Energiewerke Schönau

Kraftwerke Schönau

EWS startet daher ein Projekt, um Kunden dabei zu unterstützen, effektiv Energie zu sparen. Bei ?Es geht es um viel mehr als nur um Strom?

Eine Bürgergruppe hat in Schönau im Schwarzwald ein eigenes Kraftwerk gegründet. Die " Schöne Strom-rebellen " zählen heute zu den grössten Anbietern von alternativem Strom. Als erstes fällt einem die Gebirgskirche von Pastor Hasenbrinck auf, wenn man nach Schönau kommt. Bei dieser Solarfabrik sind Graben überwindbar, stellt der Priester voller Stolz fest:" Für unser Schaufenster der Schönau-Kreation haben sich eine ganze Reihe von Menschen erhoben.

Dies ist nur die geringste Leistung, die die "Schönauer Stromrebellen" gegen Bauwerke erbracht haben, von denen man annahm, dass sie verrostet waren. Mit dem Unglück im russischen Atomkraftwerk Tschernobyl nahm das Unwohlsein, das viele Menschen mit der Kernenergie hatte. Ursula Sladek, die derzeitige Geschäftsleiterin der "Energiewerke Schönau", erzählt: "Damals waren wir noch sehr naive.

Sie dachten, die Politiker und die großen Energielieferanten würden etwas verändern, jetzt, wo sie erkennen, wie schädlich die Kernenergie ist. "Wir haben das damals gemacht", sagt Sladek. Vor allem die Besorgnis um die eigenen Nachwuchskinder war es, die eine Reihe von schönauischen Bürgern dazu brachte, die Initiative der Eltern für eine atomwaffenfreie Zeit zu ergreifen.

Mit Energiesparwettbewerben zur Bewusstseinsbildung und der Unterstützung traditioneller Wasserkraftanlagen zur Identifizierung von Handlungsalternativen. Sie wollten in Werkstätten mehr über die Einsatzmöglichkeiten erneuerbarer Energie erlernen. Aber der Regionalversorger KWR blockierte konsequent jeden Bürgerversuch, den Zustand zu ändern. Darüber ist Michael Sladek auch heute noch wütend.

Öffne man nicht den Kopf für bessere Kenntnisse in einem demokratisch geprägten Land - wie es die BRD ist -, dann sei ihm auch nicht bekannt, in welchem Land man einen Wandel bewältigen kann. Es wurde die Wahl der Schoenauer Inititative getroffen. Die Energieversorgerin, die gerade eine neue Lizenz für die Kleinstadt beantragt hatte, musste sich dem Wettbewerb stellen: als EWS, als Ersatz "Energiewerke Schönau".

Rückblickend scheint Ursula Sladek verrückt nach der Vorstellung, das Stromversorgungsnetz der Kommune zu Ã?bernehmen. Fachleute aus ganz Deutschland und die Alternativbank GLS haben dazu beigetragen, das Haus konkurrenzfähig zu machen. Aber vor allem half vor allem die Stadt Schönau: Sie waren vom Prinzip der Alternativenergieanlagen überzeugt, haben in den Bürgerbetrieb investiert und - in zwei zusammengerufenen, heissen Bürgerentscheidungen - für die Stromrebellen Schönau gestimmt.

Auch in Schönau hat diese Änderung auf dem Elektrizitätsmarkt ganz andere Ausmaße angenommen, sagt Michael Sladek. "Eine Änderung der Energiestrategie ist eine Änderung der Sozialpolitik", sagt er. Die EWS ist für die Schönauer zwar ein Stromhändler, aber hinter dem Erzeugnis verbirgt sich etwas ganz anderes. EWS arbeitet nun mit Anbietern alternativer Energien in ganz Europa, den USA und Kanada zusammen.

Auch der Schönauer Oberbürgermeister Bernhard Seger, der der Unternehmensgründung noch kritisch gegenüberstand, muss nach all den Jahren zugeben: "Ich glaube, wir haben uns heute mit diesem Haus identifiziert".

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