Fluxis

Flussmittel

Uebersetzung und Formen zur Fluxis im lateinischen Wörterbuch. Guten Tag Fluxis, was ist mit den lokalen Nachrichten im Bremer Radio? Die Rebusfluxis Nur wenige Dinge sind bei der Malerei mysteriöser als ihre Aufklärung. In der Schöpfungsgeschichte kein einziges Mal über ihn. Mit zunehmender Stärke der Technik werden die Erläuterungen umso zweifelhafter.

Das Symphoniewerk erinnert an einen Retusch, das Quizspiel, in dem ein Wortsatz aus Bild, Zahl und Buchstabe zusammengestellt werden soll, wenn ein zeremonieller Meister - in London war es Dick Higgins - die abgebildeten Worte nicht aus einer Lotterietrommel gezeichnet und verkündet hätte.

Aber was ist der inhaltliche Aspekt von Stück Nr. 38, "einfacher REBUS" von Arthur (Addi) Kirpcke (auch Könpcke, Köepcke, Keupcke, Cupkay)? Muß es, wie Susanne Rennert ("Arthur Karpcke. Grenzgänger", München 1996) sagt, darin bestehen, den "kreativen Gebrauch von Sprache" zu fördern oder das "Empfangsverhalten" des Zuschauers zu "aktivieren" und "zu sensibilisieren"?

Puzzle nach Puzzle. Nach der Erklärung der Feierlichkeiten zum Gedenken an den zwanzigsten Juni, nicht auf Vorschlag der Kunstschaffenden, sondern unter dem Drängen der Hochschulleitung, war der Zusammenprall mit den Patrioten, die mit Eiern auftraten und mit Kartoffeln bestückt waren, unvermeidlich. Vor dem entfesselten Pfeif- und Buhrufmob sprach er nicht mehr, aber er führte ihm Pin-ups und einen Schlachtplan an der Mark stückweise vor.

Im " WAS IST DAS. Stück Nr. 2 ", seinem poetischsten Werk, steht: "Sie sollten die Puzzles noch mehr aufgegeben, Sie sollten ein Retbus oder Froschmännchen oder ein Geheimtipp sein" (Arthur Köpcke, "greifen Sie die Erfahrung. Dies gibt dem Mysterium ein existentielles Gewichtigkeit. Doch als ob das nicht schon verwirrend genug wäre, schaltete er in seiner Fluxus-Zeit zu Beginn der 60er Jahre nach jedem 7. Sinnbild ein Fragezeichen "wasistdas" ein.

Ein Mensch sollte zweifellos ein Rebell sein. "ist alles andere als ein normales Menschenleben immer in Gefahr. Auf der einen Seite erhalten Rebellen und Rätseln das höchste Schwergewicht, auf der anderen Seite wirken ihre Lösungen banale. "In der undatierten Kollage Høpcke Piece No.38:'Simple Rebus' Realisation auf Dänisch (....) sind ein Mann und eine Dame auf einer Box stehend dargestellt.

Besonders schön, wenn man so will, ist der Meta-Rebus ("Stück Nr. 33"), der das englische, deutsche und französische Schlüsselwort "key" kodiert, worin die ersten Buchstaben "k" (von "key"), "S" ("key"), "S" ("key"), "c" ("clef") durch je einen Key dargestellt sind. Zu einem anderen Zeitpunkt von "WAS IST DAS" stellt er fest, dass "das Bodenleben wasistdas tiefe Traurigkeit ist, sollte man es auf wasistdas kleine Zettel schreiben und anderen zum Nachlesen geben.

"Das " Gespräch über die Wahl", 1965, mit Ben und George Brecht (aus "Jenseits von Ereignisse. Text zu einer heterospektiven Arbeit von George Brecht", Bern 1978. Für den von Petra Bail übertragenen Essay). Varieté: Haben Sie ein Zielperson? Brecht: Nein, ich habe kein Zielperson. Varieté: Glauben Sie, dass gewisse Sachen bedeutender sind als andere?

