Goldgas Insolvent

Gold Gas insolvent

Der Stromversorger Teldafax meldete Mitte Juni Insolvenz an. Flexström geht in Konkurs, bevor die BNetzA die Geschäftstätigkeit verbietet. Unter dem Slogan "forbidden günstig" wirbt Flexström auch im Firmenlogo (hier am Ortseingang der Hauptverwaltung Berlin). Dies hörte sich immer nach Galgenhumor an und nahm das Sperren von Geschäftstätigkeit vorweg, das die BNetzA am gleichen Tag wünschte verhängen, an dem Gebrüder Mundt Konkurs anmeldete. Das Stromversorgungsunternehmen Flexström hat am 13.

Mai 2008 den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt.

Ebenfalls davon sind die Tochterunternehmen OptimalGrün, Löwenzahn Energy und FlexGas tangiert. Da es sich um eine Anforderung von Energy-Chronik bestätigte handelte, war das Untenehmen nicht in der Position, den von ihm geforderten "robusten Nachweis für the financial Leistungsfähigkeit" zu erbringen. Die Mitteilung über das Verbot von Geschäftstà ¤tigkeit sollte am gleichen Tag, an dem Flexström Insolvenzantrag stellte, versandt werden.

Die Firma wählte also gleichsam in allerletzter Sekunde den "Selbstmord", bevor er offiziell das Kunsthandwerk niedergelegt wurde wäre Unterdessen konnte die Berliner Staatsanwaltschaft prüft, ob mit der Pleite auch kriminelle Vergehen wie etwa das Bundeskriminalamt oder die Polizei in Berlin gemeldet werden. Die Insolvenzmeldung hatte in der Kommunikation über zunächst gemeint, die Geschäft von FlexGas wird durch einen Anleger Geschäft.

Dies bedeutete, dass der schweizerische Investor AKO Capital, der das Geschäft am Vortag der Zahlungsunfähigkeit erworben hatte, es nach einem kompletten Managementwechsel unter dem neuen Firmennamen "FairTrade Gas" weiterzuführen verkaufte. Die AKO Capital AG gab jedoch am 20. Mai bekannt, dass sie die im Vertrag vereinbarte Website Rücktrittsrecht genutzt hat.

Flexström residiert seit 10. 2010 mit seinen rund 500 Beschäftigten in diesem Gebäude am Berlinlandwehrkanal. Flexström hatte letztmalig rund 500.000 Strom- und rund 500.000 Gas-Kunden. Das Verfahren soll nach Ansicht der Konkursverwaltung sowieso nicht vor Ende 2017 abgeschlossen sein. Die Firma Flexström wurde 2003 zu gegründet und ist seit 2004 am markt taetig.

Laut dem letzten veröffentlichten Geschäftsbericht wurde im Jahr 2010 ein Jahresumsatz von 268,8 Mio. EUR erzielt, wovon 99% auf den Strombereich entfielen. Ursprünglich, einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung, in eine nicht börsennotierte AG mit einem Grundkapital von 20,1 m? um. In jedem Fall hält fünf% den Finanzdirektor Martin Rothe und die ¼hrer ¼hrer der Tochtergesellschaft Löwenzahn.

"ähnlich wie das von Teldafax, das im Juli 2011 die Zahlungsunfähigkeit ankündigte und dessen Geschäfte zurzeit kriminell bearbeitet werden (130206), bietet Flexström zunächst Pauschaltarife an, die die Versorgung mit einer gewissen Menge Strom gegen jährliche Anzahlungen sicherstellen. Statt dessen arbeitete Flexström mit Bonusversprechen, um in den Trefferlisten der Tarifkomparatoren als angeblich günstiger Anbietern an den Punkt zu kommen.

Bei irreführende Rezepturen wurde dabei den Kundinnen und Kunden der Vorzug gegeben, dass sie den Prämie bereits bei würden zur Vertragslaufzeit des Vertrags empfangen. Unter den rund 40000 Schlichtungsanträgen, die innerhalb eines Jahrs bei der neuen "Energievermittlungsstelle" eingegangen sind, entfallen gut 3500 auf Flexström. Zur Vermeidung von Schlichtungskosten und vorhersehbaren Misserfolgen hat das Traditionsunternehmen den kostengünstigeren und vielversprechenderen Weg gewählt, um seine nicht zufriedenen Kundschaft massiv vor dem Gerichtshof zu belangen (121117).

