Erneuerbare Energien

Regenerative Energie

Informieren Sie sich über die Bedeutung der erneuerbaren Energien für die Energiewende, den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland und das EEG. Wohin und wofür möchte ich erneuerbare Energien nutzen? Es gibt keine Alternative zur Umstellung auf erneuerbare Energien. Zum ersten Mal seit vier Jahren wurden weltweit mehr Investitionen in fossile Brennstoffe getätigt. Regenerative Energien sind natürliche Energiequellen, die in nahezu unbegrenzter Menge zur Verfügung stehen.

Häufig Renewable energies in general - Agency for Renewable Energies

Regenerative Energien sind Energien aus erneuerbaren Energien wie z. B. Wasser- und Windkraft, Solarenergie, Biomassenutzung und Geothermie. Diese Energieträger konsumieren sich im Unterschied zu fossilem Öl, Gas, Steinkohle, Braun- und Uranerzen nicht selbst. Hitze, Elektrizität und Brennstoffe können aus festen, flüssigen und gasförmigen Biomassen erzeugt werden. Eingesetzt werden sowohl Pflanzen- und Tierabfälle als auch erneuerbare Rohmaterialien, z.B. Energierohstoffe oder Hölzer.

In Deutschland ist die Nutzung von Ökoenergie zum Zwecke der Wärmeerzeugung derzeit von größter Wichtigkeit - aber auch zur Energieerzeugung und als Biotreibstoff wird sie genutzt. Solarenergie: Aus der Sonnenstrahlung kann sowohl Hitze als auch Elektrizität erzeugt werden. Photovoltaik-Module auf dem Hausdach oder auf freien Flächen nutzen Halbleiter wie z. B. Silicium, um Sonnenstrahlung in elektrischen Strom umzuwandeln.

Sonnenkollektoren, in denen Flüssigkeiten zirkulieren, produzieren Hitze zur Heizung und Warmwassererzeugung sowie zur Kühlung von Klimaanlagen. Ein drittes Verfahren ermöglicht die Erzeugung von Elektrizität, Prozeßwärme und Kühlung durch Bündelung und Verstärken der Einstrahlung. Über Rückstrahler wird das Licht der Sonne in Wasserdampf verwandelt, mit dem ein Lichtmaschine oder eine Heiz- und Kühlmaschine angetrieben wird.

Die modernen Windkraftanlagen erzeugen Elektrizität aus der Energie des Winds. Er nutzt den vom Fahrtwind erzeugten Lift, der an den Rotoren vorbeifließt. Hydraulische Energie: Schon im antiken Ägypten und im Kaiserreich wurde die Energie aus Wasser für Maschinen wie z. B. Mühlen verwendet. Bereits seit Ende des neunzehnten Jahrhundert wird die Energie aus Wasser zur Stromerzeugung eingesetzt.

Heutzutage ist sie die ausgereifteste und nach der herkömmlichen Biomassennutzung die am weitesten verbreitete erneuerbare Kraft. Geothermische Energie: Geothermische Energien sind die Verwendung von geothermischer Energie zur Erzeugung von Elektrizität, Hitze und Kälte. Diese wird mit Bohrlöchern aufbereitet. Bis 2020 hat sich die deutsche Regierung auf internationaler Ebene zu einer Reduktion der Treibhausgasemissionen um 40 % bekannt.

Dazu sollen die regenerativen Energien im Elektrizitätssektor 35 und im Heizungsbereich 14 bzw. 12 bis 15 Prozentpunkte betragen. Das EEG ist im Bereich der Elektrizität die bedeutendste Basis für den Aufbau erneuerbarer Energien. Sie gewährleistet den Bezug von Elektrizität aus Wasser-, Wind- und Sonnenenergie, Biomassen und Erdwärme und zahlt einen festen Preis für jede für 20 Jahre ins Stromnetz eingespeiste kWh.

Die Zusatzkosten für diese umweltfreundliche und importunabhängige Energieförderung betragen für einen durchschnittlich 3-Personenhaushalt etwa 2,10 EUR pro Jahr. In der Heizungsbranche will die deutsche Regierung den Marktanteil der regenerativen Energien bis 2020 auf 14% steigern. Seit 2009 ist der Bauherr durch das Gesetz über erneuerbare Energien (Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz) dazu angehalten, seinen Heizwärmebedarf proportional aus Sonnenenergie, Biomassen oder Geothermie zu bestreiten.

Darüber hinaus wird das Wärmen mit regenerativen Energien durch das Programm der Marktanreize unterstützt. Ab 2007 musste die Mineralölindustrie nach dem BioKraftQuotengesetz (BioKraftQuG) einen zunehmenden Biokraftstoffanteil liefern. Das Biokraftstofffördergesetz 2009 sieht für den Zeitraum von 2010 bis Ende 2014 eine Quote von 6,25 % vor.

Die Treibhausgasreduktionsrate soll bei ihrer Markteinführung 3,5 Prozentpunkte und 2017 4 Prozentpunkte und 2020 6 Prozentpunkte ausmachen. Die Gesamtmenge des eingesetzten Biokraftstoffs muss also bis 2015 gegenüber fossilen Brennstoffen um wenigstens 3,5 Prozentpunkte gesenkt werden. Für eine zukunftsfähige Stromversorgung ist das Zusammenwirken aller regenerativen Energien erforderlich.

Windkraft ist schon heute sehr wirtschaftlich, Sonnenenergie kann es in den nächsten Jahren sein. Mit zunehmendem Wind und Sonnenenergieanteil an der Stromerzeugung werden weniger Grundlast-Kraftwerke gebraucht. Dies sind vor allem gut steuerbare Biomassen- und Pumpspeicher-Kraftwerke, aber auch geothermische und gasbetriebene Kraftwerke. So können sowohl Grundlast- als auch flexible Steuerungsenergie aus den Bereichen Bioenergie, Wasser und Erdwärme genutzt werden.

Diese machen die Energieversorgung starr und verlangsamen die Nutzung regenerativer Energien. Bereits in der Betriebspraxis findet die sinnvolle Vernetzung und Regelung der regenerativen Energien in sogenannten GuD-Kraftwerken statt. Im Rahmen eines Pilotprojekts von SolarWorld, Enercon, Schmackogas und der Uni Kassel wurden 36 über ganz Deutschland verteilte Wind-, Solar-, Biomasse- und Wasserkraftwerke in einer Größenordnung von 1 bis 1000000 dezentral geregelt. Ein weiteres Vorhaben wurde im Jahr 2013 in Sachsen-Anhalt im Harz fertiggestellt.

Selbstständige städtische Energieversorgungsunternehmen wie die Stadtwerke Unna haben auch mehrere kleine erneuerbare Energieanlagen zu einem Leitkraftwerk verbunden. Im Idealfall produziert das Zukunftshaus 100-prozentig selbst - oder auch über den eigenen Energiebedarf hinaus. Dies ist bereits heute in den so genannte "Plus-Energie-Häusern" möglich. Diese Häuser sind gut isoliert und sehr energieeffizient.

Den geringen Restwärmebedarf decken Solarwärme, Geothermie, Holz-Pellets. Auch in Büro- und Geschäftsgebäuden spielen Klimaanlagen mit regenerativen Energien eine große Bedeutung.

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