Brecht: Nein.... nein. Lautier: Ursprünglichkeit, ist das von Bedeutung? Brecht: Daran denk ich nie. Varieté: Soll Ihr Beruf Sie zufriedenstellen? Sie erklären, dass Ihr Hauptziel weder in Ihrer Person noch darin besteht, etwas Neuartiges zu tun. Brecht: Nicht wirklich. Vartier: Denkst du nicht, dass deine Methode, etwas zu enthüllen, etwas für dich ist?

Brecht: Daran denk ich nicht. Varieté: Aber glauben Sie, dass andere diese Offenbarung vor Ihnen gemacht haben? Brecht: Nein, aber das hat auch nichts geändert. Varieté: Es erfüllt Sie, der Erste zu sein, nicht wahr? Brecht: Nein. Vautier: Du meinst, wenn dich morgen jemand kopiert, würde dich das nicht belasten? Brecht: Für mich wäre das ein leicht paradoxer Witz.

Es ist heute nicht mehr mit Sicherheit zu beantworten, ob seine Freundinnen und Kollegen in Fluxo das Gleiche getan haben. Sie trafen sich in Wiesbaden, in Amsterdam, in New York, sie führten Stücke auf, sie hatten Spaß und sie stritten, sie tranken, sie spielten, aber niemand, mit Ausnahmen von George Maciunas in seinen "quasi sturinistischen Demonstrationen nach Henry Flynt" (Schmit), die niemand ernst nahm, sprach über Fragestellungen und Antwortmöglichkeiten der bilden.

Vielleicht hätten die Puzzles einen Weg aus dieser sehr pointierten "Please Please Please Art" gezeigt, in der der Kuenstler das Zuschauer zum Mitmachen zwingt. Man kann ein Geheimnis lüften oder es in Ruhe belassen. Unter Verwendung einer ehemaligen Nähmaschine von Singer nähte der Maler die Worte "DAMED AND" zusammen. Außerdem erscheint der Rebell damit in einigen Mimiken.

Ähnlich wie bei der Firma Høpcke sind die Tasten offen, aber erst auf den zweiten Blick offenbaren sie sich als solche. Diejenigen, die sie zweifellos akzeptieren, arbeiten weiterhin in der bildenden Künste, in Kohlekellern und in der Natur. Schmitzche Puzzles und Rebuses übertragen die gefälschte Uneindeutigkeit zurück in ein natürliches Mehrdeutigkeitsgefühl, mit Stacheln in der Realität, aber verspielt, ohne die existentielle Schwerfälligkeit, die Kirpcke ihm selbst gab, als er deklarierte, dass die Dinger seines Daseins Rebus und überwältigend banale sind.

Zum Beispiel Ben Vautier: Hast du in Ölfarben gestrichen? Georg Brecht: Mitunter. Varieté: Warum hast du uns zwei Dates gegeben? Brecht: Nur um den Sachverhalt festzustellen. Varieté: Ich denke, Ihre Arbeit ist von Bedeutung. Brecht: Vielleicht ist es für dich und mich von Bedeutung, wenn ich es tue. Varieté: Findest du nicht, dass es notwendig ist, bedeutend zu sein?

Brecht: Nein. Vautier: Findest du nicht, dass Herrlichkeit von Bedeutung ist? Brecht: Nein. Vautier: Bist du nie Eifersucht? Brecht: Nein. Vautier: Bist du nicht ambitioniert? Brecht: Nein. Aber auf der anderen Seite gibt es keinen Anlass, nicht unbedingt bedeutend sein zu wollen. Die beiden Künstlerinnen tun jeweils auf ihre eigene Art und weise, was Adorno mit dem abscheulichen Ausdruck "Kunst-Derartisierung" dokumentiert hat; denn es ist seit Kant eine betrübliche Überlieferung, über Schönheit hässliches zu schreib.