Als Abschreckungsmaßnahme konnte sich Flexström auf 46 Gerichtsurteile sowie vier Entscheidungen des Landgerichtes Berlin berufen, die in der Plünderung der Bonusversprechen nichts anzuerkennen schienen Unrechtmäà Aber es gab auch andere Beurteilungen, über, über die Flexström weise nicht berichtet hat. Für ein Jahr später änderte hat das LG Berlin auch die irreführende-Klausel entschieden und verboten, weil sie "intransparent" war und damit Kunden "gegen gute Absicht" diskriminierte (130112).

Der BGH hat am 17. April â " also fünf Tage nach dem Insolvenzantrag â" mit zwei Entscheidungen klargestellt endgültig, dass die Flexibilitäts-Kunden den Gewinn bereits ein Jahr Lieferfrist dürfen behaupten, denn Bedenken bei der Auslegung von allgemeinem fünf gehen zu Lasten von Nutzern. Bisher hatten die Amtsgerichte Ravensburg und Paderborn auch die Bonusklauseln für gesetzlich verankert, obwohl sie sich offenbar nur an Irreführung von ahnungslosen und rechtlich ungebildeten Kundinnen und Kunden zielten.

Die grobe Behandlung mit empörten Kundinnen und Konsumenten und die anhaltende Auseinandersetzung mit Verbraucherschützern hat Ende 2011 den Tarifkomparator Verivox, seine frühere Verkaufspartnerschaft mit Flexström aufzukündigen (111211) verursacht. Die Verivox Ergebnislisten zeigen Flexström nur an, wenn die Benutzer ausdrücklich auch solche Preise einsehen können, die nicht den neuen Verivox-Richtlinien für den Konsumentenschutz (120108) entsprechen.

Damit war für Flexström der Beginn vom Ende, denn Geschäftsmodell konnte nur gelingen, wenn trotz aller Abgänge von enttäuschten die Zahl der Kundschaft weiter kräftig anstieg ("130112"). Diese Zielsetzung konnte jedoch ohne die Hilfe des Tarifkomparators führenden nicht erreicht werden, obwohl nun verstärkt auf die Zusammenarbeit mit anderen Tarifkomparatoren und selbst die Betreiber ganz normalen Web-Seiten angeboten hat, ihnen bis zu 35, je Kunde für zu bezahlen.

Dass man nicht Straffreiheitskunden, Verbraucherschützer und kritisches Publikum gegen sich selbst erhebt, hat das Unter-nehmen spätestens im November 2012 in die spüren geholt, als es die Einräumung eines Darlehens in Höhe von 35 Millionen EUR ankündigte und drei Tage  später wieder stornieren musste, weil der Ausfall mangels spätestens absehbar war (121117). So war die Zahlungsunfähigkeit nur eine Sache von wenigen Tagen oder gar nicht.

Das Liquiditäts-Problem hat der aktuelle Anbieter auf seine Art gelöst, indem er die offenen Berechnungen und Erstattungsansprüche mit ungeheurer Verzögerung erledigt hat, so dass dabei ein kostenloses Guthaben ausging. AuÃ?erdem hat sie nach potentiellen Kunden gesucht, um das angeschlagene Unter- nehmen so profitabel wie möglich zu verkaufen, bevor die Bundesstelle endlich ihrer rechtlichen Pflicht nachkommt und die Geschäftstätigkeit würde verbietet.

An der Namensliste mit 550.000 Personen sollen unter anderem die RWE-Tochter Eprimo und die Eigentümer des Gasversorgers Goldgas für gesessen haben. Alleine die Auseinandersetzung mit den tausend Kundinnen und Kunden, die sich selbst getäuscht haben fühlten, www.com hat eine Armee von Anwälten unter der Führung von beschäftigt Und nicht zu vernachlässigen ist der Moralschaden, den Flexström mit diesen Klagen verursacht hat, da die zahlreichen Gerichtshöfe im blinden juristischen Positivismus tatsächlich der stürmischen Begründung der Bonusklauseln nachgingen.

