Hohe Stromrechnung

Hoher Stromverbrauch

Ein hoher Stromverbrauch bedeutet nicht unbedingt, dass Sie das ganze Jahr über viel mehr Strom verbraucht haben. Die Gründe für hohe Stromrechnungen und unwillkommene Nachzahlungen sind vielfältig: Haben Sie eine unerwartet hohe Stromrechnung erhalten? Erhöhte Energiekosten: Der BGH verstärkt die Konsumentenrechte Eine sehr hohe Stromrechnung fließt in das Wohnhaus eines Ehepaares, ein Pächter sollte einen großen Teil der Heizungskosten eines Wohnhauses allein aufbringen. In beiden Faellen hat der BGH die Nachweispflicht der Vermieter zu uebernehmen und ihre Rechte zu staerken. Karlsruher (dpa) - Kann es sein, dass sich der in Rechnung gestellte Strombedarf in einem gewöhnlichen Haushaltsbereich verzehnfacht?

Weshalb sollte ein Bewohner eines Mehrfamilienhauses plötzlich knapp die halbe Wärmeenergie verbrauchen, obwohl seine Wohnfläche nicht einmal 13% beträgt? Nun hat der BGH in zwei Entscheidungen geklärt, dass Pächter oder Abnehmer die Nachweispflicht nicht zu übernehmen haben (VIII VZR 148/17 und VIII VZR 189/17).

Bei der Stromrechnung handelt es sich um ein verheiratetes Paar in einem Mehrfamilienhaus, in dem zeitweilig auch ein Enkelsohn wohnt. Nach einer einjährigen Lesung verlangte der oldenburgische Energieversorger EWE eine Zuzahlung von mehr als 9.000 EUR für den Strombedarf von gut 32.000 kwSt. Es handelt sich bei der Heizenergiekostenabrechnung um eine 94 qm große Wohnfläche in einem ca. 720 qm großen Wohnhaus in Heppenheim (Hessen).

In den Jahren 2013 und 2014 sollen die Bewohner mehr als 7300 EUR an Heizungskosten bezahlen. Das ist für die Bewohner nicht nachvollziehbar. Die Vermieterin weigert sich, die Ablesebelege einzusehen. Angesichts des recht zurückhaltenden Lebens der Angeklagten gab es keinen Hinweis darauf, dass sie die Menge an Strom selbst konsumiert hatten.

Auch bei den Wärmekosten war die Anbieterseite in beiden Fällen (Amtsgericht Bensheim und Bezirksgericht Darmstadt) erfolgreich. Es galt zu erklären, warum die in Rechnung gestellte Heizungskosten nicht gerechtfertigt waren. Die Einsichtnahme der Mietinteressenten in die Vergleichsunterlagen erschien dem Landesgericht nicht erforderlich. In Sachen Heizungskosten hat der Richter das Landesgericht scharf kritisiert.

Die Senatsverwaltung für Wohnungseigentum hat deutlich gemacht, dass die Vorlage - und Nachweispflicht beim Eigentümer liegt. "Natürlich hat der Pächter ein umfangreiches Ansichtsrecht. Zur Durchsetzung der Stromrechnung von EWE hat der BGH entschieden, dass es nicht ausreicht, den Stromzähler auf Funktionstüchtigkeit prüfen zu lassen. Bei zehnfachem Verbrauch im letzten Jahr besteht "eine schwerwiegende Gefahr eines offenkundigen Fehlers", der nach 17 der Stromversorgungsverordnung zur Verweigerung der Zahlung berechtigt.

Er muss nachweisen, dass sein Abnehmer den elektrischen Energiebedarf hat. Beim Heizkostenkonto darf kein Hauswirt die Einsicht in die Lese- und Abrechnungsbelege verwehren. Nach einer ersten EWE-Bewertung haben die Energieversorger Schwierigkeiten mit dem Stromkonsum. In Zukunft müsste man sich mit der Fragestellung beschäftigen, wie der zusätzliche Verbrauch im Haus eines Verbrauchers zustande kam, obwohl der Stromzähler unversehrt und die Anzeige richtig ist.

"Das ist aber schlichtweg nicht möglich, da es den privaten Lebensstil des Verbrauchers beeinträchtigt und das vertragliche Verhältnis am laufenden Meter endet", so EWE-Sprecher Christian Bartsch.

Mehr zum Thema