Gaspreisentwicklung 2016

Entwicklung der Gaspreise 2016

Der Bundesgerichtshof hat im Frühjahr 2010 die ausschließliche Bindung der Gaspreise an den Ölpreis für Endverbraucher für unzulässig erklärt. Kursentwicklung 2016/2017: Gute Erdgaspreise für Sie? Die Erdgaspreise von AlexRath/Zukunft sind auf dem niedrigsten Niveau seit 2010. Die Gaseinkaufspreise sind in den vergangenen Jahren gefallen - aber die Konsumenten haben nur zum Teil davon profitieren können. Der starke Rückgang der Gaseinkaufspreise hat aber noch nicht ganz die Privathaushalte erreicht", erläuterte Grünexpertin Bärbel Höhn, Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt im Umweltbundestag, in einem Interview mit unserer Berlin Redaktion.

Nahezu jede zweite Ferienwohnung - 49 prozentig - wird mit Erdgas beheizt. Der Anteil der neuen Gebäude ist mit 46% leicht rückläufig. Die Kaufpreise fielen von Beginn 2015 bis zur Jahresmitte 2016 um 30 Prozentpunkte auf rund 1,5 Cents pro Kilometer. Im Jahr 2016 hätte der Wert für 20.000 kWh rund 1440 EUR gelegen.

Der durchschnittliche Preisrückgang in diesem Zeitabschnitt würde 6,5 % betragen. Rund 13 Mio. private Haushalte können von den gesunkenen Erdgaspreisen profitierten. Sind die Energieversorger noch am Einlösen? Danach wurden die möglichen Kosteneinsparungen durch gesunkene Kaufpreise in den Jahren 2014, 2015 nahezu komplett und 2016 zu einem großen Teil an die Konsumenten im Bundesdurchschnitt weitergereicht.

Ein Modellhaushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 20.000 kWh hätte in diesem Jahr rund 30 EUR weniger bezahlen müssen, als im Jahr 2015 aufgrund der geringeren Anschaffungskosten der Energieversorger eigentlich anfallen würde. Laut der Untersuchung hätten die Energieversorger ihre Bruttomarge signifikant steigern können. So sind die Unternehmenspreise seit 2012 um 25 % gesunken, die der Privatkunden aber nur um drei Prozentpunkte.

An den Standorten Berlin, Sachsen und Hamburg konnten die Kunden in den Jahren 2015 und 2016 überproportional von Preisreduktionen aufgrund gesunkener Bezugspreise profitieren. So bezahlten die privaten Haushalte in NRW 64 EUR mehr als erwartet, wenn der Preisvorteil 1:1 weitergegeben worden wäre, in Mecklenburg-Vorpommern 46 EUR mehr, in Niedersachsen 43 EUR mehr, in Baden-Württemberg 41 EUR mehr, in Brandenburg 29 EUR mehr und in Bayern 28 EUR mehr.

Seit 2010 stagnierte die Anzahl derjenigen, die wirklich wechselten. 2015 waren es 1,1 Mio., was 9,2 Prozentpunkten aller Haushaltkunden entspr. Demnach übersteigen die Preisdifferenzen oft zehnProzente.

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