Energieversorgung München

Stromversorgung München

Die Stadt München sorgt mit zahlreichen Projekten dafür, dass die Energieversorgung immer umweltfreundlicher wird. Energieerzeugung - So ist umweltfreundlicher Elektrizität in München - München In vielen Bereichen der Energieversorgung hat die Metropole eine Vorbildfunktion. Bis 2025 wollen die Energieversorger so viel grünen Strom erzeugen, wie München braucht. Bereits Ende des neunzehnten Jahrhundert hatte die Landeshauptstadt München ambitionierte Planungen für ihre Energieversorgung. Dies hat offenbar zu einer Aufklärung der Lichtkommission des Münchener Magistrates geführt, denn die Stadträte haben 1884 den Neubau von drei Elektrizitätswerken empfohlen und die Hansestadt damit zu einem Pionier in Deutschland gemacht.

Da der Königshof das Straßenbeleuchtungsmonopol für München an das Privatunternehmen für Gasbeleuchtung übertragen hatte, endete diese Erteilung erst 1899. Wie zum Spott bekam die damals noch eigenständige kleine Nachbargemeinde Schwabing 1889 ein eigenes Elektrizitätswerk, das die Münchener bei der Gründung ersetzen mussten.

Vor mehr als einem halben Jahrtausend ist München zu einem Musterbeispiel in vielen Bereichen der Energieversorgung geworden. Die damit beauftragten städtischen Betriebe, die sogenannten Stadtwerke München (SWM), setzen auf regenerative Energieträger und haben das ambitionierte Ziel, bis 2025 so viel Grünstrom in eigenen Kraftwerken zu erzeugen, wie die gesamte Stadtverwaltung braucht.

Das ist eine enorme Menge: Im vergangenen Jahr waren es mehr als sieben Mrd. kWh, von denen rund ein Drittel von rund 850.000 privaten Haushalten konsumiert wurde. Seit 2015 kann die SWM diesen Anspruch und den Teil der Metro und Straßenbahn aus regenerativen Energiequellen problemlos decken; die Erzeugungskapazitäten ihrer Werke in diesem Gebiet liegen zur Zeit bei rund 3,9 Mia.

Selbst wenn die SWM die Bedeutung der Metropole und der Metropolregion als Ort der grünen Stromerzeugung betont, ist das Potential begrenzt: Sie betreibt in München und Umgebung 24 Photovoltaikanlagen, 13 Wasserkraftanlagen, eine Biogasaufbereitungsanlage, fünf Geothermie-Anlagen, von denen drei auch Elektrizität erzeugen, und eine Windkraftanlage in Fröttmaning. Es sind weitere Produktionsstandorte für regionale Ökostromproduktion geplant - aber das ist bei weitem nicht genug für eine Million Einwohner.

So ist die Hansestadt auch Betriebsführer oder Gesellschafter mehrerer Windkraftanlagen im See- und Landbereich sowie eines Parabolrinnen-Kraftwerks im Süden Andalusiens, das Solarstrom nützt. Alleine mit den Beteiligungen an zwei Windkraftanlagen vor der Sylter Küste können rund eine halbe Millionen Münchener Privathaushalte mit erneuerbarem Energie beliefert werden.

Darüber hinaus hält die Hansestadt Anteile am Atomkraftwerk Isar 2, das bis 2022 vom Stromnetz gehen soll. Das ambitionierte Bestreben der Energieversorger ist eine größtmögliche Autarkie bei der Energieversorgung. Ein " Blackout ", wie die Fachleute einen Totalausfall aufgrund von Beschädigungen der Landversorgung bezeichnen, soll in München nicht auftreten.

Dafür wird jedoch nach wie vor herkömmlich erzeugter elektrischer Kraftstoff erforderlich sein. In dem Blockheizkraftwerk (BHKW) München-Süd wird Elektrizität sorgfältig mit Hilfe von Gas-Turbinen und im BHKW-Nord mit Abfall oder mit Kohle erzeugt, wodurch auch das Fernheizungsnetz der Landeshauptstadt durch Kraft-Wärme-Kopplung versorgt wird. Auch in Freimann gibt es ein BHKW mit zwei Turbinen, das zur Zeit nur die Fernwärmeversorgung übernimmt.

Den Stadtwerken ist es gegenwärtig erlaubt, zehn Mrd. kWh pro Jahr zu erzeugen, was aufgrund der "Umbruchphase" durch den Ausstieg aus der Atomenergie obligatorisch und mehr als der tatsächliche Verbrauch ist. Die SWM beauftragte 2006 das Öko-Institut Freiburg mit der Untersuchung, ob es nicht möglich ist, die Münchner Elektrizitätsversorgung vor Ort komplett auf regenerative Energieträger umzustellen.

Darüber hinaus wird Elektrizität als Vermögenswert an der eigenen Wertpapierbörse gehandelt. 2. Aber auch die kommunalen Versorger sind beteiligt, die je nach Bedarf mehr herstellen und sich selbst ernähren oder billig einkaufen. Über ein 400-Kilovolt-Hochspannungsnetz wird die Stromerzeugung aus Großkraftwerken, ob rückspeisefähig oder nicht, an eines der beiden Umspannwerke Menzing oder Unterföhring übertragen.

Dort wird der Elektrizität zusammen mit dem selbst erzeugten Elektrizität in ein 110 kW Starkstromnetz über 40 Unterwerke in der City eingespeist. Rund 5000 Trafostationen in der ganzen Innenstadt setzen diese zehn Kilovolts mittlere Spannung in das Niedrigspannungsnetz um, das dann die Münchner Konsumenten versorgt. In der ganzen Innenstadt wurden rund 12.000 km Rohrleitungen verbaut, die meisten davon im Untergrund.

So können in kleinen Räumen Beschädigungen ignoriert werden, um die Reparatur durchzuführen, damit München weiter glänzen kann.

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