Flexstrom Gmbh

Die Flexstrom GmbH

Die FlexStrom AG, die dandelion energy GmbH, die optimal green GmbH, die FlexGas GmbH. Bereitstellung of financial market information: vwd Vereinigte Wirtschaftsdienste GmbH. Flexstrom: Kreditgeber können mit Zahlung erst ab 2018 rechnen.

Der ehemalige Kunde des zahlungsunfähigen Stromversorgers Flexstrom muss weiter auf sein Kapital warte. Mit einer Zahlung könne man erst Ende 2018 gerechnet werden, sagte die Anwältin Astrid Düring, die den Prozess neben der Insolvenzverwalterin Christoph Schulte-Kaubrügger durchführt. Auch zwei Jahre nach dem Konkurs ist noch nicht absehbar, wie viel von ihrem Vermögen die Ex-Käufer wieder sehen.

Es gibt 835.000 Kreditgeber, von denen rund 594.000 bis heute Ansprüche geltend gemacht haben. Es handele sich um 569 Mio. EUR, so Düring. Die Kreditgeber sind vor allem Strom- und Erdgaskunden, die bisher oft einen dreistelligen Betrag an Flexstrom oder eine ihrer Tochtergesellschaften Optimalgrün, LöwenzahnEnergie und Flexgas abgeführt haben.

Die Insolvenzverwalterin will einen Teil der Forderung einziehen - und im Gegenzug auch Haftungs- und Rücktrittsansprüche gegen das Management durchsetzen. Ein mögliches Kontingent hängt wesentlich von der Verhandlung und möglichen Rechtsstreitigkeiten ab, erläuterte Düring. Flexström war mit einem kontroversen Wirtschaftsmodell aufgewachsen. Mit Strompreisen, die oft erst im zweiten oder dritten Jahr nach Vertragsabschluss die Preise decken, hatte der in Berlin ansässige Energieversorger für seine Kundschaft gewonnen.

Die billigsten Preise konnten die Verbraucher nur erhalten, wenn sie gut im Vorhinein, oft für ein ganzes Jahr, bezahlt haben. Die Betroffenen sollten sich bis Ende 2013 an den zuständigen Sachbearbeiter wenden.

Die FlexStrom-Gruppe: Die Beschwerdewelle geht weiter

Über die Unternehmen der FlexStrom-Gruppe, insbesondere die FlexStrom AG, die FlexGas GmbH, die dandelion energy GmbH und die optimal green GmbH, wurden im Juni 2013 die Insolvenz-Verfahren eroeffnet. Die Insolvenzverwaltung der Unternehmen, Herr Dr. Christoph Schulte-Kaubrügger, holt seit Jahresmitte Zahlungseingänge, die den Gläubigern rechtzeitig vor dem Insolvenzantrag zugegangen sind, zurück (wir berichteten).

Die Insolvenzverwalterin hat damit angefangen, Forderungen gegen die Netzwerkbetreiber, mit denen sie keine gütliche Einigung erzielen konnte, vor Gericht durchzusetzen. Jeder, der eine Beschwerde vom Konkursverwalter erhält, sollte sich immer an den Rechtsbeistand wenden. Meistens werden die vom Konkursverwalter verlangten Summen 5.000 EUR übersteigen, so dass im entsprechenden Verfahren sowieso Anwälte benötigt werden.

Wir sollten eine sorgfältige rechtliche Prüfung der Verteidigungsperspektiven vornehmen und dann darüber befinden, zu welchem Zweck das Verfahren durchgeführt werden kann. Dabei muss der Insolvenzverwalter in der Regel nicht nur erklären, dass der Zahlungspflichtige andere Kreditgeber bewußt schaden wollte, sondern auch, dass dem Kreditgeber die (drohende) Insolvenz der FlexStrom AG & Co. bei Eintritt jeder einzelnen Forderung bekannt war.

Schon jetzt konnten wir eine dreizehnstellige Anzahl von Verteilnetzbetreibern aussergerichtlich gegen die Anfechtungsansprüche von FlexStrom & Co. raten und können beanspruchen, die Eigenschaften dieser Anfechtungsvorhalte eingehend erfahren zu dürfen (wir berichteten). Eventuell werden die Erinnerung an den TelDaFax-Konkurs (wir berichteten) und seine Folgen aufwachen. Sofern das Insolvenzverfahren von BBH beaufsichtigt wurde, sind die Ansprüche des dort ansässigen Insolvenzverwaltern bisher vor dem BGH abgewiesen worden.

Der Bundesgerichtshof hat mit Bescheid vom 15. September 2016 (wir berichteten) die Berufung des Konkursverwalters gegen die Nichtannahme der Berufung durch das OLG Frankfurt am Main zurückgewiesen, das auch die Berufung des Konkursverwalters in zweiter Instanz zurückgewiesen hat (wir berichteten).

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