"Das kürzliche Verlassen der Künste nutzt den verborgenen Moment des Spiels auf dem Rücken aller anderen. "Man könnte vielleicht behaupten, dass die Künstlerin gerne etwas mit dem Menschen austauschen möchte, die Künstlerin mit ihm, und nicht mit dem Spielen und Brecht mit dem Nichts verborgen. Dass aber kaum ein guter Maler die Malerei jemals geliebt hat und kaum ein böser Maler sie jemals "entrechten" wollte, ist eine von Adornos außergewöhnlich übersehene Deutung.

Somit entsteht der Gegensatz, der innerhalb von Adornos "Ästhetischer Theorie" nicht aufgelöst werden kann, dass das Werk exakt der gleichen Personen, die zu musizieren begonnen haben und die ernsthafte "Distanz zum Betrachter" überwunden haben, gerade jenen "geheimnisvollen Charakter" hat, der für ihn ein Charakteristikum der höchsten Künste ist. Aber es gibt Verfahren statt Werke, ohne die sich der Konservierende keine Bilder vorstellen kann, und weder Ausstrahlung noch Entfernung.

Die Puzzles von Køpcke und Schmit entpuppen sich zugleich als Paradigma des "Puzzlecharakters der Kunst" und seiner fast exemplarischen Verwirklichung, denn obwohl ihre Puzzles Lösungsansätze haben, sind sie selbst nur eine Frage und eine Falle. Bestehend ein Geheimnis aus einer Serie von verschiedenen Objekten (Bilder, Schilder, Objekte) oder Feststellungen, einer Aufgabenstellung und stillschweigenden oder ausdrücklichen Vorschriften, die bei richtiger Ausführung zu einer Problemlösung führen, verdreht George Brecht das System, indem er eine dieser Komponenten auslässt.

Es geht darum, Spielregeln zu schaffen, die der Aufgabenstellung entsprechen. "George Maciunas verwandelte das Werk in den 70er Jahren in einen Retrobus; allen seinen Freunden wurde eine Box gegeben, in der die Namensbuchstaben durch Geschirr, Gewürze oder Spielzeuge dargestellt wurden. Mit seiner Fassung ist sicher keine weitere Entwicklung im Sinn von Brecht verbunden, der für alles offen ist und der, wenn er einen gewissen Titel gegen alles Mögliche tauschen könnte, nicht gezögert hat, sondern das Geheimnis des "Name Kits" ergreift und, wenn man das so will, auch sehr schön ist.

Die Brechtsche "Zwei Wege, sechs in drei Dreierreihen anzuordnen" (1974), eine Objektbox mit gemalten Nüssen, gibt nicht nur die widersprüchliche Aufforderung, sechs Muttern in drei Dreierreihen zu platzieren, sondern auch zwei Lösungsansätze, die natürlich erst in der Anordnung der Muttern zu sehen sind: In jüngster Zeit (nicht zu vergessen vor drei Wochen) hat Tomas SCHMITT in "ALLE Wege, sechs in drei Dreierreihen ((29 Jahre) nach Georgs Erdnüssen) anzuordnen" demonstriert, dass fünf weitere möglich sind.

In den Brechtschen Rauminstallationen wird oft die Puzzle-Struktur verwendet, ohne ein echtes Puzzle zu sein. Dabei sind diese Aufstellungen im Prinzip Puzzles, denn die eindeutig definierten Gegenstände sollten nicht allein dastehen oder sich wie in einem Träumer miteinander verknüpfen, sie sollten nicht wirksam sein, sondern nach einer fremden Gesetzmäßigkeit bearbeitet oder miteinander verbunden werden.

zum Beispiel, um Notizen dort zu platzieren, wo das Musikpapier Unebenheiten aufweist (eine von John Cage angewandte Technik), oder um farbige Marmorkugeln über eine Fläche zu wälzen, um seine unvorhersehbaren Unebenheiten zu nutzen (Brecht, "7-57"). Puzzles dagegen sind Sache des Beobachters, sie werden in der Vermutung realisiert. Ähnlich wie die Glückskunst bieten Puzzles jedoch bewußt planbare (und im Kontrast dazu bewußt gestaltete) Kunstwerke, die dem bewußt thematisierten Bewußtsein seine Begrenzungen und die Grenzenlosigkeit der Möglich-keiten zeigen.