Mit den düpierten Kundinnen und Kunden wird damit das Vertrauen in den Bundesrechtsstaat in erschüttert wie durch den Seitensprung der jahrelangen Warnung (der auch bei der aktuellen düpierten auf jeden Fall nicht wirksam bekämpft wird). Im Allgemeinen war Flexström für für seine Prozessfreundlichkeit und berüchtigt bekannt. Verbraucherschützer und Presse müssten ebenso mit Verwarnungen, vorläufigen Verfügungen oder kostspieligen Zivilverfahren rechnen, sofern sie über Geschäftsgebaren der über melden.

So forderte eine Kanzlei in Berlin im Dez. 2012, dass die Kanzlei in Note 111211 ganze Stellen streichen solle, weil sie vermeintlich "schmähende und verleumderische Kommentare von unserem Mandanten über" enthalten hätten (siehe Hintergrund). Beispielsweise wies das Arbeitsblatt darauf hin, dass die Gewinne von Flexström in Millionenhöhe mehr oder weniger auf dem Blatt stehen (130112).

Mit vermeintlichen Prozesserfolgen gegen die "Falschberichterstattung des Handelsblatts" und entsprechende Pressemeldungen, die von der DPA Tochter Originaltext-Service GmH (OTS) gegen Entgelt verbreitet wurden, rächten sich die MUNDTES. Die Versetzungen des Firmensprechers Dirk Hempel, zum Beispiel die träge Abrechnung der Rechnung mit begründete, dass die die Rechnungen überaus sorgfältig sein werden geprüft überaus, waren fast fertig für das Kabarett.

Eine spezielle Meisterstück war die jüngste Pressemeldung, mit der sich Flexström von der Zahlungsunfähigkeit verabschiedet hat: Alles in allem sei das Geschäft "noch rentabel, aber nicht mehr liquide", hieß es. Verantwortlich für den Konkurs sind die Verbraucher, deren Zahlungsverhalten sich durch "die fehlerhafte und schädigenden Meldung einzelner Medien" dramatisch verändert hat.

Daher fehlt würden Flexström und den beiden Töchtern nun zusammen rund 100 Mio. ?. Der Konkurs von Flexström lässt den früheren Kollaps von Teldafax deutlich werden. Die beiden Firmen können jedoch nicht gleichgesetzt werden. Verbindend ist nur das zweifelhafte Geschäftsmodell, das unablässiges Wachsen setzt und damit zusammenbricht, wenn die Zahl der Kundschaft stockt oder zurückgeht.

Es ist nicht möglich, Elektrizität permanent unter dem Einkaufspreis oder mit Gewinnspannen, die unter den Anschaffungskosten sind, zu veräußern für Verkauf und Verkauf. Die beiden Low-Cost-Stromanbieter benötigten daher ständig neue Mittel aus dem Zufluss von Neukunden, um das am anderen Ende eröffnete Lücken anzuschließen. Zur Erzielung dieses Zuflusses verbanden sie verhältnismäßig günstige Tarife mit Vorauszahlung, Prämien und ähnlichen Faktor, die ihre Offerten in den Trefferlisten der Tarifkomparatoren und damit in der subjektiven Empfindung der Kaufinteressenten deutlich zum Ausdruck kommen ließen.

Verglichen mit dem chaotischen Zustand in Teldafax hatte Flexström preußische Zucht. Bis zum Schluss wurde Jahresabschlüsse von Wirtschaftsprüfern genehmigt und es gab keine offensichtliche Verzögerung im Insolvenzverfahren. Sie sollen gar Millionen von Gewinnen gemacht haben, wenn man den offiziellen Unternehmensdaten im Bundesgesetzblatt glaubt. Der pompöse Firmensitz am Ende des Jahres 2010 am Landewehrkanal in Berlin hat offenbar den Unternehmenserfolg bewiesen.

Egal ob aus dem Konkursverfahren kriminelle Tatbestände resultieren, muss gewartet werden. Eine weitere aber charakteristische Position von Flexström gegenüber Teldafax war die ungewöhnliche Aggressivität, mit der das Unterneh-men gegen ungehorsame Kundschaft und Kritik vorgegangen ist. Zur Einziehung der Forderung hat die Firma Flexström eine eigene Inkassotochter. Ein erheblicher Teil des Haushalts wurde durch die Ausgaben für Anwälte und die Gerichtsbarkeit müssen einbehalten.

