Großhandelspreise Strom

Grosshandelspreise für Strom

Wie viele andere Produkte wird auch Strom an und außerhalb der Börse gehandelt. Großhändlerpreise Der Großhandelspreis bildet die Grundlage für die von den Anbietern in Rechnung gestellte Energie, d.h. die Endverbraucherpreise ohne Netzentgelte und ohne alle anfallenden Gebühren, Umlagen und Aufschläge. Einen nicht unerheblichen Teil des Großhandelsgeschäfts stellen die bilateralen Kontrakte zwischen Anbietern und Produzenten im Over-the-Counter (OTC)-Markt dar.

Amtliche Börsenplätze wie die Österreichische Elektrizitätsbörse EXAA, die EEX oder die EPEX in Frankreich sind dagegen.

Die OTC-Preise korrelieren sehr stark mit den Börsenpreisen, so dass die Großhandelspreise anhand der Preise an den jeweiligen Börsen nachvollzogen werden können. In diesen Ländern wird Strom wie alle anderen Klassiker der Welt verkauft, wodurch sich der Strompreis aus dem Wechselspiel von Stromangebot und Stromnachfrage errechnet. In Futures wird eine feste Strommenge zu einem festen Kurs über einen bestimmten Zeitpunkt eingekauft oder ausgeliefer.

Für Futures-Produkte wird ebenfalls zwischen Basis-, d.h. Grundlast- und Spitzenlast-Produkten unterschieden. Auf dem Spot- oder Day-Ahead-Markt werden die Mengen auf stündlicher Basis mit dem nächsten Tag als Liefertermin gehandhabt. Der Basisindex ist das rechnerische Mittel aller Stundenkurse, während der Spitzenindex das rechnerische Mittel der Stunde von 8.00 bis 20.00 Uhr für die meisten Aktienbörsen in Europa ist.

Das folgende Diagramm veranschaulicht die Kursentwicklung der Day-ahead Basis- und Peak-Indizes an der EPEX und der EEX im Jahresverlauf.

Noch heute eingekauft, termingerecht ausgeliefert.

Die Großhandelspreise für Strom sind die reinen Einkaufspreise für börslich und ausserbörslich gehandelte Stromabsatz. Wie viele andere Erzeugnisse wird auch Strom an und außerhalb der Börsen gehandelt. Im Elektrizitätsmarkt stehen die Kraftwerke mit den niedrigsten veränderlichen Betriebskosten an erster Stelle ("Merit Order"). Dadurch werden die Stromversorgungskosten auf ein Minimum reduziert.

Der Tauschpreis für Strom korrespondiert in der Regel mit dem Preis der kostspieligsten in Betrieb befindlichen Anlage. Auf der European Energy Exchange EEX in Leipzig und der European Energy Exchange EPEX SPOT in Paris werden Standardprodukte in einem übersichtlichen Prozess gekauft und wiederverkauft. Die meisten Firmen schliessen jedoch nach wie vor Direktlieferverträge mit Stromproduzenten ab.

Das ist mit einem Bauern zu vergleichen, der sein Produkt entweder auf dem nächstgelegenen Großhandelsmarkt verkauft oder Kontrakte mit einem Supermarkt aushandelt. Das Handelsgeschäft an der Strombörse und im OTC-Handel hat verschiedene Zeiträume. Entsprechende Erzeugnisse werden an der Wertpapierbörse als "Futures" und im OTC-Handel als "Forwards" bezeichnet. Das heißt ganz klar, dass der Stromhandel schon heute seinen Strom für die folgenden Jahre beziehen oder abkaufen kann.

Die Strommenge wird also entweder für den folgenden Tag oder für den gleichen Tag getauscht. Dies ermöglicht es Stromhändlern, ihre Pflichten über einen größeren Zeitrahmen hinweg zu gestalten. Mit der Annäherung an den Termin der beschlossenen Stromversorgung können die Marktbeteiligten die tatsächlichen Einspeisungen und den tatsächlichen Stromverbrauch besser einschätzen. Zur Minimierung von Unter- oder Überschüssen und zur kosteneffizienten Nutzung der vorhandenen Kraftwerksanlagen können daher die Teilnehmer sehr schnell nach Ende der Day-Ahead-Auktion auf dem Intraday-Markt Elektrizitätsmengen für Zeiträume von viertelstündlich bis zu ganztägig einkaufen.

Der Intradayhandel an der Wertpapierbörse wird 45 min vor Auslieferung beendet ("Gate Closing"). Zwar macht der Stromhandel an den Börsen nur rund 20 Prozent des Gesamthandelsvolumens aus, doch werden die Strompreise an den Börsen als Indikatoren für die allgemeinen Großhandelspreise angesehen. Dazu gehören neben der BRD auch Österreich und Luxemburg. In einem Marktbereich herrscht der gleiche Börsen-Strompreis.

Darüber hinaus ist das Gebiet mit den Elektrizitätsmärkten von 15 weiteren Ländern Europas verbunden. Damit wird der Börsen-Strompreis am Day-Ahead-Markt für die gekuppelten Absatzmärkte in einem abgestimmten Vorgehen errechnet. Stromlieferanten und Verbraucher bieten in ihren jeweils eigenen Day-Ahead-Marktzonen - auch bekannt als Preis- oder Angebotszone.

Apropos: Deutschland und Österreich werden ab dem kommenden Jahr ein Engpassmanagement an der Staatsgrenze einführen. Durch die Vereinbarung zwischen den Aufsichtsbehörden wird sichergestellt, dass die tatsächliche Netzkapazität künftig im deutsch-österreichischen Stromgeschäft miteinbezogen wird. Zugleich wird durch die Vereinheitlichung der Strombinnenmarkt in Europa gestärkt. Aus diesem Grund hat sich die EU-Aufsichtsbehörde ACER auch für die Einrichtung eines Engpassmanagements an der deutsch-österreichischen Landesgrenze aussprach.

Mit der jetzigen Regelung wird sichergestellt, dass alle Landesgrenzen mit unseren Nachbarländern gleichgestellt werden. Die Großhandelspreise für Strom in den beiden Staaten können daher in Zukunft zu gewissen Zeitpunkten unterschiedlich sein. Der Marktdatenbereich visualisiert die Day-Ahead-Kurse des Vortages. In einem wählbaren zeitlichen Verlauf können die Kurse des Marktgebiets Deutschland, Österreich, Luxemburg oder einer anderen Marktregion wie z.B. Frankreich angezeigt werden.

Visualisierung der Daten Die Graphik stellt die derzeitigen Großhandelspreise der allgemeinen Angebotszone von Deutschland, Österreich und Luxemburg dar.

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