Hier geht es nicht um Konfusion, sondern um Aufklärung, nicht um Geist, sondern um Verstand, und doch liefert die unscheinbare, offen gestaltete Malerei unbestimmbare Resultate. So stärkt sie beim Nervenbeobachter nur den Gedanken, dass er vor aller mächtigen Technik stehen muss: der der Grundlosigkeit jeder Deutung. Es handelt sich um ein klares Vorgehen, es handelt sich nicht um die eingesetzten Rebusbilder, die Spielkarten, Rezepturen, Erdnüsse oder Marmor, sondern darum, die Aufgabenstellung nach festen Spielregeln zu bewältigen.

Nur so kann man erkennen, dass sie gleichzeitig die Bedeutung der Worte und der Worte widerruft, hebt Marcel Broodthaers hervor ("Marcel Broodthaers", Kataloge für die Werkschau in der Jeu de Paume, Paris 1991). Dies trifft auch auf die gezogenen Tasten in Køpckes Stück Nr. 33 zu, aber wenn die gefundene Antwort gefunden ist, fängt das eigentliche Geheimnis an.

Aber mit George Brechts "Water Yam "-Karte kann er sich darauf verlassen, dass er nichts versäumt hat, weil alle Punkte aufgeführt sind, und mit der Firma Høpcke kann er sich darauf verlassen, den Übergabeschlüssel in der Handfläche zu haben, weil er ihn in der Handfläche hat. Und er weiss mit der Firma SCHMITT, dass er den Lösungsvorschlag vorfindet, weil er in Schwarz-Weiß vor ihm steht.

"Die " Grenzenlosigkeit des Heiligen Geistes " ist ein großes Worte, aber was ist mit dem Puzzle-Löser, der zugibt, dass er nicht zu Ende geht, gerade weil er zu einem Schluss gelangt ist? Varieté: Liebst du alles? Brecht: Es ist nicht möglich, alles zu liebe. Dann erlischt diese Qualität, ich würde das Gleiche über die Art und Weise tun.

Ist alles ein Kunstwerk, dann gibt es keine mehr. Varieté: Hier liegt ein Mißverständnis über das Stichwort "alles" vor. Als ich sagte: "Alles ist Kunst", klingen "Alles" bereits "Nichts". Bei mir beinhaltet "alles" das Stichwort "nichts", aber das Stichwort "nichts" beinhaltet nicht das Stichwort "alles". Brecht: Ich würde behaupten, dass beides gleichermaßen zutrifft.

Wautier: Ich habe vor kurzem aufgeschrieben, dass Sie die Vorstellung von Realität ins Kino gebracht haben. Wie fühlst du dich dabei? Brecht: Mein Standpunkt wäre lieber, dass es keine Trennung zwischen Theorie und Realität gibt. Dies bedeutet, dass das, was wir Theorie genannt haben, alles ist, was passiert; was ich anmerken möchte, ist, dass ich, wenn ich eine Kneipe für den Theaterbesuch verlassen habe, das ganze Jahr nicht für den Theaterbesuch zurücklasse.

Varieté: Sie machen keinen großen Bogen zwischen Schauspiel und Alltag? Brecht: Nein, es gibt keinen Unterschiede, es sei denn, man ist in der U-Bahn und nicht im Sommer. Varieté: Aber du bist aus einem ganz besonderen Anlass ins Kino gegangen? Brecht: Nein, ich fahre ohne jeden Anlass zu ihr. Das ist die Theorie des Theaters, die Vorstellung vom wahren Schock, d.h. anstelle des Als-ob, wenn man die eigentliche Handlung vornimmt.

Varieté: Warum arbeiten Sie? Brecht: Ohne jeden Anlass. Varieté: Wenn du dich nicht als Maler betrachtest, als was betrachtest du dich dann? Brecht: Nichts Konkretes, nichts Spezielles.

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