Eprimo Strom Telefon

Das Eprimo Power Telefon

Telefonüberfall der RWE-Tochter Eprimo? - Taktstrich Telefonüberfall der RWE-Tochter Eprimo? Ungewollte Anrufe sind untersagt. Aber manche Firmen haben nichts dagegen. Die RWE-Tochter Eprimo ist anscheinend mehrfach ins Hintertreffen geraten.

Im Namen des Energie-Discounters Eprimo sagt er, dass er weiß, wie man beim Stromeinkauf viel einsparen kann. Er ist sich gewiss, dass er von Eprimo keine Angebote angefordert hat.

Der Verbraucherverband Rheinland-Pfalz hat im vergangenen Monat vor verstärkten Geboten von Eprimo gewarnt - und vor der telefonischen Weitergabe personenbezogener Informationen.

Demgegenüber scheint das Traditionsunternehmen in Nordrhein-Westfalen bisher nur eine nachgeordnete Stellung einzunehmen. Peter Lindackers, Rechtsanwalt bei der Konsumentenzentrale (VZ) NRW, sagt, dass eine Hand voll Klagen bei Eprimo eintrafen. Doch nicht nur die schwarze Schafherde in der Branche: Nach wie vor gehen täglich Klagen über ungewollte Werberufe bei der Verbraucherberatung ein.

Rechtsanwalt Peter Lindackers berichtet von 1000 Berichten pro Monat. 2. Wenn Sie sich am Telefon unterhalten und Ihnen Dokumente zuschicken lassen, haben Sie bald mehr als nur Informationsmaterial zur Hand. "Unglücklicherweise sind die in solchen Telefongesprächen geschlossenen Vereinbarungen immer noch gültig", so Lindackers. Im Vorfeld des heutigen Verbraucherschutzministertreffens kündigte Johannes Remmel (Grüne), Vertreter des Landes Nordrhein-Westfalen, eine Initiative an, um "unautorisierte telefonische Werbung für Firmen ökonomisch uninteressant zu machen".

Telefonische Aufträge sollten daher erst nach schriftlicher Auftragsbestätigung wirksam werden - dies betrifft natürlich nicht den Pizza-Service oder die Bestellung eines Taxi. Den seriösen Telefonhandel darf man nicht beeinträchtigen. betont Remmel. Doch Abzockereien sollten für Firmen so wenig attraktiv wie möglich werden. Aus diesem Grund verlangt der Bundesverbraucherschutzminister auch wesentlich hoehere Bussgelder fuer Verstoesse gegen das Anrufverbot: Da sich viele Firmen offenbar nicht von einer Geldstrafe von 50.000 EUR abhalten lassen, sind im Gesetzentwurf maximale Bussgelder von bis zu 250.000 EUR vorgesehen.

Remmel glaubt, dass die anhaltenden Klagen der Konsumenten zeigen, dass die geltenden Rechtsvorschriften "nicht so wirksam sind, wie erhofft". Eprimo-Sprecher Jürgen Rauschkolb hingegen erkennt keine Illegalität in seinem Unter-nehmen.

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