Evonik Strom

Elektrizität von Evonik

Die Evonik ist eines der weltweit führenden Unternehmen der Spezialchemie. Seit geraumer Zeit ist die Re-Kommunalisierung der Stromversorgung ein heiß diskutiertes Thema. Evonik schafft einen neuen Großkonzern in Deutschland Essens (AFP) - In Deutschland wird es in Zukunft einen neuen Großkonzern namens Evonik geben. Mit dem lilafarbenen Logo "Evonik Industries" präsentiert Müller am vergangenen Donnerstag ein kleines "E" in den Farben Purpur und Gold. "Damit tritt Evonik in eine neue Zeit der Unternehmensentwicklung ein", so Müller.

Evonik" wird daher in Zukunft dort zu sehen sein. Evonik will vom globalen Klimaschutzgeschäft partizipieren. Die Stromproduktion aus kontroversen Steinkohlekraftwerken bleibt jedoch bestehen. Im vergangenen Jahr haben die drei Geschäftsfelder von Evonik einen Umsatz von rund 14,8 Mrd. ? erzielt. Mit dem Erlös werden dann die kontaminierten Standorte des Bergbaues, wie z.B. die Sanierung von Umweltbelastungen, mitfinanziert.

Kunstfotosynthese - Evonik Industries AG

Im Rahmen des Forschungsprojekts Rheticus arbeitet Evonik gemeinsam mit Siemens an Elektrolyse- und Fermentationsverfahren. Mit Hilfe von Strom aus regenerativen Energiequellen und mit Hilfe von Keimen wollen sie Kohlenstoffdioxid (CO2) in spezielle Chemikalien einbauen. Mit Hilfe von Strom aus regenerativen Energiequellen und mit Hilfe von Keimen wollen Evonik und Siemens Kohlenstoffdioxid (CO2) in Spezialitäten verwandeln. Beide Firmen kooperieren im Rahmen des Forschungsprojekts Rheticus bei Elektrolyse- und Fermentationsverfahren.

Die erste Pilotanlage zur Produktion von chemischen Stoffen wie zum Beispiel Butter oder Sechsfach - beides Ausgangsmaterialien für Spezial-Kunststoffe oder Nahrungsergänzungen - soll bis 2021 am Evonik-Standort Marl in Nordrhein-Westfalen in Produktion gehen. Auch die Produktion anderer Spezialitäten oder Kraftstoffe ist erdenklich. "Mit unserer neuen Anlage können Chemieprodukte deutlich kostengünstiger und umweltschonender hergestellt werden als heute", sagt Dr. Günter Schmid, Technical Manager bei Siemens Corporate Technology.

Sie kann nicht nur dauerhaft chemische Stoffe herstellen, sondern auch als Wärmespeicher dienen, auf Energieschwankungen ansprechen und zur Stabilisierung des Stromnetzes beizutragen. Die Rheticus ist mit der Initiative Kopernikus für die Energierevolution in Deutschland verbunden, die nach neuen Lösungsansätzen für den Energieumbau Ausschau hält. Rheticus wird vom Bundesforschungsministerium (BMBF) mit 2,8 Mio. EUR gefördert.

"Wir wollen mit der Rheticus-Plattform demonstrieren, dass artifizielle Fotosynthese möglich ist", sagt Dr. Thomas Haas, Projektverantwortlicher der Evonik-Strategieeinheit für Innovation bei Evonik. Bei der künstlichen Fotosynthese werden mit einer Mischung aus chemischer und biologischer Stufe Kohlendioxid und Wasserstoff in chemische Stoffe umgerechnet.

Siemens und Evonik tragen ihre jeweiligen Kompetenzen in die Forschungszusammenarbeit ein. In einem ersten Prozessschritt bietet Siemens die Elektrolysetechnologie an, die Kohlenstoffdioxid und Strom in Form von Kohlenstoffmonoxid (CO) umwandelt. Den Fermentationsprozess, also die Umwandlung von CO-haltigen Gasen in Wertstoffe, bringt Evonik durch Stoffwechselvorgänge mit speziellen Mikro-Organismen ein. Beim Rheticus-Projekt werden beide Stufen - Elektrolyse und Vergärung - im Technikumsmaßstab kombiniert.

"In Rheticus sind die Fähigkeiten von Evonik und Siemens gebündelt. Die Forschungsarbeit macht deutlich, wie wir die Power to X-Idee in die Praxis umsetzen", sagt Dr. Karl Eugen Huthmacher vom BMBF. Das Power-to-X-Konzept sieht die Stromerzeugung von chemischen Stoffen vor. Für die Produktion einer einzigen Butanoltonne wären zum Beispiel drei t Kohlenstoffdioxid erforderlich.

In der Rheticus-Plattform sieht Evonik und Siemens großes Potenzial für die weitere Entwicklung.

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