in der Nacht Billiger

Sind die Stromkosten nachts günstiger?

Der Nachtstromtarif wird für den Stromverbrauch in der Nacht verwendet. Dies wird oft als Niedrig- oder Schwachlasttarif bezeichnet. Wenn Sie Strom sparen, werden Sie aufgefordert zu bezahlen - Article

Das Einsparen von Strom lohnt sich nicht: Die Ittigener Expertin für Elektrizität aus der Schweiz, Frau Dr. med. Renée L. E. BE, überweist der BKW Energy AG seit Jahren den Einheitstarif für ihren Strom. "â??Das tun alle Haushalten im Versorgungsgebiet der BKWâ??, war sie immer Ã?berzeugt â?" bis sie vor Kurzem durch Zufall erfuhr, dass das Kraftwerk seinen Hausherren auch den Doppel-Tarif vorschlug. Letzteres ist zwischen 6 und 22 Uhr gültig und beträgt 19 Rp. pro kilowatt hour (Rp. bzw. kWh) im Hochsommer und 24,5 Rp./kWh im Jahr.

Bei der Strombeschaffung in der Nacht - ab 22 Uhr - wird der niedrige Tarif angewendet, der 8,5 Cent/kWh im Hochsommer und 11 Cent/kWh im Wintersommer ist. Andererseits zahlen die BKW-Kunden im Einzeltarif 24,5 Cent pro erzeugter Energie für ihren Strom rund um die Uhr im Hochsommer und 24,5 Cent pro erzeugter Energie im Hochsommer, d.h. sie zahlen immer den hohen Tarif.

Eine einheitliche Tarifabrechnung ist für die Stromverbraucher oft ein finanzieller Vorteil. Dabei ist der feste Monatsbasispreis, den viele Arbeiten neben dem tatsächlichen Verbraucherpreis berechnen, in der Regel billiger als der Doppelpreis. Die Verrechnung im Einzeltarif anstelle des Doppeltarifs für Haushalten mit einem jährlichen Stromverbrauch von 2500 Kilowattstunden führt zu einer Verteuerung folgender Beträge: - im Kraftwerk der Gemeinde Bern (EWB) um Fr. 25.90. Wenn der jährliche Stromverbrauch 4000 Kilowattstunden beträgt, belaufen sich die korrespondierenden Zusatzkosten für CKWs sogar auf Fr. 83.

70, für EWN Fr. 68, für EWR Fr. 64, für SAK Fr. 54. 80, für BKW Fr. 54 und für EWB Fr. 48.40. Diese Werte beruhen auf der Vermutung, dass die privaten Haushalte in den Spitzenzeiten 44% ihres Stromes im Hochsommer und 36% im Wintersommer und je 10% im Hochsommer und Wintersommer zu Niedrigtarifzeiten aufwenden.

Verschiedene schweizerische Elektrizitätsunternehmen bewilligen den doppelten Tarif erst ab einem gewissen Minimalverbrauch während der Niedrigpreisperiode. So verlangt das EWN einen regelmäßigen nächtlichen Stromverbrauch von 150 Kilowattstunden pro Jahr. "Davon können vor allem diejenigen profitierten, die mit Strom ihr Haus erwärmen oder in der Nacht warmes Wasser erzeugen", bemängelt Rudolf Rechsteiner, SP-Nationalrat und Energieexperte aus Basel.

Mit dem Doppeltarif soll die Wärmeanwendung nicht unilateral gefördert werden, sondern die allgemein niedrigeren Stromerzeugungs- und -verteilungskosten nachts an die Kundschaft weitergegeben und die Werke gleichmäßiger genutzt werden, sagt die BKW aus. Doch die Industrie bringt auch ökologische Argumente vor: Strom kann saubere Hitze produzieren als fossile Brennstoffe wie Erdöl, Erdgas und Kraftwerk.

"Aus diesem Grund kann die Nutzung von Nachtstromverbrauchern als umweltverträglich klassifiziert werden", so die SAK. Rudolf Rechsteiner glaubt das nicht. "Die Anlagen regen mit ihrer Tariffpolitik zum Einkauf von Elektroheizern, WPs und Elektrokesseln an - und natürlich zu einem höheren Stromverbrauch", bekräftigt er. Weil hier weder Wasser- noch Kernkraft an Land ausgebaut werden kann, würde der erhöhte Elektrizitätsverbrauch in der Schweiz dazu führen, dass mehr fossil betriebene Anlagen ins benachbarte Ausland durchdringen.

"Die Effizienz der Stromerzeugung in den Kraftwerken ist jedoch nicht besonders gut", so Rechtssteiner weiter. Würde man statt aus diesen fossilien Brennstoffen mit Strom aus Erdöl, Erdgas oder Steinkohle statt aus diesen Brennstoffen heizen, würde eine größere Menge an Schadstoffen entstehen. "Die Quersubventionierung der Stromerzeugung durch die hohen Basispreise und die hohen Preise für den "normalen" Energieverbrauch verärgert ihn ebenso wie Rechtstein.

"â??Die Tariffestlegung vieler Kraftwerke ist in erster Linie eine konsumentenorientierte Politikâ??, resÃ?miert Rudolf Rechsteiner. Die letzteren reisen zwischen 1 und 2. 6 Umdrehungen pro kWh billiger. Das bedeutet, dass diejenigen, die Strom sparen, oft zweimal benachteiligt werden - durch einen erhöhten Durchschnitts kWh-Preis und durch die Verrechnung in einem einzigen Tarif statt in einem doppelten Tarif.

Die Rechsteinerin "es gibt einen deutlichen Missbrauch des Monopols durch die Elektrizitätswerke". Einige Arbeiten erlauben es ihren Kundinnen und -kunden jedoch, zumindest die Art des Tarifs selbst zu wähl. Das einzige Problem ist, dass man, wenn man von einem Einzel- auf einen Doppel-Tarif umsteigen will, oft einen höheren Meter-Mietpreis und Montagekosten von mehreren hundert Francs für Veränderungen an der Messtechnik akzeptieren muss.

Für private Haushalten mit sehr geringem Energieverbrauch ist die Veränderung oft völlig unattraktiv: Fordert das Elektrizitätsunternehmen einen erhöhten Basispreis im Doppel-Tarif, hebt dies die Einsparungen durch den niedrigeren Verbraucherpreis sofort auf. Der Energieexperte rechsteiner und der Energieexperte glaser verlangen von den Betrieben heftig eine umweltverträglichere und verbraucherfreundlichere Tarifgestaltung.

Dies könnte sich durchaus auf die Unterschiede in Angebot und Nachfrage zwischen Tag und Nacht sowie zwischen Wasser und Wasser beziehen. Laut Rechtssteiner müßten jedoch "die Basispreise, die dem Verschmutzerprinzip eklatant widersprechen", auslaufen. Darüber hinaus wären geradlinige oder sogar ansteigende Preise bei steigendem Energieverbrauch wünschenswert. So werden diejenigen, die Strom sparen, in Zukunft entlohnt und nicht mehr geahndet.

Laut der Energieberatungsfirma Enerprice, die von der Avenir Suisse Foundation mit der Festlegung der Strompreise in den 30 grösseren schweizerischen Grossstädten beauftragt wurde, zahlen die privaten Haushalte in Sion im Durchschnitt nur 16,3 Cent pro kWh (inklusive Mehrwertsteuer). Der teuerste Fluss ist in Neuenburg, wo die kilowatt-hour für private Haushalten im Durchschnitt 29 Rap. Das entspricht knapp 80 Prozentpunkten mehr als im Zoll.

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