Erst als die Käufer die Bonusversprechen forderten oder auf andere Art und Weisen auftauchten, erfuhren sie von der Homepage ihres Anbieters unbotmäà Hingegen beeindruckten die Internetseiten der Stromversorger Flexström, Löwenzahn und Optimalgrün (siehe 120108). Während auf der Internetseite von Teldafax den Fußballer Rudi Fuller als Marke Schreier rekrutiert (siehe 101007), sah man bei der Firma Flextromm anonyme sympathische Verbraucherfiguren, die nach dem Vorbild der "Lichtstrahl-Werbung" gestaltet wurden.

The Mouth Companies präsentierten ist ein "fairer Verbündete für alle privaten Haushalte". Zudem haben sie ihrer Werbebotschaft eine Moralnote gegeben, in der sie als Vorkämpfer gegen Kernkraft und krustierte Energiemarktstrukturen auftraten: "Als mittelständisches wollen wir den Elektrizitätsmarkt vorantreiben und die Dominanz von Energieunternehmen und kommunalen Versorgungsunternehmen durchbrechen. "Deshalb war die " Frankfurter Allgemeinen " (13. 4.) eher krumm, als sie die Kundschaft zur Verantwortung ziehen wollte dafür, dass sie die Flexistrom-Werbung auf den Kleber gelegt hatte.

"Der Kunde wusste, was er tat", hieß es im Bericht. Dass es beinahe ein Zynismus ist, die Konsumenten dafür dafür zur Verantwortung ziehen zu wollen, wenn sie in das Haibecken des neliberalisierten Energiemarkts kommen, beweist nach dem Teldafaxskandal einmal mehr die Zahlungsunfähigkeit von Flexe. In dem harten Tenor eines Grossquisitors forderte die Kanzlei von der ENERGIE CHRONIK, schmähende und verleumderische Ausdrücke über unseren Mandanten unverzüglich aus dem Netz zu löschen.

Damit war die im Dez. 2011 veröffentlichte Note 111211 über, der vom LG Heidelberg als "tried Bauernfängerei" bezeichnete Stromlieferant Flexström, dem der Tarifmakler Verivox die "Vertriebspartnerschaft" aufgekündigt vorgelegt hatte, um von www.com nicht der Mittäterschaft beschuldigt zu werden. Da der aktuelle Anbieter erst jetzt zu ihm Anstoß nahm, war es wohl bei erklären, dass er kurz vorher mit dem Bestreben, sich eine Mittelstands-Anleihe 35 Mio. EUR Frischgeld (121117) zu beschaffen, fehlgeschlagen war.

Nicht das Fehlen von Kreditwürdigkeit des Betriebes war aus Ansicht von Flexström der Grund für nämlich, sondern allein die Medienberichterstattung von Kreditwürdigkeit, die "eine gerechte Beurteilung des Themas tatsächlich" nicht mehr möglich erscheint. Flexström war bereits landesweit als ProzeÃhansel und berüchtigt bekannt. Bei bombastischen Gesetzeslärm wurde dann ein teurer Prozess gedroht, sollte man der Aufforderung nicht folgen: Wir machen Sie darauf aufmerksam, dass bei der Ausbreitung der Inhalte mit Wissen um deren Unrechtmäßigkeit als Störer in die Haftpflicht aufgenommen werden können und allfällige Folgekosten von unserer hierfür zu tragen sind.

Doch das kam wohl nicht von ungefähr: Eine kleine Anfrage bei Verbraucherschützern hat ergeben, dass die dort ansässige Firma bereits bekannt war. "Das mag für die Laienohren anhören, als ob ein Erpresser mit Strafen droht, wenn man den Erpresserbrief an die Polizeistreife weiterleitet â" in diesem Fall würde, dass die Ã-ffentlichkeit â" würde.

Doch es gehört tatsächlich zum Absurditäten des dt. Medienrechtes, dass die Aufzeichnung solcher ansaltlichen Einschüchterungsversuche verboten werden kann. Glücklicherweise hat der Europäische Court für Menschenrechtsverletzungen endlich ein Ende gesetzt. In einem Beschluss vom 9. Oktober 2013 stellte er klar, dass diese Auslegung des Copyrights mit der in Art. 13 der Konvention von Europäischen garantierten Freiheiten nicht vereinbar ist.

AuÃ?erdem wird der Bundesgesetzgeber dabei gebeten, das Landesurheberrecht so an ändern zu richten, dass es nicht mehr gegen die Meinung und Freiheit der Presse verstöÃ?t.

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