Gaswerk München

Erdgaswerk München

Die Gaswerke Moosach waren das letzte Gaswerk der Stadtwerke München. mw-headline" id="Geschichte">Geschichte[Bearbeiten | < Quelltext bearbeiten] Mit dem Gaswerk Moosach entstand das jüngste Gaswerk der Regensburg. Bis 1967 war sie in der Datschauer Str. 148 im Münchener Bezirk Moosach untergebracht. Es handelt sich um das Gebiet zwischen den Bereichen Ziegelstraße, Borstenstraße, Hanauer Str.

, Georg-Brauchle-Ring und Landschaftsallee. Der Baubeginn erfolgte 1906, nachdem die ehemaligen Erdgaswerke an der Thurkirchner Strasse und Am Kyrillstein mit dem steigenden Erdgasbedarf Münchens nicht mehr zurechtkamen.

Das Stadtgas wurde seit seiner Indienststellung am 24. Mai 1909 bis einschließlich des 24. Mai 1967 durch Steinkohlevergasung im Gaswerk Moosach produziert. Damit das Gaswerk noch interessanter wurde, bot der Gaswerksstandort eine Vielzahl von Möglichkeiten, wie z.B. ein Hallenbad, eine Mensa mit Bowlingbahn, Firmenwohnungen und einen Sportfeld. Allmählich wurde zusammen mit den eigentlichen Gaswerksanlagen wie Kohledeponien, Hochofenblöcken, Gastanks, Teertanks, Kohlesilos, Wassertürmen, Werkstätten und Laboratorien, Güterbahnhöfen und Lokomotivschuppen eine eigene Großstadt in der Innenstadt geschaffen.

Bereits seit 1960 wird dem städtischen Gas das Gas hinzugefügt (damals wurde das Gas noch aus Lagerstätten im oberbayrischen Isen gefördert). Weil der Brennwert von Naturgas höher ist als der von städtischem Gas, musste das Naturgas durch die Aufteilung von Anlagen bis zum Wechsel der Gasabnehmer aufbereitet werden. Die Erdgasversorgung der Landeshauptstadt München wurde am 11. Oktober 1975 komplett auf das produktivere Roh-Erdgas umgestellt, die Gasanlage wurde schließlich stillgelegt.

Der unter Denkmalschutz stehende Wasserspülturm und die ehemals firmeneigenen Wohnungen und Gebäude an der Emmy-Kleinger Straße sind bis heute intakt. An der Stelle des Gaswerkes stand auch ein 110m langer Trakt der als verschollen geltenden Schroannenhalle. Auf dem Gaswerkgelände wurde nach dem Feuer 1932 das Eisengerüst der Schroannenhalle errichtet, mit Bohlen bekleidet und als Lager genutzt.

Heute befinden sich die Hauptverwaltungen der Münchener Innenstadtwerke auf dem Werksgelände des Gaswerkes. Die Gestaltung des Zentralgebäudes der Stadtwerkezentrale orientiert sich an den ehemaligen Gaskesseln, so dass wenigstens ein Bild vom ehemaligen Gaswerk bewahrt bleibt[2] Eine neuzeitliche Leuchtskulptur aus 400 Ampeln, "Ampelblume" von Johannes Brunner und Raimund Ritz, gibt einen künstlerischen Impuls.

Mehr zum Thema